Jahrmarkt der menschlichen Eitelkeiten

Von |2014-06-03T18:01:42+02:0030.04.2014|

Die Odenwaldschule hat angeblich einen neuen Verdachtsfall. Offenbar soll es sich dabei um denselben Lehrer handeln der erst vor wenigen Tagen zugegeben hatte, "kinderpornografisches Material" besessen zu haben. Schüler hatten sich schon 2013 über den Pädagogen beschwert. Den Fall öffentlich gemacht, hat aber die Schule erst als die Medien berichteten. Ein Kommentar von Hamlet Abseits von den Fragestellungen, die der Odenwaldschule nun sowieso unumgänglich auferlegt sind (drückt sich im kindeswohlgefährdend aus), ist es inzwischen eine pädagogische Fahrlässigkeit, um nicht zu sagen ein pädagogisches Verbrechen, junge Menschen, – viele sind durchaus glücklich dort, waren auch viele zu unserer Zeit -, “abgestempelt” auf ihre weitere ›››

Neuer Verdachtsfall an der Odenwaldschule

Von |2014-06-06T06:18:15+02:0029.04.2014|

An der Odenwaldschule soll es einen weiteren Vorfall gegeben haben. Erst vor wenigen Tagen hatte ein Lehrer zugegeben, Kinderpornografie besessen zu haben. Heppenheim - Hat es an der Odenwaldschule einen weiteren Vorfall gegeben? Der Schulleiter spricht der Nachrichtenagentur dpa zufolge von einem neuen Verdachtsfall. Weitere Details wurden sollten erst am Mittwoch bekanntgegeben werden. Die Staatsanwaltschaft sei informiert, hieß es vonseiten der Schule weiter. Seit Montag sei man über den Vorfall informiert. Es werde geprüft, ob die Vorwürfe strafrechtlich relevant seien. Weiter lesen... Mehr auf netzwerkB: “Sperrt den Laden endlich zu!”

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„Sexueller Missbrauch darf nicht verjähren“

Von |2014-06-06T05:57:39+02:0029.04.2014|

Norbert Denef setzt sich für die komplette Abschaffung der Verjährungsfristen bei Sexualstraftaten ein. Der Vorsitzende des "netzwerkB" ist selbst Missbrauchsopfer und kämpft auf politischer Ebene für die Rechte der Betroffenen. Herr Denef, Justizminister Heiko Maas hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, um Kinder besser vor Pornografie und Missbrauch zu schützen. Hat er die Interessen der potenziellen Opfer ausreichend berücksichtigt? Der Gesetzentwurf ist ein Verrat an den Interessen der Opfer. Sexueller Missbrauch darf nicht verjähren! Noch im Jahr 2010 hatte mir Heiko Maas - damals Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion im Saarland - geschrieben, "Kindesmissbrauch ist eines der schlimmsten Verbrechen überhaupt. Es darf nicht sein, dass ›››

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Außer Spesen nichts gewesen!

Von |2015-04-05T08:08:47+02:0029.04.2014|

Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, äußerte sich am 29. April 2014 in Berlin zu seiner Agenda bis 2018. Aus unserer Erfahrung heraus diente die Stelle des Bundesmissbrauchsbeauftragten nur dem Hinhalten der Betroffenenverbände, damit am Runden Tisch Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich die großen Täterorganisationen ihre Vorstellungen von einer täterfreundlichen Welt durchsetzen konnten. Wir halten die Ergebnisse des Runden Tisches für komplett unbrauchbar. Der "Fond sexueller Missbrauch" hat zum Ziel, diejenigen Organisationen, die Täter beschäftigten und dies immer noch tun, aus ihrer Verantwortung zu entlasten. Hierfür ist ein einmaliger Betrag vorgesehen, um ›››

netzwerkB Interview mit Detlef Seif, MdB

Von |2014-05-03T07:11:37+02:0028.04.2014|

Abschaffung von Verjährungsfristen bei sexueller Gewalt  Am 12. März 2014 hat netzwerkB Detlef Seif, MdB, Mitglied des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz (CDU/CSU), folgende Fragen gestellt (als PDF herunterladen): netzwerkB: In Deutschland verjähren Sexualstraftaten an Minderjährigen nach einer bestimmten Frist, und zwar bei schweren Sexualstraftaten nach 20 Jahren, bei einfachen Sexualstraftaten schon nach 10 Jahren. Danach ist keine Strafverfolgung mehr möglich. Über diese Verjährungsfristen wird derzeit öffentlich diskutiert. Was ist Ihre persönliche Meinung: Sollten für solche Straftaten weiterhin Verjährungsfristen gelten oder sollten solche Straftaten niemals verjähren? Antwort: netzwerkB: Heiko Maas fordert die Verjährungsfristen für sexuellen Missbrauch aufzuheben. Er ist der Meinung, ›››

