Leserinnenbrief zum Kommentar von Nina Apin „Endlich redet die Kirche“

Von |2012-11-16T00:13:35+01:0031.01.2010|

Leserinnenbrief zum Kommentar von Nina Apin „Endlich redet die Kirche“ (Ausgabe taz vom 30.1.2010, Seite 33) Berlin, d. 30.1.2010 Liebe Redaktion, Liebe Frau Apin, Ihr habt in Eurer Ausgabe vom 30.1.2010 gleich drei Artikel auf der Seite 33 „berlin“ zum Thema „Missbrauch/Katholische Kirche“ veröffentlicht. Das zeigt, dass Ihr davon ausgeht, dass dieses Thema Eure LeserInnen bewegt und interessiert. Ich nehme mal an, dass ich als 45jährige, eher links-ökologisch eingestellte, gut ausgebildete und engagierte Berlinerin eine Eurer typischen LeserInnen bin. Die im positiven Sinne kritische, mitunter „freche“ und originelle Berichterstattung in der taz schätze ich so sehr, dass ich seit Jahren eine ›››

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Sexueller Missbrauch ist wie Mord

Von |2010-01-31T11:19:10+01:0031.01.2010|

„Kinderschänder Uwe K. – Streit um Verantwortung für mutmaßliche Rückfalltat“ vom 24. Januar Nachweisbar ist, dass gutachterlich als wiederholungsgefährdete Sexualstraftäter eingestufte Menschen erneut Kinder missbrauchen. Schockierend, unfassbar und unverantwortlich ist aber, dass unsere Politiker dazu keine Lösungen bieten. Im Gegenteil: Unsere Kinder müssen akzeptieren, Opfer werden zu können – ein Skandal. Die sexuelle Nötigung und der sexuelle Missbrauch ist faktisch mit Mord oder Totschlag gleichzusetzen. Das Opfer, seine Persönlichkeit, seine Seele werden faktisch ausgelöscht. Nur wenigen gelingt es, nach einem solchen Missbrauch dem Leben wieder einen Sinn abzugewinnen. Ist es also verantwortbar, solche Menschen in die Gesellschaft zu integrieren, gleichzeitig aber ›››

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Ehemaliger Jesuitenpriester gesteht Kindesmissbrauch

Von |2010-02-02T20:30:51+01:0030.01.2010|

Im Skandal um Dutzende Missbrauchsfälle in den siebziger und achtziger Jahren am Berliner Elitegymnasium Canisius-Kolleg hat einer der Beschuldigten die Vorwürfe gegenüber dem SPIEGEL bestätigt. Der frühere Sportlehrer und Jesuitenpater Wolfgang S., 65, räumte zudem in einer an seine Opfer gerichteten Erklärung ein, es sei „eine traurige Tatsache, dass ich jahrelang Kinder und Jugendliche unter pseudopädagogischen Vorwänden missbraucht und misshandelt habe“. Daran sei „nichts zu entschuldigen“. Darüber hinaus gab der heute in Südamerika lebende Kirchenmann an, bereits 1991 seinen „damaligen deutschen Provinzialoberen eingehend über meine verbrecherische Vergangenheit informiert“ zu haben. Somit wusste der Jesuitenorden seit etwa 19 Jahren von dem vielfachen ›››

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Wenn Sex zum Schmerzmittel wird

Von |2012-11-15T22:21:45+01:0030.01.2010|

Von Simone Matthieu. Immer wieder hören wir von sexsüchtigen Prominenten. Zurzeit lässt sich etwa Tiger Woods gegen diese Abhängigkeit therapieren. Was steckt hinter diesem Phänomen? In der berühmten Pine Groove Klinik im Süden von Mississippi lässt Tiger Woods zurzeit seine Sexsucht therapieren. Er hat sich damit in die wohl fähigsten Hände auf diesem Gebiet begeben: Der dort tätige Psychologe Patrick J. Carnes ist Pionier und Koryphäe auf dem Gebiet der Hypersexualiät. Carnes definiert Sexsucht so: «Nur ein ausser Kontrolle geratenes Verhalten, das einhergeht mit den klassischen Anzeichen für Sucht – Besessenheit, Machtlosigkeit und die Benutzung von Sex als Schmerzmittel – weisen ›››

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Erzbistum räumt weiteren Missbrauchsverdacht gegen Pfarrer ein

Von |2010-01-29T18:02:42+01:0029.01.2010|

Das Erzbistum Berlin geht Vorwürfen gegen einen Pfarrer wegen des sexuellen Missbrauchs eines Minderjährigen nach. Wie Dompropst Stefan Dybowski am Freitag mitteilte, sind dem Berliner Erzbischof Georg Kardinal Sterzinsky Anfang Juli 2009 Beschuldigungen und Verdächtigungen gegen einen Priester des Erzbistums vorgetragen worden. Diese bezogen sich auf das Jahr 2001. Dem Gemeindepfarrer seien daraufhin umgehend alle Aktivitäten im Zusammenhang mit Jugendlichen untersagt worden. Das in Rom anhängige Verfahren gegen den Priester sei jedoch noch nicht abgeschlossen. Ende Juli 2009 habe der Erzbischof eine Verzichtserklärung des Pfarrers angenommen, hieß es weiter. Er wohne nicht mehr in der Pfarrei. Auch sei der Priester derzeit ›››

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„Canisiuskolleg: Missbrauchsfälle an Berliner Eliteschule“

Von |2012-11-16T00:13:35+01:0029.01.2010|

Berliner Morgenpost Redaktion Leserbrief zu zwei Artikeln der Ausgabe vom 28.1.2010 „Canisiuskolleg: Missbrauchsfälle an Berliner Eliteschule“ (Titelseite) „Das Schweigen muss gebrochen werden“ (Seite 13) Sehr geehrte Redaktion, Sehr geehrter Herr Anker, Sehr geehrter Herr Behrendt, Herr Pater Mertens hat mit seiner Entscheidung ein hohes Maß an Zivilcourage bewiesen und seinen reflektierten Äußerungen ist zu entnehmen, dass er die von sexuellen Übergriffen betroffenen ehemaligen Schüler ernst nimmt und sie unterstützen möchte. Den Betroffenen kann ich allerdings nur dringend raten, sich zusammenzutun und alle weiteren Schritte abzusprechen. Zum einen, um sich gegenseitig zu unterstützen und zu motivieren, zum anderen, um sich davor zu ›››

