Offener Brief

Von |2019-11-12T18:07:13+01:0012.11.2019|

Offener Brief an die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz Scharbeutz, 6. November 2019 Sehr geehrte Frau Lambrecht, Es scheint als wäre ein lebensfernes, aber systemisch bindendes Recht wichtiger als das Leid der Betroffenen. Andreas Huckele, der mit seinem Buch “Wie laut soll ich denn noch schreien?” die schrecklichen Ereignisse in der Odenwaldschule öffentlich machte, sieht in der Filmproduktion des WDR in Kooperation mit der neuen deutschen Filmgesellschaft mbH und Christoph Röhl als Regisseur „Die Auserwählten“ seine Persönlichkeitsrechte massiv verletzt. Nun haben die Richter des Hamburger Oberlandesgerichts ihr Urteil gesprochen: „Die individuelle Betroffenheit des Klägers dürfte zu bejahen sein. Auch nach ›››

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„Der tiefe Fall des Kardinal Pell“

Von |2019-03-01T15:39:30+01:0026.02.2019|

https://youtu.be/EHP3QAKdCA4 "Jeder Mensch braucht Platz zur Entfaltung! Ein Gefängnis ist der größte menschliche Unsinn, eine Quälerei, eine Folter ist das, die wir uns haben einfallen lassen." (Norbert Denef) "Der tiefe Fall des Kardinal Pell" - Norbert Denef nimmt dazu wie folgt Stellung: 20 Jahre, es ist sogar die Rede davon, dass Kardinal Pell 50 Jahre insGefängnis muss, weil er Kindern vermutlich sexualisierte Gewalt angetanhaben soll. Von einer angemessenen Entschädigung der Opfer in Millionen Höhe ist nicht die Rede, stattdessen soll Pell nun bestraft werden. Hass regiert wieder einmal die Welt. Mahatma Gandhi sprach vom Gift des Hasses der sich über die ganze ›››

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Spendenaktion für Friedensprozess

Von |2019-03-01T15:37:46+01:0030.12.2018|

Offener Brief an Dr. Hans Zollner SJ und Klaus Mertes SJ Lieber Herr Dr. Zollner, lieber Klaus, am 1. Januar 2019 übergebe ich den Vorsitz von netzwerkB - bewegt schaue ich auf neun Jahre meiner Amtszeit zurück: https://youtu.be/KZqKv1GbjM0 Einen Friedensprozess in Gang zu setzen war von Anfang an mein Ziel. Bereits 1993, als ich im Familienkreis im Beisein der beiden Täter, nach 35 jährigem Schweigen, sagen konnte: „Ich wurde sexuell missbraucht“ - beendete ich meinen Vortrag mit einem Zitat aus dem Johannesevangelium: „Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie.“ Unsere unterschiedlichen Meinungen, lieber Klaus, haben wir ›››

Aufklärung in Deutschland scheitert am Nichtstun der Politik

Von |2018-12-21T21:23:11+01:0020.12.2018|

netzwerkB Pressemitteilung vom 20.12.2018 Hunderte Geistliche sollen laut Generalstaatsanwältin Lisa Madigan in Illinois Kinder missbraucht haben - an einer gründlichen Aufklärung habe bei der katholischen Kirche kein Interesse bestanden - sie sei offenbar nicht fähig, den Skandal aufzuklären. Der Vorsitzende von netzwerkB, Norbert Denef, nimmt dazu wie folgt Stellung: Leider besteht bei deutschen Staatsanwaltschaften nicht das gleiche Interesse wie im US-Bundesstaat Illinois, Fälle von sexualisierter Gewalt in der katholischen Kirche aufzuklären. Der nachfolgende Fall liefert dafür den Beweis: Hunderte Kinder wurden im Bistum Magdeburg nur allein von einem Pfarrer ‚missbraucht‘. netzwerkB verfügt diesbezüglich über Beweise und hat das Bistum Magdeburg, sowie ›››

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Klage gegen Bistum Magdeburg: Investor gesucht