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„Jedes Tierheim mit so viel Gewalt wäre geschlossen worden“

Von |2014-06-06T05:57:13+02:0028.04.2014|

Ein neues Buch warnt davor, die Missbrauchsfälle an der Odenwaldschule als "peinlichen Betriebsunfall" abzutun. Die Autoren gehen noch weiter und stellen die Ideen der Reformpädagogik grundsätzlich infrage - so auch das Postulat einer "Nähe" zum Kind. Von Tanjev Schultz Durch den Missbrauchsskandal an der Odenwaldschule ist die gesamte Reformpädagogik in die Defensive geraten. Der Zürcher Pädagogik-Professor Jürgen Oelkers tut sich als besonders hartnäckiger Kritiker hervor. Er attackiert die Wohlfühl-Rhetorik von Reformpädagogen, die für eine "kinderfreundliche" Schule kämpfen. Mit seinem Kollegen Damian Miller hat er einen Sammelband herausgegeben, der durch die jüngsten Ereignisse an der Odenwaldschule zusätzliche Brisanz gewinnt. Weiter lesen...

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Papst Johannes Paul II.: Ist er mit Schuld am Leid von Missbrauchsopfern?

Von |2014-06-06T05:56:50+02:0026.04.2014|

Papst Johannes Paul II. soll mit schuld sein am Leid von Missbrauchsopfern. Der Vatikan dementiert. Nun soll der verstorbene Papst heilig gesprochen werden. Kritiker werden laut. Von Julius Müller-Meiningen Vor der Heiligsprechung Johannes Pauls II. am Sonntag in Rom wird international Kritik laut. So geht etwa ein deutsches Missbrauchsopfer mit dem früheren Papst hart ins Gericht: Norbert Denef. Denef macht seit Jahren auf Verfehlungen von Geistlichen aufmerksam, die sich an Kindern vergangen haben. Nun sagt er im Gespräch mit unserer Zeitung: „Johannes Paul II. war in seiner Amtszeit verantwortlich für das Verschweigen, Verleugnen und Vertuschen von sexualisierter Gewalt. Auch Karol Wojtylas Nachfolger ›››

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„Es ist wie Salz in tiefen Wunden“

Von |2014-06-06T05:56:16+02:0026.04.2014|

Norbert Denef (64) wurde als Kind und Jugendlicher von einem Priester missbraucht. Heute leitet er einen der größten Opferverbände in Deutschland, das Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt. Im Gespräch mit SZ-Mitarbeiter Julius Müller-Meiningen kritisiert er die Heiligsprechung von Papst Johannes Paul II.. Dieser habe jahrelang die Verbrechen in seiner Kirche vertuscht. Weiter lesen... Mehr auf netzwerkB: Täterschützer wird Heilig gesprochen

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„Heiligsprechung tut einfach weh“

Von |2014-06-03T16:47:18+02:0026.04.2014|

Norbert Denef suchte nach jahrelangem Missbrauch Hilfe bei Papst Johannes Paul II. Das Gespräch führte Julius Müller-Meiningen Bis ins Alter von 16 Jahren wurde Norbert Denef in seiner Heimatstadt Delitzsch regelmäßig von einem Priester sexuell missbraucht. Später wollte der heute 64 Jahre alte ehemalige Messdiener an die Öffentlichkeit gehen. Der Bischof von Magdeburg bot ihm im Jahr 2003 eine Entschädigung in Höhe von 25 000 Euro an, unter der Bedingung, dass Denef nichts von dem Vorfall preisgibt. Daraufhin wandte sich der Katholik mit der Bitte um Hilfe an Papst Johannes Paul II. Der antwortete in einem persönlichen Brief, er werde Denef in ›››