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jetzt 78 – als 16-Jähriger von einem katholischen Priester missbraucht

Von |2012-11-15T17:04:45+01:0029.01.2010|

Sehr geehrter Herr  Denef, da auch ich – jetzt 78 – als 16-Jähriger von einem katholischen Priester missbraucht wurde, ist es auch mir ein Anliegen, alles zu tun, um diese Missstände zu beseitigen. Die Missstände sind ja nicht die Schuld einzelner, sondern sie sind Folgen einer völlig verfehlten Einstellung der katholischen Kirche zur Sexualität. Leider sind die meisten dafür Verantwortlichen nicht imstande, die „Zeichen der Zeit“ zu erkennen. ›››

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Elitegymnasium: Weitere Missbrauchsopfer melden sich

Von |2010-01-29T16:14:06+01:0029.01.2010|

Nach dem Bekanntwerden mehrerer Fälle sexuellen Missbrauchs am katholischen Canisius-Kolleg in Berlin in den 70er und 80er Jahren haben sich weitere Opfer gemeldet. Etwa zehn Personen hätten sich per E-Mail geäußert, seien aber nicht alle Opfer, sagte die Rechtsanwältin und Beauftragte des Jesuitenordens für Fälle von sexuellem Missbrauch, Ursula Raue, am Freitag in Berlin. Einige hätten lediglich von entsprechenden Gerüchten berichtet, seien jedoch nicht selber von Missbrauch betroffen gewesen. Doch auch direkt Betroffene hätten sich gemeldet. Eine genaue Zahl nannte sie nicht. Zudem wurde bekannt, dass einige der Missbrauchsopfer trotz ihrer Leiden ihre eigenen Kinder auf das katholische Gymnasium geschickt haben. ›››

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Pädophilen-Skandale erschüttern katholische Kirche

Von |2010-01-29T09:15:51+01:0029.01.2010|

Der Verdacht des Missbrauchs am Canisius-Kolleg ist kein Einzelfall. In den vergangenen Jahren wurden immer wieder Übergriffe an katholischen Einrichtungen bekannt. Häufig lagen diese bereits viele Jahre zurück. Eine strafrechtliche Verfolgung war wegen Verjährung oft nicht mehr möglich. - Im Juli 2008 wurde ein ehemaliger Domkapitular der Erzdiözese Bamberg von seinen kirchlichen Ämtern enthoben. Ermittlungen hatten ergeben, dass der damals 64-Jährige zwischen 1978 und 1984 in zehn Fällen in einem Schülerwohnheim sexuelle Handlungen an Kindern unter 14 Jahren vorgenommen hatte. Da die Vorwürfe jedoch verjährt waren, musste sich der Mann nicht vor Gericht verantworten. - Im Oktober 2008 wurde bekannt, dass ›››

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Abschaffung der Verjährungsfristen bei sexuellem Missbrauch von Kindern

Von |2010-01-29T13:23:22+01:0028.01.2010|

Sehr geehrter Norbert Denef, der Beitrag "Abschaffung der Verjährungsfristen bei sexuellem Missbrauch von Kindern." wurde beantwortet. Klicken Sie bitte auf folgenden Link, um die Antwort zu lesen: http://direktzu.de/kanzlerin/messages/24517 Mit freundlichen Grüßen Ihr Team von direktzu.de | Spezialist für moderne Many-to-One Kommunikation ________________________________________________________ Zu der Antwort stellt sich für mich die Frage, geht’s noch dümmlicher und arroganter? Norbert Denef

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Berlin: Verdacht auf Missbrauch an katholischem Gymnasium

Von |2010-01-28T18:32:23+01:0028.01.2010|

An dem von Jesuiten geführten katholischen Elitegymnasium Canisius-Kolleg in Berlin soll es zahlreiche Missbrauchsfälle gegeben haben. Diese hätten sich in den 70er und 80er Jahren ereignet, berichtete heute der Rektor der renommierten Privatschule, Pater Klaus Mertes. Damit bestätigte er einen Bericht der "Berliner Morgenpost" (Donnerstag). Der Verdacht war bekanntgeworden, weil sich Mertes in einem Brief an etwa 600 ehemalige Schülerinnen und Schüler gewandt hatte. "Mit tiefer Erschütterung und Scham habe ich diese entsetzlichen, nicht nur vereinzelten, sondern systematischen und jahrelangen Übergriffe zur Kenntnis genommen", heißt es in dem Brief. Bisher seien ihm sieben Fälle bekannt, sagte Mertes. Er gehe aber "von ›››

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Stress-Hormon und Alkoholismus hängen zusammen

Von |2012-11-15T22:21:45+01:0028.01.2010|

Einen Zusammenhang zwischen dem Stress-Hormon "Corticotropin Releasing Factor" (CRF) und der Entwicklung einer Alkoholabhängigkeit haben Wissenschafter um Marisa Roberto vom The Scripps Research Institute in La Jolla in Kalifornien aufgedeckt. Bei Ratten gelang es experimentell sogar, die Symptome einer Alkohol-Abhängigkeit durch die Blockierung von CRF zu unterbinden. Die Arbeiten wurden in der Wissenschaftszeitschrift "Biological Psychiatry" veröffentlicht. Die Studie sei ein wichtiger Schritt zu verstehen, wie sich das Gehirn beim Übergang zur Alkoholsucht verändert, so die Wissenschafterin. Dabei habe man sich auf "die dunkle Seite" der Krankheit konzentriert: also den Drang zu trinken, nicht weil es Vergnügen bereitet, sondern Ängste vor dem ›››