Von |2019-03-01T15:36:56+01:0006.12.2018|

Video ‘Darmkrebs-Wahnsinn‘ ansehen... netzwerkB Pressemitteilung vom 27.11.2018 Zum Sachstand seiner Schadensersatzforderung in Millionenhöhe gegenüber dem Bistum Magdeburg, nimmt der Vorsitzende von netzwerkB, Norbert Denef, wie folgt Stellung: Das Bistum Magdeburg hat Schuld an meiner Krebserkrankung. Deshalb fordere ich Schadenersatz in Millionenhöhe. Im Schreiben vom 20.11.2018 an das Bistum Magdeburg habe ich mich dazu ausführlich geäußert: http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2018/11/2018-11-20_Bischof-Feige.pdf Der Bischof von Magdeburg, Dr. Gerhard Feige, hat bisher auf mein Schreiben nicht geantwortet. Für den Klageweg suche ich einen Investor: Gewinnbeteiligung 30% Die Kosten richten sich nach dem Streitwert - das wären bei 1.000000 Euro an reinen Gerichts- und (eigenen) Rechtsanwaltskosten etwa 30.000 Euro zusammen für ›››

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Bistum Magdeburg hat Schuld an Krebserkrankung – Norbert Denef fordert eine Million Euro Schadenersatz

Von |2019-02-26T23:04:09+01:0021.11.2018|

netzwerkB Pressemitteilung vom 21.11.2018 Bistum Magdeburg hat Schuld an Krebserkrankung - Norbert Denef fordert eine Million Euro Schadenersatz Der Vorsitzende von netzwerkB, Norbert Denef, nimmt zu seiner Krebserkrankung wie folgt Stellung: Erst kürzlich wurde mir bewusst, dass mein Darmkrebs die Folge meiner Missbrauchs-Problematik ist. Mein Hausarzt hat mich in den vergangenen Jahren immer wieder gedrängt, eine Darmspiegelung machen zu lassen. Ich sei stark gefährdet, weil mein Vater mit 56 Jahren an Darmkrebs gestorben ist. Wegen der sexualisierten Gewalt war es mir undenkbar, jemanden in meinen Hintern schauen zu lassen. Ich lehnte deshalb permanent eine solche Untersuchung ab. Als Kind wurde ich ›››

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Neue Missbrauchsvorwürfe gegen Ex-Bischof Janssen

Von |2018-12-20T16:56:28+01:0014.11.2018|

netzwerkB Pressemitteilung vom 14.11.2018 Gegen den ehemaligen Hildesheimer Bischof Heinrich Maria Janssen (1907-1988) gibt es einen neuen Missbrauchsvorwurf. Dies teilte das Bistum Hildesheim mit. Der Vorsitzende von netzwerkB, Norbert Denef, nimmt dazu wie folgt Stellung: Wir nehmen Bezug auf unserer Pressemitteilung vom 14.11.2015: https://netzwerkb.org/2015/11/14/bischof-trelle-akt-der-versoehnung/ Aussagen wie die von Bischof Wilmer, es mache ihn "wütend und traurig", was dem Mann offenbar angetan wurde. "Es zerreißt mir das Herz angesichts dessen, was der Betroffene uns mitgeteilt hat", sind zwar menschlich verständlich, ändern aber nichts daran, dass weiterhin verschwiegen, verleugnet und vertuscht werden kann. Denn so lange es in Deutschland bei Straftaten von sexualisierter ›››

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Gedenktag – falsch und verlogen

Von |2019-02-26T23:02:51+01:0030.10.2018|

netzwerkB Pressemitteilung vom 30.10.2018 Gedenktag für Opfer ‘sexuellen Missbrauchs‘ in der katholischen KircheFür Deutschland haben die Bischöfe festgelegt, dass dieser von den Kirchengemeinden rund um den 18. November begangen werden sollte, an dem zugleich der „Europäische Tag zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch“ ist. Der Vorsitzende von netzwerkB, Norbert Denef, nimmt dazu wie folgt Stellung:  Anstatt die Verbrechen aufzuarbeiten und die Opfer angemessen zu entschädigen, will man nun an einem Gedenktag für die Opfer beten: Das ist mehr als falsch und verlogen - es ist Salz in die Wunden der Opfer. Für Rückfragen: netzwerkB – Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt ›››