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„Wie Salz in tiefen Wunden“

Von |2014-04-28T21:23:27+02:0025.04.2014|

Norbert Denef wurde von einem Priester missbraucht und kritisiert die Heiligsprechung von Johannes Paul II. Herr Denef, mit welchem Gefühl blicken Sie auf die Heiligsprechung von Johannes Paul II. am Sonntag auf dem Petersplatz in Rom? Denef: Das tut einfach weh. Das ist wie Salz in tiefen Wunden, die immer noch offen sind. Mein Fall beweist, dass Johannes Paul II. hauptverantwortlich für das Vertuschen und Verschweigen vieler Verbrechen ist. Was ist Ihnen passiert? Meine persönliche Geschichte ist nicht wichtig, aber ein Fall, der stellvertretend für viele andere steht. Ich wurde bis zu meinem 16. Lebensjahr von einem Priester sexuell missbraucht, bis ›››

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Heiligsprechung von Johannes Paul II.

Von |2014-06-02T15:57:22+02:0025.04.2014|

Das Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt (netzwerkB) kritisiert die für Sonntag, 27.04.2014, in Rom geplante Heiligsprechung Karol Wojtylas. „Johannes Paul II. war in seiner Amtszeit verantwortlich für das Verschweigen, Verleugnen und Vertuschen von sexualisierter Gewalt“, sagt Denef. Auch mit Wojtylas Nachfolger, dem deutschen Joseph Ratzinger, der als Präfekt der Glaubenskongregation die rechte Hand Wojtylas war und als Papst immer wieder für seinen vorbildlichen Umgang mit dem Missbrauchsskandal gelobt wurde, geht Denef hart ins Gericht: „Um dem Ansehen der Kirche nicht zu schaden, wurden lieber die Verbrecher geschützt, anstatt den geschändeten Kinderseelen zu helfen.“ Johannes Paul II, sowie Benedikt XVI. seien die ›››

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Kontroverse um Heiligsprechung von Johannes Paul II.

Von |2014-05-29T21:46:45+02:0025.04.2014|

Bis ins Alter von 16 Jahren wurde Norbert Denef in seiner Heimatstadt Delitzsch regelmäßig von einem Priester sexuell missbraucht. Später wollte der heute 64 Jahre alte ehemalige Messdiener an die Öffentlichkeit gehen. Der Bischof von Magdeburg bot ihm im Jahr 2003 eine Entschädigung in Höhe von 25 000 Euro an, unter der Bedingung, dass Denef nichts von dem Vorfall preisgibt. Daraufhin wandte sich der Katholik mit der Bitte um Hilfe an Papst Johannes Paul II. Der antwortete in einem persönlichen Brief, er werde Denef in sein Gebet aufnehmen. Außerdem solle er Gott um Beistand für seine „innere Heilung und um die ›››

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Kritik an Heiligsprechung: „Verbrecher geschützt“

Von |2014-05-29T08:26:23+02:0025.04.2014|

Sexuellen Missbrauch vertuscht: Kritik an der Heiligsprechung von Johannes Paul II. DELITZSCH. Bis zum 16. Lebensjahr wurde Norbert Denef in seiner Heimatstadt Delitzsch von einem Priester sexuell missbraucht. Der Katholik wandte sich Hilfe suchend an Papst Johannes Paul II. Der antwortete in einem persönlichen Brief, er werde Denef in sein Gebet aufnehmen. 2010 gründete der gebürtige Sachse das Netzwerk der Opfer sexualisierter Gewalt netzwerkB und kritisiert die am Sonntag in Rom stattfindende Heiligsprechung Karol Wojtylas. "Johannes Paul II. war in seiner Amtszeit verantwortlich für das Verschweigen, Verleugnen und Vertuschen von sexualisierter Gewalt", sagt Denef. Auch mit Wojtylas Nachfolger, dem deutschen Joseph ›››

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„Ein Mann, der in einer moralischen Krise wegschaute“

Von |2014-05-28T18:39:47+02:0025.04.2014|

An der Heiligsprechung Johannes Pauls II. wird Kritik laut: Hat er sexuellen Missbrauch Jugendlicher durch Kirchenangehörige verschwiegen? Rom – Bis ins Alter von 16 Jahren wurde Norbert Denef in seiner Heimatstadt Delitzsch regelmäßig von einem Priester sexuell missbraucht. Später wollte der heute 64 Jahre alte ehemalige Messdiener an die Öffentlichkeit gehen. Der Bischof von Magdeburg bot ihm im Jahr 2003 eine Entschädigung in Höhe von 25 000 Euro an, unter der Bedingung, dass Denef nichts von seiner Geschichte preisgebe. Daraufhin wandte sich der Katholik mit der Bitte um Hilfe an Papst Johannes Paul II. Der antwortete in einem persönlichen Brief, er werde ›››

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Schließt die Odenwaldschule!