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Umgang mit dem Trauma

Von |2012-11-15T22:21:45+01:0028.01.2010|

Diagnose, Neurobiologie und Therapie der Posttraumatischen Belastungsstörung Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS, engl.: posttraumatic stress disorder, PTSD) wird klinisch charakterisiert durch die Symptomtrias „Wiedererinnern“ (so genannte intrusive Symptomatik, engl.: re-experiencing), „Vermeidung und Betäubung“ (engl.: avoidance and numbing) und „vegetative Übererregbarkeit“ (engl.: increased arousal). Diese Störung stellt insofern eine Ausnahme des phänomenologisch-beschreibenden, diagnostischen Ansatzes der modernen psychiatrischen Diagnosesysteme dar, als sie einen eindeutigen ätiologischen Bezug nimmt – nämlich auf ein erlebtes Trauma. Im Folgenden sollen spezielle Aspekte der PTBS zur geschichtlichen Entwicklung der Erfassung des Störungsbildes sowie betreffend Diagnose, Risiko- und Resilienzfaktoren, Neurobiologie und Therapie dargestellt werden. Dass ein erlebtes Trauma zu bleibenden ›››

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Missbrauch am Canisius-Kolleg

Von |2010-01-29T13:56:05+01:0028.01.2010|

„Das Schweigen muss gebrochen werden“ Donnerstag, 28. Januar 2010 10:50  – Von Jens Anker und Michael Behrendt Über Jahrzehnte hinweg sind Schüler eines Berliner Elitegymnasiums von Lehrern sexuell missbraucht worden: Am dem von Jesuiten betriebenen katholischen Canisius-Kolleg in Berlin-Tiergarten haben sich demnach mindestens zwei als Lehrer eingesetzte Padres an Jungen vergangen. Der amtierende Rektor der Schule will nun mit einer ungewöhnlichen Aktion weitere Opfer aufspüren. ›››

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Presserat lässt Schilderung von sexuellem Missbrauch zu

Von |2010-01-26T22:27:36+01:0026.01.2010|

Der Schweizer Presserat hat eine Beschwerde gegen den Bericht der «Liberté» über den sexuellen Missbrauch eines Onkels an zwei Neffen zurückgewiesen. Die beiden Beschwerdeführer hatten geltend gemacht, die Angaben über den Täter - «ein in Fribourg wohnhafter 80-Jähriger Patriarch aus guter Gesellschaft» - ermöglichten es, Täter und Opfer zu identifizieren. Zudem hatten sie sich daran gestört, dass der Bericht Einzelheiten des sexuellen Missbrauchs beschrieb. In einer Stellungnahme wies der Chefredaktor der «Liberté» darauf hin, es gebe rund 3500 80-Jährige in Fribourg; ausserdem sei die «gute Gesellschaft» ein sehr weit gefasster Begriff. Der Presserat hat sich in seiner am Dienstag veröffentlichten Mitteilung ›››

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Die Tragödie der Frauen von Haiti

Von |2010-01-27T17:17:07+01:0026.01.2010|

Eine Welle humanitärer Hilfe überflutet die haitianische Hauptstadt Port au Prince. In den Randbezirken von Port au Prince sterben jedoch immer mehr Frauen und ihre Neugeborenen. Sie sterben still und leise-ohne ärztliche Hilfe und ohne Fotografen. Eine riesige Welle der humanitären Hilfe überflutet die haitianische Hauptstadt Port au Prince. Hunderttausende von Menschen erhalten Wasser und Nahrung. Die Organisation, die in den ersten Tagen nach dem verheerenden Beben starke Anlaufschwierigkeiten hatte, läuft inzwischen auf Hochtouren. In den Randbezirken von Port au Prince sterben immer mehr Frauen und ihre Neugeborenen. Sie sterben still und leise-ohne ärztliche Hilfe und ohne Fotografen. Sie sterben aus ›››

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„Ich habe mich zu ihr hingezogen gefühlt.“

Von |2010-01-26T01:54:31+01:0026.01.2010|

75-Jähriger missbraucht Mädchen Lichtenfels - Er galt als lieber Opa, der einem neunjährigen Mädchen unentgeltlich bei den Hausaufgaben half. Doch der angeblich so freundliche Nachbar, ein 75-jähriger Mann aus dem Landkreis Lichtenfels, missbrauchte die Unbekümmertheit seines Schützlings und griff dem Mädchen im vergangenen Jahr mehrmals in den Schlüpfer. Verurteilt zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und elf Monaten wurde der 75-Jährige am Montag wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen und Kindern sowie wegen sexueller Nötigung. Zusätzlich muss der Mann 15 000 Euro Schmerzensgeld an das Opfer und 3000 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen. In seinem Urteil kritisierte Richter Armin Wagner: "Sie ›››

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Daniel B. – 1977 im Kinderheim Niendorf/Ostsee sexuell missbraucht

Von |2017-12-25T17:22:01+01:0024.01.2010|

Wir bitten Sie um Ihre Hilfe! Bochum, 24.01.2010 Sehr geehrter Herr Denef, wir schreiben Ihnen als Hinterbliebene unseres Lebensgefährten, Freundes und Papas Daniel B., der sich im Alter von 39 Jahren am 2. November 2009 das Leben genommen hat. Daniel litt seit ca. zweieinhalb Jahren extrem an den Folgen sexualisierter Gewalt, die er seiner Meinung nach während eines Kinder-Kuraufenthaltes im damaligen Kurheim in Niendorf/Ostsee (Timmendorfer Strand) erlebt hat. Während des sechs Wochen dauernden Aufenthalts als sechsjähriger Junge, soll er auf  bestialische Weise missbraucht, vergewaltigt, gefoltert und gequält worden sein. Über dreißig Jahre lang, von 1977 bis 2007, sind Daniel, dem Kind, dem ›››