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Scheinheiliges Theater

Von |2019-02-26T22:58:43+01:0028.10.2018|

netzwerkB Pressemitteilung vom 28.10.2018 Infolge der Studie „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ haben sechs Strafrechtsprofessoren bei 27 Staatsanwaltschaften Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Der Vorsitzende von netzwerkB, Norbert Denef, nimmt dazu wie folgt Stellung: So lange es in Deutschland Verjährungsfristen und keine Anzeige- und Meldepflicht für Straftaten bei sexualisierter Gewalt geben wird, sind solche Anzeigen nichts weiter als ein scheinheiliges Theater. Wir von netzwerkB haben Argumente zur Aufhebung der Verjährungsfristen, sowie unsere Forderung für eine Anzeige- und Meldepflicht bei Straftaten sexualisierter Gewalt bereits 2012 gegenüber der Politik eingebracht. Erst nach entsprechender gesetzlicher Regelung müssen staatliche Organe ermitteln und können nicht mehr ›››

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Aufhebung der Verjährungsfristen zur Chefsache erklären

Von |2018-12-20T16:55:58+01:0020.10.2018|

netzwerkB Pressemitteilung vom 20.10.2018 Im Bundesstaat Pennsylvania hat die US-Bundesjustiz Ermittlungen zu Missbrauchsvorwürfen in der katholischen Kirche eingeleitet. Dies sind die ersten Ermittlungen in den USA auf Bundesebene. Der Vorsitzende von netzwerkB, Norbert Denef, nimmt dazu wie folgt Stellung: Wir fordern die Deutsche Bundesjustiz auf ebenfalls tätig zu werden und nicht wie bisher Verjährungsfristen vorzuschieben, um nichts unternehmen zu müssen. Bereits 2011 haben wir auf dem Bundesparteitag der SPD die Politik aufgefordert Verjährungsfristen bei sexualisierter Gewalt komplett aufzuheben: https://youtu.be/j3sUibSUnu0 Alle Delegierte haben zugestimmt - es blieb jedoch bei einem Lippenbekenntnis. Wir fordern die Bundesregierung auf das Thema Aufhebung der Verjährungsfristen zur Chefsache zu erklären und die Deutsche Bundesjustiz dabei zu unterstützen nicht mehr schweigend wegschauen zu müssen. ›››

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Offener Brief an den Bischof von Magdeburg

Von |2019-03-01T15:35:06+01:0028.09.2018|

netzwerkB Pressemitteilung vom 28. September 2018 Wirksame Veränderung und Gerechtigkeit Sehr geehrter Herr Bischof Dr. Feige, am 27.09.2018 hat Kardinal Marx einen Maßnahmenkatalog gegen sexuellen Missbrauch vorgestellt. Die einzelnen Schritte wurden in einem 7-Punkteplan erläutert. Wir nehmen nun erneut Bezug auf den Fall des Serientäters Pfarrer Alfons Kamphusmann, über den der SPIEGEL im Dezember 2005 ausführlich berichtet hat. Vom Bistum Magdeburg wurde dieser Fall bis heute nicht aufgearbeitet. Es ist sehr erfreulich, dass sich nun an dieser Situation etwas ändern soll, laut Punkt 6 des 7-Punkteplanes: Zitat: Klärung der institutionellen Verantwortung "Ohne eine unabhängige Aufarbeitung gibt es keine wirksame Veränderung und ›››

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Wollen Deutsche Bischöfe wirklich aufklären?

Von |2018-12-30T14:46:09+01:0022.09.2018|

https://youtu.be/tF9LHuCnGJI netzwerkB Pressemitteilung vom 22. September 2018 Die Deutsche Bischofskonferenz wird am 25. September 2018 wieder einmal eine Studie zur Aufklärung des ‚Kindesmissbrauchs‘ in ihren eigenen Reihen präsentieren.   Alle Jahre wieder wird dies durchgezogen – aber echte Aufklärung und Aufarbeitung ist bisher nicht gefolgt.  Norbert Denef, Sprecher des Netzwerks Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V., kurz netzwerkB, hat am 12. März 2010 gesagt: „Wenn man meint die Mafia könnte Ihre eigenen Verbrechen aufklären würde jeder sagen das ist verrückt, geht nicht.“ Seit 2010 hat sich an dem Prozedere der katholischen Kirche nichts geändert. Zwischenzeitlich wurden Akten vernichtet, sodass selbst eine externe Aufklärung auch ›››