Von |2014-05-27T18:46:05+02:0024.04.2014|

An diesem Ort wird nie wieder Normalität herrschen. VON THOMAS KERSTAN Wieder einmal ist die Odenwaldschule im hessischen Heppenheim in die Schlagzeilen geraten: Ein Lehrer der Schule steht im Verdacht, pornografische Bilder von Kindern besessen zu haben. Die Polizei hat am 9. April seine Wohnung durchsucht und mögliche Beweisstücke sichergestellt. Die Leitung der Schule hat ihm inzwischen fristlos gekündigt und Hausverbot erteilt. Um es deutlich zu sagen: Der Vorfall hätte auch an jeder anderen Schule und an jedem anderen Internat geschehen können. Keine noch so ausgefeilte Personalauswahl und keine wachsame Schulleitung können eine Schule sicher gegen Pädokriminelle abschotten. Aber die Odenwaldschule ist ›››

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Für eine Strafverfolgung ist es oft zu spät

Von |2014-05-20T08:45:19+02:0024.04.2014|

Von Christoph Lüttgen BONN.  Im Strafrecht gilt der Grundsatz: Je schwerer ein Delikt mit Strafe bedroht ist, desto länger kann es geahndet werden. Für Straftaten aus dem Bereich des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen sieht das Strafgesetzbuch Verjährungsfristen zwischen fünf und 30 Jahren vor. In den meisten Fällen gelten die Taten jedoch nach zehn bis 20 Jahren als verjährt. Zwar hat der Gesetzgeber den Beginn der Verjährungsfristen im vergangenen Jahr vom 18. aufs 21. Lebensjahr des Opfers heraufgesetzt. Dennoch müssen Betroffene häufig feststellen, dass ihnen die Rechtsordnung keinen Weg mehr zur gerichtlichen Aufklärung und Anerkennung des ihnen zugefügten Unrechts bietet. Denn ›››

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Täterschützer wird Heilig gesprochen

Von |2014-07-08T19:02:38+02:0022.04.2014|

Der Vatikan plant am 27. April 2014 die Heiligsprechung von Johannes Paul II. Norbert Denef, Sprecher des Netzwerks Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V., kurz netzwerkB, nimmt hierzu wie folgt Stellung: Im Jahr 2003 bat ich Johannes Paul II. um Hilfe, weil der Bischof von Magdeburg mich mit 25.000 Euro zum Schweigen zwingen wollte. Am 27. April 2004 kam die Antwort: "Papst Johannes Paul II. nimmt ihr Anlegen in sein Beten hinein und ermutig Sie, den Allmächtigen Gott um seinen starken Beistand für Ihre innere Heilung und um die Kraft der Vergebung zu bitten." Daraufhin versuchte ich mir das Leben zu nehmen. Johannes ›››

Ganz, ganz lieben Gruß an alle Kämpfer

Von |2014-04-24T14:54:44+02:0021.04.2014|

Mittlerweile kann ich diese ganzen Meldungen nicht mehr ertragen. Mein Täter war mein Vater mit Unterbrechungen von meinem ca. 7. bis zum 21.Lebensjahr, wobei ich ihn beim letzten Mal fast mit einem Kerzenständer erschlagen hätte. Mittlerweile ist er Gott sei Dank verstorben, das Leid geht aber weiter, auch bei meiner Schwester, die er zwar nie angefaßt hat, aber alles mitgekriegt hat und mich oft gerettet hat. Ich möchte meinen Abmeldung damit begründen, daß ich seit einem Jahr an Rachenkrebs erkrankt bin (somit nur durch eine Kanüle sprechen und über eine Magensonde essen kann) und einfach alle Kraft für meine einigermaßene Genesung ›››