Gedankliche Hingezogenheit zu Kindern

Von |2010-03-30T20:29:08+02:0024.01.2010|

Für mich war immer klar, wenn ich von "Pädophilie" spreche, dann meine ich die gedankliche Hingezogenheit zu Kindern. Sobald es die gedankliche Ebene verlässt, wenn also Kinder real missbraucht werden, sollte man nicht mehr von "Pädophilie" sprechen, sondern von "sexuellem Missbrauch" bzw. von "sexueller Gewalt." Ich habe diese Unterscheidung für mich immer klar durchgezogen. Ich bin mir auch keineswegs sicher, ob die Pädophilie (als sexuelle Präferenzstörung) wirklich die Ursache ist, wenn jemand Kinder missbraucht. Ich beweise ja durch mein eigenes Beispiel, dass ich die gedankliche Neigung unter Kontrolle halten kann, wenn man den Willen dazu hat. Die eigentliche Ursache für sexuelle ›››

Unter der Brücke von Miami

Von |2010-01-23T10:03:14+01:0023.01.2010|

Sexualstraftäter müssen in Miami nach der Haftentlassung unter einer Brücke hausen: Sie sind seit 2005 per Gesetz verpflichtet, 750 Meter Abstand von Schu-len und Kindergärten einzuhalten. In der Metropole Miami ist die Julia Tuttle Causeway Brücke der einzige Ort, der ihnen zum Wohnen übrig bleibt: Zurzeit leben dort 50 Männer und eine Frau in Zelten und selbstgebauten Hütten. Für viele Amerikaner ist die Brücke von Miami ein Modellversuch auf der Suche danach, sexuelle Handlungen an Kindern per Gesetz einzudämmen. Die „750-Meter-Bannmeile“ in Miami war die Idee von Ron Book, einem Anwalt, Millionär und Lobbyisten. Er sagt: “Die Mehrheit dieser Männer sind ›››

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Akute Defizite im Umgang der Justiz mit Uwe K.: Deutsche Kinderhilfe fordert schonungslose Aufklärung

Von |2010-01-22T18:00:20+01:0022.01.2010|

Akute Defizite im Umgang der Justiz mit Uwe K.: Deutsche Kinderhilfe fordert schonungslose Aufklärung (Verbandspresse, 22.01.2010 11:55) (Berlin) - Die Deutsche Kinderhilfe fordert die schonungslose Aufklärung des Falles von Uwe K. durch eine Expertenkommission. In der behördlichen Praxis müssen derartige Missstände zukünftig im Interesse eines wirksamen Opferschutzes vermieden und etwaige Strukturdefizite durch Gesetzesänderungen behoben werden. Dieser Fall hat Bedeutung über die Grenzen Berlins hinaus. Der sadistisch veranlagte Karl D., der derzeit in NRW von den Behörden rund um die Uhr überwacht wird, hat Klage gegen seine Überwachung eingereicht. Die bisherigen Instrumentarien für den Umgang mit verurteilten Sexualstraftätern reichen nicht aus, um ›››

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Bieniek-Äußerungen zum Fall Denef – Reaktionen

Von |2012-12-15T20:10:54+01:0022.01.2010|

Delitzsch (red). Zum Interview der Woche vom 16./17. Januar. In dem der Frühere Oberbürgermeister Heinz Bieniek zum Fall Norbert Denef Stellung nahm, erreichten die Redaktion folgende Leser-Reaktionen. Wie berichtet, bemüht sich der Ex-Delitzscher Denef (60), der als Minderjähriger von einem Priester und dem Organisten der katholischen Gemeinde St. Marien sexuell missbraucht worden war, um öffentliche Aufarbeitung seines und des Schicksals anderer Opfer. "Er versucht gar nicht erst, seine damalige Reaktion zu beschönigen" Auf einer Website habe ich diesen Artikel gefunden und er beschreibt die typische Reaktion von erwachsenen Menschen auf die sexuelle Misshandlung von Minderjährigen in ihrem Umfeld so anschaulich, dass ›››

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Bagatellisierung: Er hoffe nur, dass die 14-Jährige den Übergriff schnell verarbeiten könne

Von |2010-01-22T11:03:35+01:0022.01.2010|

Schülerin im Praktikum sexuell bedrängt Artikel aus der vom 22.01.2010 Böblingen Ein Arbeiter ist deshalb zu 15 Monaten Haft verurteilt worden. Von Oliver im Masche Das erste Mal Berufsluft schnuppern wollte eine 14 Jahre alte Schülerin, als sie im vergangenen Sommer eine Woche lang in einer Firma ein Berufspraktikum gemacht hat. Das machen alle Achtklässler der Hauptschulen im Land. Vier Tage lang lernte das Mädchen die Arbeitsabläufe in dem Betrieb im Gewerbegebiet Hulb kennen. Doch am letzten Tag ihres Praktikums verging sich ein 34 Jahre alter Mitarbeiter an der Schülerin. "Ich habe davon bis heute immer wieder Albträume", sagte die Schülerin. ›››

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Bagatellisierung: Schmerzensgeld von je 1000 Euro

Von |2010-01-21T12:45:34+01:0021.01.2010|

Urteil im Sinne der Staatsanwaltschaft Sexueller Missbrauch - sieben Monate auf Bewährung für Arzt Von Evelin Hartmann 21. Januar 2010 "Ich bin froh, dass er endlich verurteilt ist. Trotzdem wäre ein Berufsverbot dringend nötig gewesen", sagte gestern Stefanie H. im Anschluss an die Urteilsverkündung im Prozess um den Arzt Dieter M. am Amtsgericht Tostedt. Tostedt. Richterin Astrid Hillebrenner hatte den Angeklagten in zwei Fällen des sexuellen Missbrauchs unter Ausnutzung eines Behandlungsverhältnisses schuldig gesprochen. Das Urteil: Sieben Monate Freiheitsstrafe ausgesetzt auf Bewährung. Außerdem soll der Tostedter Arzt den beiden Geschädigten Stefanie H. (41) und Beatrice H. (24) ein Schmerzensgeld von je 1000 ›››

