Zwei Opfer wehren sich gegen „Die Auserwählten“

Von |2014-10-18T13:32:56+02:0029.09.2014|

Das Erste will am 1. Oktober 2014 um 20.15 Uhr einen Film über Missbrauchsverbrechen der Odenwaldschule zeigen. Zwei Opfer wehren sich gegen die Ausstrahlung. Dank Andreas Huckele wurden die Missbrauchsfälle an der Odenwaldschule publik - gegen den Film wehrt er sich; notfalls erwägt er sogar ein gerichtliches Verbot. Sein Anwalt, der Berliner Medienrechtler Christian Schertz, sagt, der Film verletze die Persönlichkeitsrechte seines Mandanten "aufs Schwerste". Die Beweislage sei "derart erdrückend", dass der zuständige WDR-Intendant Tom Buhrow eine Lösung herbeiführen müsse, berichtet DER SPIEGEL in seiner Ausgabe 40/2014. Huckele sperrt sich nicht gegen die öffentliche Auseinandersetzung um die Verbrechen an der Odenwaldschule. ›››

DIE WENIGEN MUTIGEN LEHRER ZU TÄTERN GEMACHT

Von |2014-10-21T13:24:46+02:0027.09.2014|

von Christian Füller Mit Christoph Röhls „Die Auserwählten“ kommt das Missbrauchs-Verbrechen der Odenwaldschule in die Wohnzimmer. Der Film versimplifiziert und verfälscht die Taten an dem Elite- und Vorzeigeinternat des besseren Deutschland – und er klagt die Falschen an Missbrauch abends viertel nach acht im Wohnzimmer. Sexuelle Gewalt nach Vesper und Bierchen, und zwar ausschließlich dieses Thema in einem Spielfilm: Das ist hartes Brot und der bisherige Höhepunkt einer ganz unwahrscheinlichen Karriere des Themas in den Medien. Christoph Röhl hat den Film gedreht. Der Regisseur und ehemalige Hilfslehrer an der berühmten Odenwaldschule in Oberhambach kann für sich beanspruchen, bereits das zweite wichtige ›››

 8

„So viel Kaltschnäuzigkeit hätte ich nicht erwartet“

Von |2014-10-18T13:32:26+02:0027.09.2014|

Andreas Huckele, 45, Beiratsvorsitzender im netzwerkB, besuchte von 1981 bis 1988 die Odenwaldschule. Seine Erfahrungen verarbeitete er in dem Buch „Wie laut soll ich denn noch schreien?“, das 2011 unter seinem Pseudonym Jürgen Dehmers erschien. Dank Andreas Huckele wurden die Missbrauchsfälle an der Odenwaldschule publik. Für den stern schaute er sich den ARD-Film „Die Auserwählten“ an – und war fassungslos. Hier erklärt er seinen Zorn: Gleich zu Beginn präsentieren die Macher stolz den Schatz ihrer Produktion: Von sanfter Klaviermusik begleitet, zeigt die Kamera den Originalschauplatz der Verbrechen. Den Ort, an dem Hunderte von Kindern sexualisierte Gewalt erlebt haben. Jahrzehntelang. Der Einstieg ›››

In eigener Sache

Von |2014-09-27T22:12:04+02:0018.09.2014|

Liebe Mitglieder und Freunde von netzwerkB, mit der Bitte um Beachtung: In der Zeit vom 19. bis 30. September 2014 werden keine Kommentare frei geschaltet. Ihr netzwerkB Team