Bin schon richtig alt; Vorkriegsware

Von |2014-04-28T19:38:06+02:0021.04.2014|

Guten Tag, ich lebe in Fernost, bin schon richtig alt; Vorkriegsware. Ich wurde auch sexuell missbraucht. Als ich kräftiger war, habe ich dieses Schwein richtig verprügelt. So wurde ich die belästigende Last erst ein Mal los. Meine Eltern schimpften mich und bestraften mich, weil ich "den netten jungen Mann" einfach zusammengeschlagen hatte. Die lieben Eltern hätten mich kaum verstanden. Denn über Sexualität wurde nie gesprochen. Dazu war keine Möglichkeit. Die Kriegsereignisse in einer Großstadt, ausgebombt sein, Evakuierung, Kriegsgefangenschaft des Vater und seine spätere Rückkehr, die Hamsterzeit und der Aufbau (unsere Mütter und wir mussten Steine klopfen und mehr) sowie die Existenzangst ›››

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„Sperrt den Laden endlich zu!“

Von |2014-05-02T09:29:46+02:0019.04.2014|

Der hundertfache Missbrauch der vergangenen Jahre ist noch nicht aufgearbeitet, erneut hat die Odenwaldschule wieder einen Skandal: Ein Mathematik-Lehrer steht unter „Kinderporno-Verdacht“. Er betreute auch eine Wohngruppe. Andreas Huckele, Mitglied im Beirat des Netzwerks Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V., kurz netzwerkB, nimmt hierzu wie folgt Stellung: "Sperrt den Laden endlich zu", war alles, was ich vor zwei Jahren in meiner Dankesrede anlässlich der Verleihung des Geschwister-Scholl-Preises an mich zur Odenwaldschule noch zu sagen hatte. Täterfreundliche Strukturen ziehen Pädokriminelle an wie das Licht die Mücken. Die Odenwaldschule hat ihre täterfreundlichen Strukturen nicht effektiv modifiziert. Ist in Deutschland nun jemand ernsthaft über die ›››

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Razzia an Odenwaldschule: Mathematik-Lehrer steht unter Kinderporno-Verdacht

Von |2014-05-17T07:26:47+02:0019.04.2014|

Er betreute auch eine Wohngruppe Noch ist der hundertfache Missbrauch aus früheren Tagen nicht aufgearbeitet, schon steht die Odenwaldschule wieder im Zentrum eines Skandals. Bei einer Razzia in einer Lehrer-Wohnung beschlagnahmte die Polizei Dateien. Es soll sich um Kinderpornos handeln. Die Wohnung des Lehrers an der Odenwaldschule sei bereits vor zehn Tagen von der Polizei durchsucht worden, teilte eine Sprecherin der Schule am Samstag in Heppenheim mit. Dabei hätten die Ermittler Dateien und persönliches Material sichergestellt. Die Schule hat dem Lehrer fristlos gekündigt. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt ist für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Die Odenwaldschule war in den vergangenen Jahren von ›››

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Klärt die Kirche Missbrauchsfälle auf?

Von |2014-05-10T22:27:26+02:0015.04.2014|

Die katholischen Bischöfe in Deutschland haben eine umfangreiche Studie in Auftrag gegeben: Sie soll das Ausmaß sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in der Kirche klären. Geplant ist, Fallzahlen aus allen Bistümern zu erheben, den Einfluss der Kirche auf Täter und Opfer zu analysieren. Kann das gelingen? Ein Pro- und Contra – und Thema unserer aktuellen Umfrage. Machen Sie mit! Weiter lesen...

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Viel mehr als eine Lex Edathy

Von |2014-05-20T08:24:32+02:0015.04.2014|

Kinderpornografie, peinliche Bilder, sexueller Missbrauch: Justizminister Maas will nach dem Fall Sebastian Edathy alles regeln, doch sein Gesetzentwurf bleibt Stückwerk. EIN KOMMENTAR VON ANNELIE KAUFMANN In den Wirren der Edathy-Affäre im Februar hatte Justizminister Heiko Maas (SPD) schon angekündigt, dass er schnell und deutlich auf den Fall reagieren werde. Der ehemalige Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy hatte Nacktbilder von Kindern bestellt, die allerdings nach der bisherigen Rechtslage wohl nicht verboten sind. Doch der Gesetzentwurf, den Maas nun vorgelegt hat, ist weit mehr als eine Lex Edathy. Der Justizminister versucht einen gesetzgeberischen Rundumschlag. Auf 48 Seiten geht es auch um "bloßstellende" Bilder von Erwachsenen, sexuellen ›››

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Worauf warten Sie noch Herr Justizminister Heiko Maas?