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Schauspieler Gabriel Byrne als Kind sexuell missbraucht

Von |2010-01-21T12:38:31+01:0021.01.2010|

Schauspieler Gabriel Byrne als Kind sexuell missbraucht Als Kind wollte er Priester werden. In einer irischen Fernsehshow hat Schauspieler Gabriel Byrne nun erzählt, warum er einen anderen Berufsweg einschlug. Im Alter von elf Jahren sei er während eines Priesterseminars sexuell missbraucht worden. Eine Erfahrung, die ihm bis heute zusetzt. Hamburg - Vor laufender Kamera hat Gabriel Byrne darüber gesprochen, wie er als Kind sexuell missbraucht worden ist. Das Ganze sei während eines vierjährigen Priesterseminars bei den "Christian Brothers" in England passiert, sagte der 59-jährige Schauspieler in der irischen Fernsehshow "The Meaning Of Life". Damals sei er elf Jahre alt und Messdiener ›››

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Die Lieblinge des Priesters

Von |2010-01-21T08:34:08+01:0021.01.2010|

Bamberg: Missbrauchsvorwürfe Die Lieblinge des Priesters 29.07.2009 Von Matthias Drobinski "Nichts als schöne Worte": Ein Jahr nach dem Bekanntwerden der Missbrauchsvorwürfe gegen einen Bamberger Domkapitular leiden die Opfer weiter - und ärgern sich über das Verhalten der Kirche. Der Abend, an dem für Tom Wagner die Vergangenheit wieder zur Gegenwart wurde, ist jetzt ein gutes Jahr her. Anfang Juni 2008 klingelte das Telefon, ein Mann stellte sich vor. "Wir kennen uns nicht", sagte der Mann, "aber sie stehen auf der Liste der Opfer, Ihre Aussage könnte wichtig für uns sein." Georg Beirer heiße er, sagte der Mann. Er sei Psychotherapeut und ›››

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Bagatellisierung: Die Spätfolgen seien nicht abzusehen

Von |2010-01-19T22:37:37+01:0019.01.2010|

Bewährungsstrafe für sexuellen Missbrauch Wesel, 19.01.2010, Michael Turek Wesel. Warum der 54-Jährige es getan hat, dafür hat er keine Erklärung. Es sei ein Alptraum für ihn, sasgt er. Kurz nach der Tat, die sich an einem Tag im Juni 2008 ereignete, hat Dirk M. (Name geändert) ein Geständnis abgelegt. Auch gestern, als er sich wegen sexuellem Missbrauch eines Kindes vor dem Schöffengericht zu verantworten hatte, räumte er die Vorwürfe ohne Umschweife ein. Das hatte er bereits im Vorfeld angedeutet. Somit war der Junge erst gar nicht vorgeladen worden, war seine Aussage nicht notwendig. Bei dem Opfer handelt es sich um den ›››

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Pädophile Priester «Es gibt keine Anzeigepflicht»

Von |2010-01-19T20:12:29+01:0019.01.2010|

Muss die katholische Kirche nicht zwingend die Polizei einschalten, wenn sich einer ihrer Priester an Minderjährigen vergeht? Nein, sagt Franz Riklin, Strafrechtsprofessor an der Universität Freiburg. Beobachter: Ein Priester vergreift sich an einem Kind und ist geständig. Die Diözese, bei der er angestellt ist, sieht von einer Anzeige ab und schickt ihn ins Ausland. Solche und ähnliche Fälle machten in letzter Zeit Schlagzeilen - und die Öffentlichkeit war irritiert, dass die Kirche nicht sofort die Polizei einschaltete. Macht sie sich damit nicht strafbar? Franz Riklin: Nein. Es besteht keine Pflicht, Strafanzeige zu erstatten. Auch nicht für die katholische Kirche. Beobachter: Ist ›››

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Menschenrechte auch für Zwitter!

Von |2010-01-21T08:42:06+01:0019.01.2010|

zwischengeschlecht.org
Menschenrechte auch für Zwitter! P R E S S E M I T T E I L U N G presse_at_zwischengeschlecht.info +41 (0)76 398 06 50 Kosmetische Genitaloperationen an Kindern mit "uneindeutigen" körperlichen Geschlechtsmerkmalen sind massive Menschenrechtsverletzungen. Sie sind medizinisch nicht notwendig und verletzen die höchstpersönlichen Rechte der Kinder. Eltern haben deshalb kein Recht, im Namen ihrer Kinder in eine kosmetische Operation einzuwilligen. Schon allein aufgrund des explizit in der Bundesverfassung festgehaltenen Menschenrechts auf körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung müsste es eigentlich selbstverständlich sein, dass man bei kleinen Kindern nicht ungefragt an gesunden Genitalien irreversible kosmetische Operationen vornimmt. Auch nach medizinethischen Grundsätzen ›››

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Die grosse Wut des Volkes

Von |2010-01-18T16:01:58+01:0018.01.2010|

Kinderschänder kann man nicht hart genug bestrafen - so die vorherrschende Meinung in der Bevölkerung. Eine Initiative will nun das Gesetz verschärfen. Doch sie geht selbst Opferhilfeorganisationen zu weit. Norbert Sommer (Name geändert) war ausser sich: «Ich wollte ihn totschlagen.» Der 42-jährige Solothurner spricht von einem früheren Arbeitskollegen. Dabei kannten sich die beiden gut - der Kollege war zugleich Götti von Sommers Sohn. Dass er auch der Schänder seiner Tochter Sabine war, hatte ihm diese im April des vergangenen Jahres erzählt. «Ich wollte in meiner Wut sofort zu ihm hinfahren. Meine Frau überzeugte mich aber, dass ich besser bei der Polizei ›››

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Schadenersatz: Missbraucht, vergewaltigt, vernachlässigt