 0

Bundesregierung verschärft ein bisschen Gesetze

Von |2014-11-08T07:18:13+01:0017.09.2014|

Das Kabinett billigte am 17.09.2014 folgenden Gesetzentwurf: "Die strafrechtliche Verjährung beim sexuellen Kindesmissbrauch soll erst mit Vollendung des 30. Lebensjahres des Opfers beginnen. Damit können alle schweren Sexualdelikte zukünftig nicht mehr vor der Vollendung des 50. Lebensjahres des Opfers verjähren." Norbert Denef, Sprecher des Netzwerks Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V., kurz netzwerkB, nimmt hierzu wie folgt Stellung: Die Bundesregierung verschärft ein bisschen Gesetze, was den Betroffenen nicht wirklich weiterhilft. Wir fordern die komplette Aufhebung der Verjährungsfristen - alles andere ist Verrat gegenüber den Opfern und dient nur dazu, die Täter zu schützen. Weiterführende Informationen: Gesetzentwurf Verjährungsfristen aufheben Rückwirkungsverbot Argumente zur Aufhebung ›››

 9

Bundesregierung verschärft Gesetze gegen Kinderpornographie

Von |2014-10-21T06:54:55+02:0017.09.2014|

Der Besitz von Kinderpornographie soll künftig härter bestraft werden. Das Kabinett billigte einen entsprechenden Gesetzesentwurf. Die Bundesregierung hat am Mittwoch das Gesetz zur Verschärfung des Sexualstrafrechts auf den Weg gebracht: Das Kabinett billigte den Gesetzentwurf von Justizminister Heiko Maas (SPD), wie sein Ministerium in Berlin mitteilte. Mit der Neuregelung werden die Strafen für den Besitz von Kinder- und Jugendpornografie verschärft, außerdem werden die Verjährungsfristen für sexuellen Missbrauch verlängert. Zudem wird eine Regelung eingeführt, die die unbefugte Herstellung und Verbreitung von Nacktaufnahmen unter Strafe stellt - und zwar unabhängig vom Alter des Dargestellten. Damit soll die Verbreitung von Nacktaufnahmen unterbunden werden, die ›››

 1

netzwerkB-Jahrestagung 2014

Von |2014-10-12T08:36:38+02:0016.09.2014|

Liebe Mitglieder und Freunde von netzwerkB, wir laden Sie herzlich zur netzwerkB-Jahrestagung vom 11. - 12. Oktober 2014 nach Scharbeutz, Kurparkhaus, Strandallee 143 ein. Unsere Tagesordnung hat sich geringfügig geändert - mit der Bitte um Beachtung! Herzliche Grüße Norbert Denef Programm: netzwerkB-Jahrestagung 2014 11. Oktober 2014 Mitgliederversammlung 2014 17:00 Uhr Mitgliederversammlung (Tagesordnung als PDF herunter laden) 20:00 Uhr gemeinsames Abendessen mit Meerblick 12. Oktober 2014 10:00 Uhr gemeinsamer Strandspaziergang (Treffpunkt Seebrücke Scharbeutz) - Kreative Vorschläge, wie es mit netzwerkB weiter gehen solIte, sowie Ihre Anmeldung zur Tagung erbitten wir bis zum 1. Oktober 2014 an: info@netzwerkb.org - Für Rückfragen: netzwerkB – Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V. Telefon: +49 (0)4503 ›››

 0

Gemeinschaftswerk aus Bottrop und Berlin soll aufrütteln

Von |2014-10-21T06:51:20+02:0014.09.2014|

Bottrop. Drei Kooperationspartner starten am Samstag (13. September) eine Aktion gegen sexuellen Missbrauch und Verjährung auf dem Berliner Platz in der Bottroper Innenstadt. Dort und in Berlin gestalten Kinder ein Gemeinschaftswerk, das später am Bundestag ausgelegt werden soll. Schon eine Woche vor dem offiziellen Weltkindertag stehen Kinder, deren Schutz und deren Rechte im Mittelpunkt einer Aktion auf dem Berliner Platz: Drei Kooperationspartner laden am Samstag, 13. September, Jungen und Mädchen zur Gestaltung eines gemeinsamen Bildes rund um die Bottroper Skyline ein, das später die Reise in die Bundeshauptstadt antreten soll. Und mit den Eltern wollen sie ins Gespräch kommen über den ›››