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Gefälligkeitsstudie für 1,1 Millionen Euro

Von |2018-11-30T19:31:42+01:0012.09.2018|

netzwerkB Pressemitteilung vom 12. September 2018 Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) ließ den Kindesmissbrauch in ihren eigenen Reihen untersuchen. Die Ergebnisse der Untersuchung liegen der ZEIT exklusiv vor. Norbert Denef, Sprecher des Netzwerks Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V., kurz netzwerkB, nimmt hierzu wie folgt Stellung: Viereinhalb Jahre lang haben sieben deutsche Forscher untersucht was ihnen von der Deutschen Bischofskonferenz erlaubt wurde. Eine unabhängige Untersuchung wurde erfolgreich verhindert. Solange Verbrechen wie das am 5. Dezember 2005 vom Spiegel in „Verirrte Hirten“ veröffentlichte über einen Fall im Bistum Magdeburg nicht aufgearbeitet werden, sind die 350 Seiten der sieben deutschen Forscher nichts weiter als ein Papiertiger. Diese Gefälligkeitsstudie wurde von der Deutschen Bischofskonferenz mit rund 1,1 Millionen Euro finanziert. Weitere Informationen: https://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2007/02/verirrte-hirten.pdf Für Rückfragen: ›››

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Pennsylvania – Bistum Magdeburg

Von |2018-11-14T12:33:52+01:0017.08.2018|

netzwerkB Pressemitteilung vom 17. August 2018 Der Bericht von Pennsylvania über das Ausmaß der Verbrechen sexualisierter Gewalt innerhalb der katholischen Kirche ist leider kein Einzelfall sondern die Regel. Breits am 5. Dezember 2005 berichtete der Spiegel in „Verirrte Hirten“ über einen Fall im Bistum Magdeburg wie die Verbrechen eines Serientäters systematisch vertuscht wurden. Das Opfer sollte mit 25.000 Euro zum Schweigen gebracht werden. Eine Aufarbeitung dieser Verbrechen wurde bisher erfolgreich verhindert - von Kirche und Staat. netzwerkB bittet die Medien darum hier mal kritisch nachzufragen. Weitere Informationen: https://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2007/02/verirrte-hirten.pdf Für Rückfragen: netzwerkB – Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V. Telefon: +49 (0)4503 ›››

Skandal von öffentlichem Interesse

Von |2018-09-26T08:31:10+02:0018.05.2018|

Ein Kommentar zum Artikel ‘Sachstand Papst Franziskus‘ Sehr geehrte Öffentlichkeit, sehr geehrte Kirchenverantwortliche, und nicht zuletzt sehr geehrte lebenslang Betroffene sexualisierter Gewalt, Ich finde es unfaßbar respektlos, wie die katholische Kirche mit einem der politisch aktivsten Fürsprecher der Betroffenen sexualisierter Gewalt in Deutschland umgeht. Er hat selbst innerhalb der katholischen Kirche jahrelange massive Gewalt erlitten, die sich in dem Vertuschen des Vorgangs durch die Kirche in seinem späteren Leben fortsetzte. Er wird bis zum heutigen Tage immer wieder mit absolut nichts in der Hand abgespeist, nicht einmal eine Auseinandersetzung mit seinen Anliegen wird ihm gewährt. Seit Jahrzehnten kämpft dieser Mensch unermüdlich ›››

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Open letter to Pope Francis

Von |2018-09-25T18:53:28+02:0003.05.2018|

Lieber Papst Franziskus, Dem Vatikan-Finanzchef George Pell wird wegen Vorwürfen des ‚sexuellen Missbrauchs’ der Prozess gemacht. Das ist gut und richtig so, denn dann kommt vielleicht etwas mehr Licht in diese dunkle Vergangenheit. Wieder einmal geht es nur darum, jemanden zu bestrafen, weil er etwas Böses getan haben soll. Wieder einmal geht es nicht um die Schäden der Opfer und wie man diese angemessen entschädigen sollte. Strafe sei etwas Gerechtes - das Volk will es so. Schon damals haben sie geschrien: Kreuzige, Kreuzige ihn! Zunächst hatten Sie Pell geschützt und den Opfern Verleumdung unterstellt. Nachdem Ihr Verhalten eine Welle der Entrüstung ›››