Von |2010-01-18T11:40:05+01:0018.01.2010|

17.01.2010 | PHILIPP AICHINGER (Die Presse) Ein Mädchen wurde vergewaltigt. Gutachter und Erstgericht wollten dem Kind wegen seines unglücklichen Vorlebens nur die Hälfte der psychischen Schmerzen zugestehen. Das Höchstgericht widersprach. WIEN. Zu behaupten, die junge Kärntnerin hätte eine schwierige Kindheit hinter sich, wäre noch eine Untertreibung. Mit sieben Jahren wurde sie von zwei zehnjährigen Nachbarskindern in einen Keller gelockt. Eines der Kinder nahm geschlechtliche Handlungen an dem Mädchen vor. Das Mädchen erzählte den Vorfall dem Freund ihrer Mutter. Statt ihr zu helfen, missbrauchte nun aber auch der Mann das Mädchen. Zwei Jahre später sollte sich dieser Vorfall wiederholen. Der Mann wurde deswegen ›››

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Es gibt Kinder in die ich mich verliebt habe

Von |2012-07-18T18:03:52+02:0017.01.2010|

Ausschnitt aus TV.B Stadtgespräch Porträt mit Prof. Klaus Beier - Teil 2 (12.06.2007) Zitat: "...Die Betroffenen wissen genau, welche Medikamente kann ich einsetzen, wie wirken die und die wirken zum Teil sehr stark, dass heißt man kann zusätzlich die sexuellen Impulse herunter regulieren. Die sind dann nicht mehr so stark im Körper, im Gehirn, nicht mehr so präsent und damit haben sie eine weitere gute Schutzmöglichkeit, um eben Kinder zu schützen. Aber mit starken Nebenwirkungen oder? Das ist doch ein Faktor oder kann ich auch die Medikamente bei jedem Betroffenen einsetzen? Es ist ja vor allem Mal entscheidend, dass der Betroffene ›››

„Ich hatte noch ein paar Dinge zu verarbeiten“

Von |2012-12-15T20:11:53+01:0016.01.2010|

(Auszug aus einem Interview mit dem ehemaligen Oberbürgermeister der Stadt Delitzsch, Heinz Bieniek) „Ich hatte noch ein paar Dinge zu verarbeiten“ Sie sind römisch-katholisch. Welche Rolle spielt der Glaube in Ihrem Leben? Der Glaube ist doch etwas sehr intimes. Atheisten glauben bekanntlich auch an was. Ich bezeichne mich als praktizierenden Katholiken. Damit will ich ausdrücken, dass ich mich der katholischen Kirche zugehörig fühle und mich zur christlichen Botschaft bekenne. Das heißt aber nicht, dass ich Dogmatismus gut finde. Ich war ja mal auf dem Weg zum Priestertum. Ich habe diesen Weg aus zweierlei Gründen verlassen. Zum einen wegen des Zölibats, zum ›››

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Thema Vergewaltigung ist in der Türkei tabu

Von |2010-01-16T16:12:48+01:0015.01.2010|

Während Frauenbewegungen in Europa mit staatlicher Unterstützung Krisenzentren für Vergewaltigungsopfer aufbauen, beschäftige sich die türkische Regierung mit diesem Thema so gut wie gar nicht, klagen die Frauen dort. Die Forderungen der Frauenvereine in der Türkei sind eindeutig: Sie wollen ein Gewaltschutzgesetz und Krisenzentren für Vergewaltigungsopfer. Dafür kämpfen die Mitglieder der "Frauenplattform gegen sexuelle Gewalt". Die Frauenrechtsorganisation "Amargi" hat diese Plattform gemeinsam mit 30 Frauenvereinen ins Leben gerufen. Die Dunkelziffer bei Vergewaltigungen gilt in der Türkei als besonders hoch. Ein Gesetz, das es ermöglicht, die Opfer konsequenter zu unterstützen und die Täter zielstrebig zu verfolgen, fehlt bislang. Nur wenige Vergewaltigungen werden angezeigt ›››

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Zur Entscheidung des BGH, Karl D. nicht in Sicherungsverwahrung zu nehmen

Von |2010-01-15T09:48:51+01:0013.01.2010|

» Zur Entscheidung des BGH, Karl D. nicht in Sicherungsverwahrung zu nehmen / Die Politik muss bestehende Lücken dringend schließen (Berlin) – Der heutige (13. Januar 2010) Beschluss des Bundesgerichtshofs, Karl D. auf freien Fuß zu lassen, ist ein juristisch korrekter Beschluss, der nur geltendes Recht anwendet. Durch die Rechtsanwendung ist der als hoch gefährlich eingeschätzte und sadistisch veranlagte Wiederholungstäter, dem mehrere Gutachter eine akute Wiederholungsgefahr attestierten, nun auf freiem Fuß. Aufgrund bestehender Gesetze muss die Polizei zukünftig eine 24-Stunden-Überwachung in Heinsberg aufrecht erhalten. Weiterhin besteht das Risiko, dass wieder Mädchen von Karl D. gequält und missbraucht werden. Auch im Oktober ›››

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Bagatellisierung: Opfer warten auf Anklage

Von |2010-01-13T14:04:00+01:0013.01.2010|

VON KLAUS D. SCHUMILAS Seit fast zwei Jahren liegen Anzeigen gegen einen Turntrainer der TG Neuss vor. Vorwurf: sexueller Missbrauch von kleinen Mädchen. Bis heute ist keine Anklage erhoben worden. Doch jetzt besteht Hoffnung. Ein Turntrainer der TG Neuss soll über einen längeren Zeitraum Kinder sexuell missbraucht haben. Ob es zu einem Gerichtsverfahren kommt, ist unklar. Über einen längeren Zeitraum soll ein Trainer der TG Neuss junge Mädchen während des Turntrainings sexuell missbraucht haben. Diesen Vorwurf haben Eltern im Herbst 2007 erhoben und Anzeige erstattet. Der 55 Jahre alte Trainer ist seitdem nicht mehr für den Verein tätig. Bis heute ist ›››

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Nimm ein blödes Gefühl ernst