 2

netzwerkB-Gesetzentwurf zur Aufhebung der Verjährungsfristen

Von |2014-11-25T19:10:39+01:0013.09.2014|

netzwerkB-Gesetzentwurf zur Aufhebung der zivilrechtlichen Verjährungsfristen, sowie zur Aufhebung der strafrechtlichen Verjährungsfristen bei Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung. netzwerkB im Gespräch mit Dr. Alexander Neu, MdB, am 8. September 2014, im Deutschen Bundestag. Dr. Alexander Neu unterstützt unseren neuen Gesetzentwurf: Während Vergewaltigung und sexuelle Nötigung erst nach 20 Jahren verjähren, verjährt sexueller Missbrauch innerhalb von nur 10 Jahren (im Falle von minderjährigen Schutzbefohlenen innerhalb von nur 5 Jahren). Zwar beginnt gemäß §208 BGB die Verjährungsfrist im Zivilrecht erst mit der Vollendung des 21. Lebensjahres bzw. der Beendigung der häuslichen Lebensgemeinschaft, im Strafrecht nunmehr gemäß § 78 b Abs. 1 Nr. 1 StGB ›››

Täter sind Täter sind Täter

Von |2014-10-21T06:50:53+02:0012.09.2014|

Eine Kolumne von Sibylle Berg Sind eigentlich alle verrückt geworden? Oder warum haben viele Angst davor, aus Gründen der politischen Korrektheit die Wahrheit zu sagen? Vergewaltiger sind Vergewaltiger - egal welche Religion sie haben. Weiter lesen...

 1

Justizbehörde warnt vor „Amnestie-Gesetz“ für Edathy

Von |2014-10-20T18:43:25+02:0012.09.2014|

In einem Gutachten kritisiert die deutsche Justizbehörde das geplante Kinderpornografie-Gesetz. Wegen einer "gefährlichen Lücke" könnten Täter in Zukunft straffrei bleiben. Der Entwurf drohe somit auch zu einem "Amnestie-Gesetz" für den früheren Politiker Edathy zu werden. Weiter lesen...

 4

DIS aufgrund frühkindlicher Gewalt

Von |2014-10-20T12:19:58+02:0011.09.2014|

Als Dokumentarfilmautorin der ARD (u. a. die beiden "Höllenleben"-Filme) möchte ich die Frage in die Runde werfen, wer Zahlen und Fakten darüber hat, wie viele Menschen in Deutschland DIS aufgrund frühkindlicher Gewalt erlitten haben und damit leben müssen. Gibt es dazu erste Untersuchungen und Hochrechnungen? Wer kann da weiterhelfen? Vielen Dank und freundliche Grüße, Liz Wieskerstrauch Informationen bitte an: liz@wieskerstrauch.com

Gustl Mollath ist kein Einzelfall

Von |2014-10-15T12:14:18+02:0010.09.2014|

Eine Patientin wird in ihrer „Therapie“ sexuell missbraucht und nimmt sich das Leben – und die Fachwelt verhöhnt das Opfer über seinen Tod hinaus! Aus Anlass des VIII. Ochsenzoller Psychiatrietags am 12.09.2014 in Hamburg (Asklepios-Klinik) Gustl Mollath ist kein Einzelfall. Wenn in Deutschland Psychiater und Psychotherapeuten irrtümlich oder leichtfertig Fehleinschätzungen, ja Fehldiagnosen erstellen und Menschen dadurch großen Schaden zufügen, bleiben die Beurteilendenallerdings meist im Verborgenen. Die Verantwortlichen sind kaum zur Rechenschaft zu ziehen. Selbst dann nicht, wenn Patienten durch grobe Fehler des Therapeuten dazu getrieben werden, sich das Leben zu nehmen. Die Experten vermögen ihre Schuld durch fragwürdige fachliche Konstruktionen zu ›››

Weiss jemand Näheres über diesen Fall?