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Mein Krebs und der Vatikan

Von |2018-07-25T10:22:41+02:0022.04.2018|

netzwerkB Pressemitteilung vom 22.04.2018 Der Vorsitzende von netzwerkB, Norbert Denef, nimmt zu seiner Krebserkrankung wie folgt Stellung: Warum konnte dieses Krebsgeschwür in meinem Darm wachsen, darüber denke ich sehr oft nach. Die Schulmediziner sind der Meinung, dass ich einfach nur Pech gehabt hätte: Die Krebszellen hätten sich zufällig an dieser Stelle getroffen und seien deshalb immer größer geworden. Die Psycho-Experten sagen, dass Krebs durch Ärger, negativen Stress, eine ungesunde Ernährungs- und Lebensweise sowie Bewegungsmangel entstehen könnte. Forscher konnten jetzt in der Studie "Innervating Prostete Cancer" (http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2018/04/Innervating-Prostate-Cancer.pdf) nachweisen, dass es eine Verbindung von Nervenbahnen zwischen gesunden Zellen und Krebszellen gibt. Das bedeutet, dass das ›››

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Kopfbedeckung der Bischöfe abschaffen

Von |2018-09-02T14:30:06+02:0001.04.2018|

netzwerkB Pressemitteilung zum 1. April 2018 Will der Papst die Kopfbedeckung der Bischöfe abschaffen? Eine Weisung aus Rom löst beim aristokratischen Flügel der römischen Kirche Panik aus Ein Gastbeitrag von Basilius Krumen Rom, 01.04.2018: Kardinal Patrick O’Malley OFM cap, Franziskaner und Präsident der Kinderschutzkommission des Vatikans, hat mit einer Pressekonferenz gleichermaßen eine Welle der Zustimmung und einen Sturm des Entsetzens in der römisch-katholischen Weltkirche ausgelöst. Der hochrangige Kirchenmann teilte der Öffentlichkeit heute einen außergewöhnlichen Wunsch des Papstes mit. Demnach sollen die Ortsbischöfe, Weihbischöfe und Äbte in allen Bistümern der Welt, in denen Kinder zu Opfern sexueller Gewalt von Klerikern, Ordensleuten oder kirchlichen Angestellten ›››

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Versöhnungsakt

Von |2018-09-30T12:01:22+02:0004.03.2018|

Offener Brief an den Bischof von Magdeburg, Dr. Gerhard Feige: Lieber Herr Feige, aufgrund meiner Krebserkrankung (Mastdarmkrebs) im Stadium III ist meine Lebenszeit möglicherweise sehr begrenzt. Deshalb bitte ich Sie um Unterstützung. Beteiligen Sie sich aktiv am Versöhnungsakt. Das Bistum Magdeburg hat Pfarrer Alfons Kamphusmann immer wieder in eine andere Gemeinde versetzt, um seine Taten zu verschweigen, verleugnen und zu vertuschen. Eines seiner Opfer wurde ich in Delitzsch im Alter von 10 bis 16 Jahren. Danach tat mir der Kantor der Gemeinde bis zum 18. Lebensjahr sexuelle Gewalt an. Als Verursacher für zahllose Verbrechen des Pfarrers Alfons Kamphusmann - der sich ›››

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Krebspatient in Schweigephase

Von |2018-07-25T10:26:50+02:0004.03.2018|

netzwerkB Pressemitteilung vom 4. März 2018 Zur aktuellen Situation seiner Krebserkrankung nimmt Norbert Denef, Vorsitzender von netzwerkB - Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V. wie folgt Stellung: Um meine Chemotherapie (ab 5. März 2018, Dauer sechs Wochen) besser vertragen zu können, schweige ich und esse Frischkost. Während dieser Zeit bewege ich mich ganzheitlich mit einem denefhoop-mini (https://youtu.be/C5Qxfi9HQPk) Nur dringende Fragen beantworte ich über WhatsApp (0160 2 131313) oder e-Mail info@denefhoop.com Bisher gibt es wenige Studien zum Kurzzeitfasten begleitend zur Chemotherapie bei Krebspatienten, s. unter: https://www.krebsinformationsdienst.de Erste Studien belegen, dass gesunde Zellen durch Kurzzeitfasten vor der therapeutischen Toxizität geschützt werden. Im Gegensatz dazu werden Tumorzellen anfälliger für eine zytotoxische Behandlung. Da ich aufgrund meiner Krebserkrankung (Mastdarmkrebs) im Stadium III  zusätzlich zur ›››