Von |2014-06-06T05:58:38+02:0013.04.2014|

(Bottrop: v.l. Oberbürgermeister Bernd Tischler, Markus Elstner, Karl Görtz) netzwerkB Aktion Essen-Bottrop Ein Bericht von Karl Görtz Warten Sie darauf, dass auch noch die letzten Altbetroffenen, die Klage erheben könnten, wegsterben, bevor Sie den Beginn der Verjährungsfrist bei sexualisierter Gewalt ab einem Alter von 30 Jahren für die begrenzte Zeit von höchstens 20 Jahren laufen lassen. Das kann man auch drehen. Ab einem Alter von 21 Jahren soll die Verjährungsfrist für 30 Jahre laufen. Schau an, 1 Jahr mehr. Hier wird um jedes Jahr einer Verkürzung der Verjährung gefeilscht. Maximal 50 Jahre ab Geburt kann sich also die kaputte und sprachlose Seele ›››

Kommentare deaktiviert für Worauf warten Sie noch Herr Justizminister Heiko Maas?

Kinderpornografie: Kritik an geplanter Gesetzesverschärfung

Von |2014-05-18T13:58:00+02:0013.04.2014|

Im Kampf gegen Kinderpornografie plant die Bundesregierung das Strafrecht ausweiten - Psychiater, Kriminologen und Strafrechtler halten das aber für falsch. 27 Wissenschaftler aus diesen Disziplinen erklärten in einer Stellungnahme am Wochenende, schärfere Gesetze seien nicht hilfreich. Hintergrund der Strafrechtsreform ist unter anderem die Edathy-Affäre. Schärfere Gesetze könnten dazu führen, dass Pädophile nicht mehr wagten, sich an Hilfeeinrichtungen zu wenden, sagte einer der Unterzeichner, der Hamburger Kriminologie-Professor Sebastian Scheerer. "Wenn Sie einfach Druck ausüben auf Menschen und ihnen keinen Ausweg geben, dann können unvorhergesehene Dinge passieren." Scheerer forderte eine gesellschaftliche Debatte und mehr Präventionsarbeit. Er warnte vor Schnellschüssen.... ...Maas plant außerdem, dass ›››

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Opfer vom Justizminister Maas verraten

Von |2014-10-02T18:33:24+02:0012.04.2014|

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) gab am Freitag einen Gesetzentwurf zur Verschärfung der Vorschriften gegen Kinderpornografie und sexuellen Missbrauch in die Ressortabstimmung. Der SPD-Politiker Heiko Maas hat sich im Jahr 2010 mit deutlichen Worten für die Interessen der Opfer von sexualisierter Gewalt eingesetzt. An Norbert Denef, den Sprecher der Opferinteressenvertretung netzwerkB schrieb er damals: ”Kindesmissbrauch ist für mich, auch als Vater von zwei Kindern, eines der schlimmsten Vergehen überhaupt. Es darf einfach nicht sein, dass ein solches widerliches und grausames Verbrechen verjährt und die Täter ungeschoren davonkommen.“ (Schreiben als PDF herunterladen) netzwerkB lehnt Kompromisslösung ab Entgegen seiner Forderung von 2010, will Justizminister Maas lediglich nur noch, dass ›››

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Papst Franziskus möge handeln

Von |2014-06-24T18:28:45+02:0012.04.2014|

(Foto: Straßenkünstler in Rom) Papst Franziskus hat die Opfer von Kindesmissbrauch durch Priester in der katholischen Kirche um Vergebung gebeten. „Ich fühle mich berufen, mich der Sache anzunehmen, des Bösen, das einige Priester getan haben (...), und um Vergebung zu bitten, für den Schaden, den sie angerichtet haben, für den sexuellen Missbrauch an Kindern“, sagte der Pontifex am Freitag bei einem Treffen mit Kinderschützern im Vatikan. Auf den ersten Blick wirkt Papst Franziskus fortschrittlich und realistisch. Das bisherige Ergebnis spricht jedoch eine andere Sprache. Norbert Denef, Sprecher des Netzwerks Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V., kurz netzwerkB, nimmt hierzu wie folgt Stellung: ›››

