MISSBRAUCH: „Er hat meine Seele getötet“

Von |2012-12-15T20:05:34+01:0005.02.2010|

Ein Pfarrer vergriff sich über Jahre hinweg an Norbert Denef / Das Opfer leidet noch heute Norbert Denef kann verstehen, warum die Opfer am Berliner Canisius-Kolleg so lange geschwiegen haben. Was der Missbrauch anrichtet und warum er die Aufklärung der Kirche für „Theater“ hält, erklärt Denef im Gespräch mit Antje Hildebrandt. MAZ: Wundert es Sie, dass der Rektor des Canisius-Kollegs, Klaus Mertes, erst jetzt über Missbrauchsfälle aus den siebziger Jahren informiert hat? Norbert Denef: Nein, dieses Schema ist typisch. Erst versucht man, diese Fälle zu verschweigen, zu vertuschen. Man geht erst nach draußen, wenn man schon mit dem Rücken zur Wand ›››

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Anwalt prüft Sammelklage gegen Jesuiten in USA

Von |2010-02-04T18:42:20+01:0004.02.2010|

sueddeutsche.de erschienen am 04.02.2010 Berlin (dpa) - Ein Anwalt von Opfern des sexuellen Missbrauchs am Berliner Canisius-Gymnasium will eine Sammelklage gegen den Jesuiten- Orden in den USA prüfen. «Sollte sich bestätigen, dass ehemalige Schüler die amerikanische Staatsbürgerschaft haben, wäre eine Sammelklage in den USA, anders als in Deutschland, möglich». Das sagte Rechtsanwalt Lukas Kawka der dpa. Die finanziellen Konsequenzen würden dann für den Jesuitenorden desaströs sein. Kawka vertritt nach eigenen Angaben Opfer des Missbrauchs. Quelle: http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/926124

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Klage gegen Canisius-Gymnasium

Von |2010-02-04T13:52:56+01:0004.02.2010|

bild.de/BILD/Newsticker Donnerstag, 04. Februar 2010 Im Skandal um sexuellen Missbrauch am Berliner Canisius-Kolleg bereitet die Opferanwältin Manuela Groll eine Zivilklage gegen die Schule vor. „Ich halte die Aussichten für sehr erfolgreich“, sagte die Familienrechtsanwältin im RBB-Sender Radio Eins. „Die strafrechtliche Verjährung dürfte eingetreten sein, aber die zivilrechtliche Verjährung, die dürfte noch nicht eingetreten sein“, sagte Groll. Am Berliner Canisius-Kolleg sollen zwei Jesuitenpater zwischen 1975 und 1983 mindestens 20 Schüler missbraucht haben. Die damalige Schulleitung habe trotz Anzeichen und Hinweisen die Schädigung weiterer Opfer nicht verhindert. „Und da befinden wir uns in einem Rahmen, wo Ansprüche durchsetzbar sind und wo wir auch ›››

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„Wir müssen jetzt nach vorne schauen!“

Von |2010-02-05T09:25:29+01:0004.02.2010|

Pressemitteilung Katholische Elternschaft Deutschlands (KED) KED: „Wir müssen jetzt nach vorne schauen!“ Missbrauchsfälle an katholischen Schulen dürfen weder Klischees noch Verdrängung fördern Bonn, 04. Februar 2010 – Die Katholische Elternschaft Deutschlands (KED) ist erschüttert über die bekannt gewordenen Missbrauchsfälle am Canisius-Kolleg in Berlin und an anderen katholischen Schulen. ›››

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Leute, erzählt Eure Lebensgeschichte

Von |2012-11-15T17:05:33+01:0004.02.2010|

Hallo, Ihr alle!!! Am vorletzten Sonntag hat uns unsere Tochter angerufen. Wir sollten doch bitte mal zu ihr kommen. Sie müsste mal mit uns reden. Wir fuhren hin, ca. 25 km, kein Problem. Während der Fahrt unterhielten wir uns, meine Frau und ich, was unsere Tochter uns wohl zu sagen hat. Wir dachten, dass ihre Beziehung auseinander geht oder ähnliches.... Bei ihr angekommen, erzählte uns ihr Lebensgefährte, weil sie selbst nicht in der Lage war - was zu verstehen ist - dass sie vor 17 Jahren missbraucht wurde. Es war wie ein Schlag ins Gesicht... Und das Schlimme ist, der Täter ›››

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„Er hat meine Seele getötet“

Von |2012-12-15T20:06:16+01:0004.02.2010|

Interview Norbert Denef leidet heute noch unter den Spätfolgen des sexuellen Missbrauchs durch einen Priester. Als Kind wurde Norbert Denef (60) jahrelang von einem Priester und einem Organisten im sächsischen Delitzsch missbraucht. Unter den Spätfolgen leidet er noch heute. Im Gegensatz zu den meisten anderen Opfern hatte er Beweise. Damit konnte er die katholische Kirche drängen, ihn finanziell für seinen Leidensweg zu entschädigen - hierzulande wohl ein einmaliger Fall. Doch dem Familienvater reicht das nicht. Er kämpft weiter - dafür, dass der Gesetzgeber das Strafrecht insofern ändert, als die Opfer auch Jahre später noch Ersatzansprüche geltend machen können. Von der Diskussion ›››

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Dürfen Sexualdelikte verjähren?