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Krebs und ‘Akt der Versöhnung‘

Von |2018-07-25T10:25:15+02:0021.02.2018|

(Foto: Norbert Denef_Rektumkarzinom) netzwerkB Pressemitteilung vom 21.02.2018 Zum Thema ’Akt der Versöhnung’ hat netzwerkB mit Dr. Hans Zollner, akademischer Vizerektor der Gregoriana und seit 2014 Mitglied der Päpstlichen Kommission für den Schutz von Minderjährigen, Ende 2017 Kontakt aufgenommen. Am 12. Dezember 2017 folgte eine Telefonkonferenz mit Dr. Hans Zollner und dem Vorsitzenden von netzwerkB, Norbert Denef, Protokoll s. Anlage PDF. Am 19. Januar 2018 schrieb uns Dr. Zollner folgendes: "Ich konnte das Anliegen des Aktes der Versöhnung Kardinal O'Malley vorlegen. Er erwähnte daraufhin andere ähnliche Anfragen. Er sagte mir, dass er letztere und den Akt der Versöhnung Mitte/Ende April - bei dem geplanten ersten Treffen der neuen Mitgliedschaft ›››

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Schweigekartell

Von |2018-09-25T17:48:26+02:0030.01.2018|

netzwerkB Pressemitteilung vom 30.01.2018 Familienministerin spricht von "Schweigekartell" bei Öffentlich-Rechtlichen - netzwerkB nimmt dazu wie folgt Stellung: Wenn Familienministerin Katarina Barley im Fall Dieter Wedel rückhaltlose Aufklärung fordert, ist dies zunächst sehr zu begrüßen. Jedoch hat sie offensichtlich nicht erkannt, wo die Ursachen liegen, warum so viele Menschen darüber geschwiegen haben. Der ARD und ZDF vorzuwerfen, sie hätten auch geschwiegen, dient aus unserer Sicht nur dazu, vom Schweigekartell der SPD abzulenken. Barley versucht damit aus unserer Sicht SPD-Hände in Unschuld zu waschen. Solange ein mutmaßlich Beschuldigter nicht verurteilt wurde, gilt die Unschuldsvermutung. Kann nicht ermittelt werden, weil die Taten verjährt sind, ›››

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Einsamkeit

Von |2018-09-02T14:32:07+02:0019.01.2018|

netzwerkB Pressemitteilung vom 19.01.2018 Seit kurzem gibt es in Großbritannien einen Regierungsposten für Einsamkeit. Deutsche Politiker wollen nachziehen. "Die Einsamkeit in der Lebensphase über 60 erhöht die Sterblichkeit so sehr wie starkes Rauchen." Einsame Menschen würden früher sterben und "viel häufiger an Demenz“ erkranken, sagt der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. Wir von netzwerkB unterstützen das Anliegen von Lauterbach, dass es für das Thema Einsamkeit im Gesundheitsministerium einen Verantwortlichen geben sollte, der den Kampf gegen die Einsamkeit koordiniert. Denn Betroffene von sexualisierter Gewalt sind extrem von Einsamkeit betroffen. Nicht über das Erlebte sprechen zu können, führt zur Einsamkeit. Die bestehenden Verjährungsfristen bei sexualisierter ›››

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MeToo-Debatte

Von |2018-05-18T15:48:15+02:0010.01.2018|

netzwerkB Pressemitteilung vom 10.01.2018 Zur MeToo-Debatte nimmt netzwerkB wie folgt Stellung: Hashtag #metoo# ist eine Welle, die die sozialen Medien weltweit ergriffen hat. Viele einzelne (meist Frauen, wenige Männer) sprechen öffentlich aus, was sie aus Scham und Angst vor gesellschaftlichen Folgen für lange Zeit nicht auszusprechen wagten. Für den einzelnen ist es ein mutiger und authentischer Akt sich verlorene Kontrolle durch ein Brechen des Schweigens zurückzuholen – als Ganzes stellt sich die Bewegung eher als ein Akt der Hilflosigkeit dar. Die Gegenreaktion ist voll im Gange: Betroffene als Gruppe werden gegeneinander ausgespielt, da es solche gäbe, die wirklich etwas erlitten haben, und ›››