Von |2014-10-12T08:37:36+02:0009.09.2014|

"50 Jahre nach Kriegsende, unter dem EIndruck der Vergewaltigungslager im ehemaligen Jugoslavien, war es erstmal in Deutschland gelungen, fuer eine (deutsche) Frau, die als 15 jaehrige auf der Flucht nach Schleswig -Holstein durch russische Soldaten vergewaltigt und misshandelt worden war, eine Kriegsofperentschaedigungsrente  wegen Posttraumatischer Belastungsstoerungen durchzusetzen" ( "gegenwind/Ausgabe 122/November 1998) Ich moechte herausfinden, ob ich obigen Fall als Praesedenzfall bei meinem KOV (Kriegsopferversrogung) Antrag verwenden kann. Idealerweise moechte ich das Urteil mit Begruendung finden, und was die juristische Argumentation war, die den Richter ueberzeugt hat, dieser Frau wegen PTBS eine Kriegsopferrente zuzugestehen. Ich moechte auch das Jahr herausfinden, in dem die ›››

 2

Blitzableiter der eigenen Eltern

Von |2014-10-12T08:37:04+02:0008.09.2014|

"Versteckt vor aller Augen" - so heißt der Bericht des Kinderhilfswerkes Unicef. - Foto: dpa Das Kinderhilfswerk Unicef hat einen Bericht über das dramatische Ausmaß der weltweiten Gewalt gegen Kinder veröffentlicht. Dokumentiert wird ein teils unvorstellbares Ausmaß an schädigenden Taten gegen Minderjährige. Ein Kommentar. Was brauchen Menschen, um zu gedeihen, kleine Menschen, Kinder genannt? Es reicht nicht aus, im Elternhaus für Essen und Obdach zu sorgen. Es genügt nicht, Schulen zu bauen. Es ist nicht genug, wenn die medizinische Versorgung stimmt. Vom ersten Tag ihres Lebens an brauchen Säuglinge, Kleinkinder, Mädchen wie Jungen ein emotionales Klima des Wohlwollens: Sie brauchen die ›››

 3

Legat enthüllt sexuellen Missbrauch durch Vater

Von |2014-10-10T18:26:37+02:0002.09.2014|

Düsseldorf. Der ehemal ige Profi Thorsten Legat ist in seiner Kindheit von seinem Vater offenbar mehrfach sexuell missbraucht worden. Das enthüllte der 45-Jährige in seinem Buch "Wenn das Leben foul spielt", aus dem die "Bild" am Dienstag Auszüge veröffentlichte. "Es war das reinste Horror-Szenario", berichtet Legat, der insgesamt 243 Bundesliga-Spiele für den VfL Bochum, Werder Bremen, Eintracht Frankfurt, den VfB Stuttgart und Schalke 04 bestritt. Weiter lesen...

 3

Altschüler sollen den Ruf retten

Von |2014-10-10T08:07:06+02:0001.09.2014|

Odenwaldschule mit neuem Konzept Die Odenwaldschule hat ihr Wohnkonzept überarbeitet und plant eine neue Rechtsform. Ehemalige sollen Anteile zeichnen und die Existenz sichern. BERLIN taz | 2.400 Euro im Monat kostet ein Platz im Internat der Odenwaldschule. Aber Eltern melden ihren Nachwuchs kaum noch in der ehemaligen Eliteschule an, deren Ruf durch Missbrauchsskandale ruiniert wurde. Jetzt plant der Trägerverein, die finanziell klamme Privatschule in eine gemeinnützige GmbH zu überführen. Dann könnten etwa Unterstützer mit Gesellschafteranteilen das Finanzpolster der Schule stärken. „Als Favorit gilt, aus dem eingetragenen Verein eine gemeinnützige GmbH zu machen“, sagte der Vorsitzende des Trägervereins, Gerhard Herbert, nach einer ›››

 3

Archiv