Von |2010-01-13T10:33:41+01:0013.01.2010|

Kindesmissbrauch ist stets ein brisantes Thema, das nicht tabuisiert werden darf. Davon ist auch Ju-Jutsu-Jugendtrainerin Annemarie Besold (50) überzeugt. Im Arbeitskreis "Gewaltprävention der Deutschen Ju-Jutsu-Jugend" entstand mit ihr nun das Projekt "Sexuellen Missbrauch im und durch Sport verhindern". Ziel ist es, das Projekt in allen VfL-Sparten anzubieten. n Frau Besold, was war der Anlass, dieses Projekt ins Leben zu rufen? Anlass waren Vorfälle in Sportvereinen in Berlin. Kindesmissbrauch durch erwachsene Ehrenamtliche gibt es in allen Organisationen, die mit Jugendlichen zu tun haben. Wenn es den Tätern zu brenzlig wird, ziehen sie in eine andere Region und machen in einem anderen Bereich ›››

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Auswirkungen – Wissenschaft/Forschung

Von |2012-11-15T22:21:45+01:0011.01.2010|

Zum Thema "Sexueller Missbrauch – Auswirkungen auf das Kind" werden demnächst hier Artikel eingefügt. Gern können Sie daran mitarbeiten. Nachfragen per e-mail an: norbert@denef.com

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Trauma-Opfer wollen verdrängen

Von |2010-01-11T17:11:40+01:0011.01.2010|

Zitat Luise Reddemann (SWR Nachtcafé 17.02.2006): “Also es gibt Forschung die sagt, ungefähr 50 % der TraumaOpfer wollen verdrängen und tun’s auch und fahr’n damit gut und die andere Hälfte will eben nicht verdrängen, will sich auseinandersetzen und dann ist es auch gut.” zum Video

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Fernsehtip – „Sexobjekt Kind“ NDR 45 Min 12.01.2010 um 22:30 Uhr

Von |2010-01-13T18:30:33+01:0011.01.2010|

Jedes Jahr werden in Deutschland schätzungsweise 200.000 Kinder Opfer von sexueller Gewalt. Wie ist eine so hohe Opferzahl in einer Gesellschaft möglich, die doch den Schutz der Kinder für sehr wichtig hält? Dieser Kern-Frage geht die erste Folge der neuen Dokumentations - Reihe „45Min“ im NDR fernsehen, am 12. Januar 2010 um 22:30 Uhr, nach. Auf seiner Spurensuche erhält NDR Autor Sebastian Bellwinkel Antworten, die belegen, dass Politik und Gesellschaft beim Schutz der Kinder an vielen Stellen versagen.

 Die Dokumentation „45Min – Sexobjekt Kind“ hinterfragt unser Strafrecht, zeigt auf, dass Sexualstraftäter im Gerichtsverfahren nicht von Gutachtern auf ihre Gefährlichkeit und Rückfallgefahr ›››

Regierung will Kinder besser vor sexueller Gewalt schützen

Von |2010-01-13T18:31:13+01:0009.01.2010|

Regierung will Kinder besser vor sexueller Gewalt schützen – Gesetzentwurf 2010 geplant Der Aktionsplan zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt und Ausbeutung wird entsprechend der Koalitionsvereinbarung unter der neuen Bundesregierung weiterentwickelt. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung vom 16.12.2009 hervor (BT-Drs. 17/251), die diese auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hin abgab (BT-Drs. 17/92). Danach will die Regierung Mitte 2010 ein entsprechendes Gesetzesvorhaben ins Bundeskabinett einbringen. «Damit sollen Maßnahmen umgesetzt werden, die in Nachfolge des III. Weltkongresses gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen im November 2008 in Rio de Janeiro entwickelt wurden.» Regierung ›››

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Bagatellisierung: Mutter hofft jetzt, dass keine dunklen Stellen in Siegfrieds Seele bleiben

Von |2010-01-08T09:29:55+01:0008.01.2010|

Ein Judo-Trainer aus Bayern hat Buben und Mädchen jahrelang sexuell missbraucht. Gestern schickte ihn das Passauer Landgericht hinter Gitter. Dass es überhaupt zu dem Urteil kam, ist vor allem einem 13-jährigen Buben zu verdanken, der sich der Polizei anvertraute. PASSAU  -  Unter der Dusche seifte er sie ein und fasste ihnen zwischen die Beine. Er schlief mit ihnen in einem Bett, er begrapschte sie. Über mehr als 15 Jahren verging sich Judo-Lehrer Wolfgang D. an acht Buben und einem Mädchen zwischen neun und 15 Jahren. Kinder aus seinem familiären Umfeld, vor allem aber Buben, die zu seinem Judotraining kamen. Am Donnerstag ›››

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Angeklagte muss auch in Zukunft für alle weiteren materiellen und immateriellen Schäden der Tat finanziell gerade stehen

Von |2010-01-08T09:07:01+01:0008.01.2010|

Vier Jahre und zwei Monate für sexuellen Missbrauch SÜDLICHE ORTENAU/FREIBURG. Mit einer Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren und zwei Monaten hat das Landgericht Freiburg gestern den sexuellen Missbrauch und die Vergewaltigung eines zehnjährigen Kindes aus der südlichen Ortenau geahndet. In dieser Strafe enthalten ist auch der unerlaubte Besitz von über 5500 gelöschten kinderpornografischen Bilddateien, die Fahnder auf dem Rechner des Angeklagten sichtbar gemacht hatten. Mit der Tat des 33-jährigen Arbeiters ist für das Kind und seine Eltern im vergangenen Sommer ein Alptraum wahrgeworden. Das Kind war auf dem Heimweg vom Sport auf einem Feldweg von dem Angeklagten angesprochen und unter dem Vorwand, ›››

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Jugendamt-Skandal kommt zu den Akten