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Kindesmisshandlung früh stoppen

Von |2014-05-20T08:24:08+02:0009.04.2014|

Das alltägliche Versagen des Kinderschutzes - Bundesweite Einführung von RISKID könnte viele unschuldige Kinderleben retten! Ganz am Anfang, wenn die Kindesmisshandlung oder der Kindesmissbrauch anfängt, muss man beginnen den Opfern zu helfen. Aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen, wird dies vom Gesetzgeber behindert. Ärzte dürfen sich über alle Krankheiten von Kindern interkollegial austauschen. Ausgerechnet bei den 4 ICD-Ziffern, die Kindesmissbrauch betreffen, dürfen das Ärzte bei Vorliegen eines Verdachts nicht. Die Symptome einer Kindesmisshandlung sind oft so subtil, dass ein Arzt, der das Opfer behandelt, den Verdacht nicht eindeutig bestätigen kann. Beim nächsten Ereignis gehen die Täter mit dem Kind zu einem anderen Arzt. Dies kennen wir als das berühmte „Ärzte-hopping“. Dem ›››

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Klärt die Kirche Missbrauchsfälle auf?

Von |2014-04-15T14:55:12+02:0008.04.2014|

Pro und Contra Die katholischen Bischöfe in Deutschland haben eine umfangreiche Studie in Auftrag gegeben: Sie soll das Ausmaß sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in der Kirche klären. Geplant ist, Fallzahlen aus allen Bistümern zu erheben und den Einfluss der Kirche auf Täter und Opfer zu analysieren. Kann das gelingen? Ja! Viele Menschen wollen Licht ins Dunkel bringen Die Kirche muss sich einer kritischen Durchleuchtung ihres Verhaltens stellen. Meint sie es ernst mit ihrer Ankündigung, aus den Missbrauchsfällen der vergangenen Jahrzehnte zu lernen? Viele Verantwortliche in der Kirche wollen das inzwischen, weil sie wissen: Nur so können verloren gegangenes Vertrauen und ›››

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Männer kämpfen gegen Verjährung nach sexuellem Missbrauch

Von |2014-05-20T08:23:27+02:0006.04.2014|

Mit Materialien des Vereins netzwerkB klärte die Selbsthilfegruppe „Sexueller Missbrauch in der Kindheit“ in der Bottroper Innenstadt über Verjährungsfristen auf. Bottrop.   Die Selbsthilfegruppe „Sexueller Missbrauch in der Kindheit“ informierte am Samstag in der Innenstadt über die Verjährungsfristen nach sexuellem Missbrauch. Die Männer ernteten Anerkennung für diesen Schritt in die Öffentlichkeit. Infostände über dieses und jenes Thema gibt es wie Sand am Meer. Die Verjährungsfrist bei sexuellem Missbrauch ist hingegen immer noch ein Thema, über das die Öffentlichkeit sehr wenig weiß. Daher stellten sich am Samstag Peter Timmer, Karl Görtz und Markus Elstner von der Selbsthilfegruppe „Sexueller Missbrauch in der Kindheit“ ›››

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Pädophilie: Araber-Scheichs kaufen syrische Flüchtlings-Kinder

Von |2014-04-21T14:20:49+02:0006.04.2014|

Die Folgen des Syrien-Kriegs sind katastrophal. Steinreiche Araber-Scheichs aus den Golf-Staaten kaufen Minderjährige, um sich an ihnen sexuell zu vergreifen. Doch der Westen schweigt. Offenbar sind die Wirtschaftsbeziehungen zu den Golf-Staaten wichtiger. Weiter lesen...

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Missbrauchsopfer klagen an, Unis wiegeln ab

Von |2014-04-24T14:55:46+02:0004.04.2014|

Studentinnen werfen US-Universitäten seit Monaten vor, dass sie keine Hilfe erhalten. Nun hat eine junge Frau aus Harvard ihren Fall öffentlich gemacht. VON ANNE-KATHRIN GERSTLAUER "Ich gebe auf", schreibt eine Studentin in ihrem offenen Brief, den das Campusmagazin The Harvard Crimson in dieser Woche veröffentlicht hat. Die junge Frau, die anonym bleiben möchte, berichtet, sie sei auf dem Campus Opfer eines sexuellen Übergriffs geworden. Die Universität aber erkenne den Fall nicht als solchen an und verweigert die Unterstützung. Ihre Geschichte öffentlich zu machen, sieht die Studentin als letzten Ausweg. Weiter lesen...