Von |2012-10-22T16:30:03+02:0003.02.2010|

Radio BAYERN 2 Tagesgespräch am 04.02.2010 „Das Fatale an der Verjährungsfrist zeigt sich hier in seiner ganzen Tragik“, sagt Georg Ehrmann von Deutschen Kinderhilfe zu den Fällen von sexuellem Missbrauch am Berliner Canisius-Kolleg und anderen Einrichtungen der Jesuiten. Was ehemaligen Patern vorgeworfen wird, liegt weit zurück. Zu weit für eine Strafe? ›››

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schwarze Masken und so…

Von |2012-11-15T17:04:45+01:0003.02.2010|

Guten Tag Herr Denef, wir haben vor langer Zeit mal miteinander geschrieben. Da habe ich Ihnen erzählt, dass auch ich missbraucht wurde. Über ca. sieben Jahre… Mit Programm. Punkte setzen und so. ›››

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Kindesmissbrauch in der Kirche: „Papst wollte mir Schuldgefühle einreden“

Von |2012-12-15T20:06:54+01:0003.02.2010|

Norbert Denef wurde als Kind jahrelang von einem Pfarrer missbraucht. Im stern.de-Interview erzählt er, wie die Kirche versuchte, ihn zum Schweigen zu bringen. Norbert Denef Norbert Denef wurde in den 50er und 60er Jahren von einem katholischen Pfarrer und einem weiteren Kirchenangestellten missbraucht. Jahrelang musste er für die Anerkennung seines Leids durch die Kirche kämpfen. Über sein Schicksal hat Denef ein Buch geschrieben. Weitere Infos auf seiner Homepage: http://norbert.denef.com/. Herr Denef, hat das Vertuschen von Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche Methode? Zumindest herrscht in der Kirche ein System des Schweigens. Über sexualisierte Gewalt spricht man nicht, und die Opfer werden nicht ›››

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Zivilklage als letztes Mittel

Von |2010-02-03T07:26:43+01:0003.02.2010|

Warum Missbrauch oft ohne juristische Folgen bleibt und Mitwisserschaft nur schwer zu beweisen ist Werner van Bebber 3.2.2010 Am Tiergartener Canisius-Kolleg sollen zwei dort unterrichtende Patres Schüler missbraucht haben. Die Vorfälle, die erst vor kurzem öffentlich bekannt geworden sind, sollen sich in den Jahren 1975 bis 1983 zugetragen haben. Von mehr als zwanzig Fällen ist inzwischen die Rede. DIE BESCHULDIGTEN Im Mittelpunkt des Skandals stehen zwei Patres: Wolfgang S. unterrichtete von 1975 bis 1979 Deutsch, Religion und Sport am Kolleg; danach wechselte er an die Sankt-Ansgar-Schule in Hamburg. Auch dort haben ehemalige Schüler jetzt Missbrauchsvorwürfe erhoben. Pater S. wechselte 1982 an ›››

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Deutsche Kinderhilfe fordert Debatte über Verjährungsfristen

Von |2010-02-04T21:54:58+01:0002.02.2010|

Pressemitteilung Deutsche Kinderhilfe fordert Debatte über Verjährungsfristen – Zivilrechtliche Fristen müssen vollständig entfallen – Angesichts des immer weiter Kreise ziehenden Missbrauchsskandals an diversen katholischen Schulen fordert die Deutsche Kinderhilfe im Interesse der Betroffenen eine offene Debatte über den offenkundigen Schaden, den die derzeit geltenden Verjährungsfristen für die Betroffenen anrichten. Neben der strafrechtlichen Verfolgungsverjährung von maximal 20 Jahren, bei der es um den gesellschaftlichen Anspruch geht, Straftaten zu sühnen, geht es bei den zivilrechtlichen Fristen um die Ansprüche, die den Betroffenen gegenüber den Tätern und die hinter den Tätern stehenden Institutionen zustehen. ›››