Von |2010-01-07T21:33:44+01:0007.01.2010|

Von Christoph Scharf Die Staatsanwaltschaft stellt das Verfahren gegen eine Amts-Mitarbeiterin wegen Verjährung ein. Sie soll in einem Missbrauchs-Fall nicht reagiert haben. Ein Jahr nach Ermittlungsbeginn hat die Bautzener Staatsanwaltschaft jetzt das Verfahren gegen eine Mitarbeiterin des Kreis-Jugendamts eingestellt. Auslöser waren Vorwürfe, das Amt sei in den Neunzigern von Fällen sexuellen Missbrauchs unterrichtet gewesen, habe aber nichts unternommen (siehe Beitrag unten). Bei einem Prozess gegen den Bautzener Dieter K. Ende 2008 hatte die jahrelang missbrauchte Tochter angegeben, das Amt rechtzeitig von den Vorfällen informiert zu haben. Das Landgericht warf daraufhin dem Jugendamt „krasses Versagen“ vor. „Wir halten die Aussage des Mädchens ›››

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Bistum in Kanada wegen sexuellen Missbrauchs verklagt

Von |2010-01-07T21:18:10+01:0007.01.2010|

(sda/afp) Eine Frau hat ein Bistum im Osten Kanadas wegen jahrelangen sexuellen Missbrauchs verklagt. Nach Medienberichten wurde Linda Deschamps nach eigenen Angaben zehn Jahre lang von einem römisch-katholischen Priester sexuell missbraucht. Sie sei als Zwölfjährige in den siebziger Jahren in Shellburne in der Provinz Neuschottland zur Hausarbeit bei ihm eingestellt worden. Im Gegenzug habe sie Essen und Geld erhalten. Den Berichten zufolge wirft sie dem Bistum von Yarmouth sowie dem Erzbischof der Provinzhauptstadt Halifax vor, nichts gegen diese «missbräuchliche Beziehung» unternommen zu haben. Der beschuldigte Priester starb bereits in den achtziger Jahren. Gemäss den Berichten soll der Priester Deschamps angedroht haben, ihr das Essen ›››

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Missbrauch schwächt das Immunsystem

Von |2012-11-15T22:20:55+01:0006.01.2010|

27.01.2009 Von Werner Bartens Misshandlungen wirken sich nicht nur auf die Seele der Kinder aus. Nach einer schweren Kindheit ist auch das Immunsystem Jahre später noch geschwächt. Manche Verwundungen bleiben ein Leben lang. Wer Opfer einer Misshandlung, eines Unglücks oder einer anderen Traumatisierung geworden ist, hat mit den seelischen Auswirkungen oft Jahrzehnte zu kämpfen – solche Erfahrungen verblassen nie ganz. Von „Geistern aus der Kinderstube“, die immer wieder zurückkehren, sprechen Psychologen und meinen damit in erster Linie die langfristigen Folgen für das Gemüt. Schlimme Erfahrungen in der Kindheit hinterlassen jedoch nicht nur Narben in der Seele, sondern auch im Körper. ›››

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Bistum schützt Kerkhoff

Von |2010-01-05T11:03:49+01:0005.01.2010|

von Peter Korall Hat der aus Willich stammende Geistliche Kinder missbraucht? In Aachen liegen dazu keine Erkenntnisse vor. Gegen Pfarrer Georg Kerkhoff werden Vorwürfe erhoben. Willich/Kreis Viersen. Der Fall des Pfarrers Georg Kerkhoff zieht Kreise. Und wirft Fragen auf, drängende Fragen. Was wusste die Kirche? Warum reagierte das zuständige Bistum Aachen so spät? Wie sahen betroffene Eltern das Verhältnis des Geistlichen zu ihren Kindern? „Ich fand, dass er ein ganz moderner Geistlicher war“, sagt der Vater des heute 20-jährigen Moritz. Der junge Mann aus einer Kleinstadt im Kreis Viersen hatte über eine ganze Weile näheren Kontakt zu Kerkhoff, hatte sich allerdings ›››

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Sachsensumpf: Kritiker Jürgen Roth droht Gefängnis

Von |2010-01-02T10:19:19+01:0002.01.2010|

Dem Enthüllungsjournalisten Jürgen Roth (64) aus Frankfurt (Main) droht eine zweimonatige Gefängnisstrafe, wenn er nicht 60 Tagessätze an die sächsische Justizkasse zahlt. Das Amtsgericht Leipzig verurteilte Roth (Mafialand Deutschland, Eichborn Verlag) am 25. November 2009 zu dieser Strafe, weil er es gewagt hatte, in einem Blogbeitrag auf seiner Internetseite eine Staatsanwältin zu kritisieren, die 13 Jahre lang am laufenden Band Ermittlungsverfahren gegen den Leiter einer Leipziger Kampfsportschule wegen Kindesmissbrauchs eingestellt haben soll. 27 Anzeigen niedergeschlagen 27 Mal hätten, laut Roths Anwalt, Armin Golzem aus Frankfurt am Main, Eltern von Sportschülerinnen vergeblich den türkischstämmigen Taekwondo-Trainer Etem Sarac (48) aus Leipzig wegen Missbrauchs, ›››

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Haft für ehemaligen Erzbischof in Argentinien wegen Missbrauchs

Von |2010-01-01T21:44:44+01:0001.01.2010|

Haft für ehemaligen Erzbischof in Argentinien wegen Missbrauchs an Seminaristen. Der Papst drängte ihn einst zum Rücktritt, aber bis heute hält der 73-Jährige an seiner Unschuld fest. VON JÜRGEN VOGT In Argentinien ist der ehemalige katholische Erzbischof Edgardo Gabriel Storni zu acht Jahren Gefängnis verurteilt worden. Ein Gericht in der nordöstlichen Provinz Santa Fe befand den katholischen Geistlichen des schweren sexuellen Missbrauchs des Seminaristen Rubén Descalzo im Jahr 1992 für schuldig. Storni war von 1984 bis 2002 Bischof der Provinz Santa Fe und hatte "seine Stellung und Autorität" für die Tat ausgenutzt, zudem "handelte er in totaler Straflosigkeit," so die Richterin ›››

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