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Deutschland misshandelt seine Kinder

Von |2015-01-15T14:02:32+01:0003.04.2014|

Mehr als 200 000 Kinder werden pro Jahr Opfer von Gewalt durch Erwachsene. Schuldig macht sich auch jeder, der wegsieht. Die renommierten Rechtsmediziner Michael Tsokos und Saskia Guddat von der Charité zeigen das ganze Ausmaß dieses Skandals auf. Das alltägliche Verbrechen Laut offizielle Polizeistatistik sterben in Deutschland jede Woche drei Kinder an den Folgen ihrer Misshandlung. Jede Woche werden rund siebzig Kinder so massiv malträtiert, dass sie ärztlich behandelt werden müssen. Das sind 3600 krankenhausreif geprügelte, in die lebenslange Behinderung geschüttelte, mit glühenden Zigaretten verbrannt oder auf andere Weise schwerstgeschädigte Kinder Jahr für Jahr. Und das sind sind Kinder, die alljährlich bei uns getötet werden ›››

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Gewalt und Schweinedärme: Ein Oberkellner schreibt

Von |2014-04-04T15:51:13+02:0003.04.2014|

Im Vier Jahreszeiten war er Hamburgs bekanntester Oberkellner. Jetzt schreibt Rudolf Nährig beeindruckend über seine Kindheit im Weinviertel. Der Verlag wollte ja einen anderen Titel. Aber Rudolf Nährig, ehemaliger Oberkellner im Hamburger Nobelhotel Vier Jahreszeiten, bestand auf seinem, einer Zeile aus dem Buch. „Die Schweinedärme kullerten platschend auf den glitschigen Boden“ heißt es nun. Es macht klar, dass hier anderes zu erwarten ist als bei seinem Erstling, als er Anekdoten aus dem Hotel erzählte. Jetzt geht es um eine Kindheit im Dorf. Um seine Kindheit. Und der Titel verheißt nichts Gutes, auch wenn er sich das Wort „monströs“ im Untertitel verbat.... ›››

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Bottroper Gruppe kämpft gegen Verjährung von sexuellem Missbrauch

Von |2014-04-27T06:47:14+02:0002.04.2014|

„Verjährungsfristen aufheben!“ lautet die zentrale Forderung von „netzwerkB“ und vielen weiteren Betroffenen von sexualisierter Gewalt. Ballons mit dieser Forderung werden auf den Info-Stand in Bottrop aufmerksam machen. Bottrop.  Der Initiator der Selbsthilfegruppe für Männer, die als Jungen sexuell missbraucht wurden, geht mit seinem Anliegen nun an die breite Öffentlichkeit. Am 5. April will er in Bottrop mit Bürgern zum Thema "Aufhebung von Verjährungsfristen nach sexuellem Missbrauch" ins Gespräch kommen. „Wer das Schweigen bricht , bricht die Macht der Täter.“ Für die Selbsthilfegruppe für Männer, die als Jungen sexuell missbraucht wurden, ist dies ein zentraler Satz. Der Initiator der Selbsthilfegruppe (SHG) geht ›››

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Edathy-Affäre: Weiterer Polizist auf Kinderporno-Kundenliste

Von |2014-04-24T14:56:22+02:0002.04.2014|

Heikler Fund auf der Edathy-Liste: Nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen soll neben einem BKA-Beamten auch ein Polizist aus Mecklenburg-Vorpommern Nacktaufnahmen von Kindern gekauft haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Berlin - Im Zuge der Edathy-Affäre wird gegen einen weiteren Polizisten wegen des Verdachts auf Besitz von Kinderpornografie ermittelt. Nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen fanden die Behörden den Namen des Beamten aus Mecklenburg-Vorpommern auf der gleichen Kundenliste eines kanadischen Anbieters, auf der sich auch der Ex-SPD-Abgeordnete Sebastian Edathy befand. Das Ermittlungsverfahren gegen den Beamten läuft bereits seit einigen Wochen. Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg bestätigte ein "dem Edathy-Fall vergleichbares Verfahren". Die Ermittlungen seien noch nicht beendet, sagte eine Sprecherin. Zu den Hintergründen ›››

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