Deutschland schützt seine Kirchenvertreter

Von |2018-08-01T05:59:17+02:0020.09.2017|

netzwerkB Pressemitteilung vom 20.09.2017 Dem Lyoner Erzbischof Philippe Barbarin wird im April des kommenden Jahres wegen der Nichtanzeige von sexuellen Übergriffen gegen Minderjährige der Prozess gemacht. Sechs weitere Kirchenvertreter müssen sich neben Barbarin ebenfalls vor Gericht verantworten. Wir von netzwerkB begrüßen es sehr, dass die katholische Kirche in Frankreich offensichtlich nicht den gleichen Schutz genießt wie in Deutschland - nach deutschem Recht werden Kirchenvertreter nach wie vor geschützt und die Opfer zum Schweigen gebracht. Der Vorsitzende von netzwerkB, Norbert Denef, nimmt dazu wie folgt Stellung: Dem Bischof von Magdeburg könnte wegen der Nichtanzeige von sexuellen Übergriffen gegen Minderjährige und wegen unterlassener ›››

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Kardinal George Pell – Gerichtsanhörung

Von |2018-03-04T15:58:07+01:0030.06.2017|

netzwerkB Pressemitteilung vom 30.06.2017 Dem Finanzchef des Vatikan, Kardinal George Pell, werden mehrere sexuelle Vergehen vorgeworfen. Der 76-Jährige soll im Juli 2017 zu einer Gerichtsanhörung in Melbourne erscheinen. Der Vorsitzende von netzwerkB, Norbert Denef, nimmt dazu wie folgt Stellung: - Für Rückfragen: netzwerkB – Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V. Telefon: +49 (0)4503 892782 oder +49 (0)160 2131313 presse [at] netzwerkb.org www.netzwerkB.org

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Heiko Maas Interviewanfrage

Von |2018-04-11T13:22:27+02:0026.06.2017|

Offener Brief an Heiko Maas: Sehr geehrter Herr Maas, wir von netzwerkB-tv baten Sie am 22.06.2017 um ein Interview zum Thema "Colonia Dignidad“. Zu Ihrer Kenntnis hatten wir Ihnen die zum gleichen Thema von uns geführten Interviews zukommen lassen mit Renate Künast, Bündnis 90 die Grünen: https://youtu.be/EjoNjpJn3ak und Dr. Jan-Marco Luczak, CDU: https://youtu.be/VT8pio0_Hyw Auf Antrag von SPD, Grüne und Union soll die Aufarbeitung der Verbrechen in der Siedlung „Colonia Dignidad“ nach 55 Jahren Verschweigen, Verleugnen und Vertuschen diesen Donnerstag im Plenum verabschiedet werden. Vor diesem Plenum am Donnerstag wäre es sehr freundlich von Ihnen unsere Fragen im Interview zu beantworten. Das heutige Schreiben ›››

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Aufarbeitung ‘Kindesmissbrauch‘ eine Farce

Von |2018-10-23T22:35:44+02:0014.06.2017|

NDR Info Mittagsecho 14.06.2017 Zum Zwischenbericht der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs nimmt der Vorsitzende von netzwerkB, Norbert Denef, wie folgt Stellung: „Hören Sie auf mit diesem Lügentheater!“ war meine Forderung auf dem Kirchentag in München 2010. An diesem Lügentheater hat sich bis heute nichts geändert. Die Einrichtung eines Missbrauchsbeauftragten durch die Politik hat in den vergangenen 7 Jahren für die Opfer keine wesentlichen Verbesserungen gebracht. Er durfte hin und wieder in der Öffentlichkeit etwas jammern - mehr Kompetenzen hatte er nicht. Die angeblich zur Aufarbeitung der Verbrechen eingesetzte Kommission ist eine Farce - sie hört lediglich Opfer’geschichten‘ an - ›››