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Fernsehtip: ZDF – Markus Lanz Talkshow, am 3.02.2010 um 23:15 Uhr

Von |2012-11-16T18:49:21+01:0002.02.2010|

Diskussionsrunde zum Thema: Sexualisierte Gewalt - Auswirkungen für die Opfer Teilnehmer sind u.a.: Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke, Hamburg Norbert Denef, Scharbeutz (aus redaktionellen Gründen wird das Thema auf einen späteren Zeitpunkt verschoben)

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Das Schweigen der Hirten

Von |2012-12-15T20:07:36+01:0002.02.2010|

Missbrauch in der katholischen Kirche Das Schweigen der Hirten Von Jörg Schindler Berlin. Im Herbst 2002 mochten auch die deutschen Bischöfe nicht länger wegsehen. Nach einer Serie von Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche sahen sich die Hirten gezwungen, hierzulande zu reagieren. Gerade erst war im Vatikan, ausgelöst durch beschämende Skandale in den USA, ein Krisengipfel zuende gegangen. Weil auch deutsche Priester immer wieder in die Schlagzeilen geraten waren, beschloss die Bischofskonferenz, zu handeln. Sieben Jahre nach ihren Amtskollegen aus den Niederlanden, sechs Jahre nach Österreichs Bischöfen und eineinhalb Jahre nach ihren südafrikanischen Glaubensbrüdern veröffentlichten sie Leitlinien zum "Vorgehen bei sexuellem Missbrauch ›››

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Kritik an der katholischen Sexualmoral

Von |2010-02-02T09:39:15+01:0002.02.2010|

02. Februar, 2010 Kirchenkritikerin Ranke-Heinemann: Zölibat begünstigt Missbrauch Berlin (ddp-bln). Die Kirchenkritikerin Uta Ranke-Heinemann hält sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche für “symptomatisch”. Im Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen am Berliner Canisius-Kolleg und an anderen Jesuitenschulen kritisierte sie die Sexualmoral der Kirche: “Die Zwangsentsexualisierung von Priestern durch das völlig unnatürliche Zölibat wird weiterhin solche Vorfälle begünstigen”, sagte sie der Nachrichtenagentur ddp. Dass bei derartigen Missbrauchfällen häufig männliche Kinder und Jugendliche betroffen sind, führt sie auf die Unterdrückung der Frau in der katholischen Kirche zurück: “Die Vertreibung der Frau ist geglückt, die Entsexualisierung hingegen nicht. Das hat zur Folge, dass im Klerus überproportional ›››

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Justizpanne – Polizei muss freigelassenen Sextäter überwachen

Von |2010-02-01T17:18:17+01:0001.02.2010|

Weil die Essener Staatsanwaltschaft eine Frist verschlief, kam ein mehrfach vorbestrafter Sexualstraftäter wieder auf freien Fuß. Die Polizei muss den 62-Jährigen nun beobachten - und die Anklagebehörde will eine "Schwachstellenanalyse" betreiben. Düsseldorf - Wegen einer Justizpanne befindet sich ein mehrfach vorbestrafter Sexualverbrecher in Nordrhein-Westfalen wieder auf freiem Fuß - und muss nun von der Polizei beobachtet werden. Der Mann wurde Anfang Januar aus dem Gefängnis entlassen, weil die Staatsanwaltschaft Essen es versäumt hatte, rechtzeitig Sicherungsverwahrung für den 62-Jährigen zu beantragen. Der Wiederholungstäter war vom Landgericht Essen im Jahr 2003 wegen schweren Raubes, gefährlicher Köperverletzung und sexuellen Missbrauchs zu einer siebenjährigen Haftstrafe ›››

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Canisius-Schüler verübte Mordanschlag auf Pater

Von |2010-02-01T17:05:57+01:0001.02.2010|

Montag, 1. Februar 2010 Auf Pater Peter R. ist Anfang der 80er-Jahre ein Mordanschlag verübt worden. Dies hat jetzt das Bistum Hildesheim bestätigt, wo R. zu jener Zeit in einer Pfarrgemeinde für die Jugendarbeit zuständig war. Der Täter soll ein ehemaliger Schüler des Berliner Elite-Gymnasiums Canisius-Kolleg gewesen sein. Kurz darauf nahm er sich das Leben. Auf den des systematischen sexuellen Missbrauchs an Schülern des Canisius-Kollegs verdächtigten Pater Peter R. ist Anfang der 80er-Jahre ein Mordanschlag verübt worden. Diesen bisher nur von ehemaligen Schülern verbreiteten Vorfall hat das Bistum Hildesheim jetzt bestätigt. „Es gab einen Messerangriff auf Peter R.“, sagte Bistumssprecher Michael ›››

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