„Colonia Dignidad“ – Dr. Jan-Marco Luczak

Von |2018-04-03T14:29:56+02:0026.05.2017|

netzwerkB fordert nach wie vor die Aufhebung der Verjährungsfristen netzwerkB Pressemitteilung vom 26.05.2017 Im nachfolgendem Interview hat Dr. Jan-Marco Luczak MdB, Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz, dazu Stellung bezogen und uns zugesagt, dass er dieses Thema „sehr gerne“ mit in den Bundestagswahlkampf nehmen wird. Liebe Medienvertreter, wenn Sie darüber berichten, dass Dr. Jan-Marco Luczak das Thema Aufhebung der Verjährungsfristen mit in den Bundestagswahlkampf nehmen will, unterstützen Sie eine gerechte Sache, denn Verjährungsfristen bei sexualisierter Gewalt sind unmenschlich. Bitte veröffentlichen Sie nachfolgendes Interview, welches wir von netzwerkB-tv im Bundestag am 22.05.2017 geführt haben: Norbert Denef: Über sexualisierte Gewalt in Deutschland haben die ›››

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Osterbotschaft an den Vatikan

Von |2017-11-10T09:56:01+01:0006.04.2017|

(Foto: Norbert Denef) netzwerkB Pressemitteilung vom 6. April 2017 Sehr geehrte Damen und Herren von Presse, Funk und Fernsehen, das Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt (netzwerkB) ist ein Interessenverband für die Opfer von sexualisierter Gewalt, insbesondere sexuellen Missbrauchs und Vergewaltigung. Der Verein wurde am 10. April 2010 gegründet, Sitz ist Scharbeutz. Sprecher ist Norbert Denef, der nachfolgende Video-Osterbotschaft an den Vatikan gerichtet hat, mit der Bitte um Veröffentlichung. Für Rückfragen: netzwerkB – Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V. Telefon: +49 (0)4503 892782 oder +49 (0)160 2131313 presse [at] netzwerkb.org www.netzwerkB.org

Wie der Herr, so’s Gescherr

Von |2017-09-20T15:39:36+02:0027.03.2017|

netzwerkB Pressemitteilung vom 27.03.2017 Die Päpstliche Beraterkommission gegen sexuellen Missbrauch von Kindern in der Katholischen Kirche will nach dem Rückzug aller Opfer-Vertreter mit ihrer Arbeit fortfahren. Das irische Missbrauchsopfer Marie Collins hatte unter Protest als letzte Vertreterin der Betroffenen sich aus der Kommission zurückgezogen, weil die Kongregation für Glaubenslehre ihre Vorschläge für den Schutz von Kindern ignoriere. Der Vorsitzende von netzwerkB, Norbert Denef, nimmt dazu wie folgt Stellung: Der Rücktritt von Marie Collins hätte den Chef der katholischen Kirche, Papst Franziskus, veranlassen können, sich auf die Seite der Opfer zu stellen und die angebliche Beraterkommission für gescheitert zu erklären. Stattdessen müssen ›››

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Theater des Schweigens

Von |2017-08-29T05:46:16+02:0003.03.2017|

netzwerkB Pressemitteilung vom 03.03.2017 Am 1. März 2017 trat Marie Collins, Mitglied der Kinderschutzkommission des Vatikans, die Papst Franziskus vor drei Jahren gegründet hatte, zurück. Collins war selbst als Kind Opfer von sexualisierter Gewalt durch katholischer Geistlicher geworden. Sie legte nun ihr Amt in der Kinderschutzkommission nieder wegen mangelnder Kooperation der Behörden der römischen Kurie. Ein weiteres Mitglied der Kommission, Peter Saunders, ebenfalls ein Betroffener, hatte sich mit öffentlicher Kritik an Klerikern unbeliebt gemacht und wurde schon im Februar 2016 rausgeworfen. Der Vorsitzende von netzwerkB, Norbert Denef, nimmt dazu wie folgt Stellung: Aus Sicht von netzwerkB sind wir nicht verwundert über ›››

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Lieber Papst Franziskus

Von |2017-08-14T21:25:50+02:0002.03.2017|

netzwerkB Pressemitteilung vom 02.03.2017 Wir von netzwerkB (Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V.) bitten um Veröffentlichung des nachfolgenden Briefes an Papst Franziskus: His Holiness Pope Franziskus (PERSÖNLICH) The Apostolic Palace 00120 Vatican City Europe Lieber Papst Franziskus, am 6. November 1993 habe ich im Familienkreis im Beisein der beiden Täter (Pfarrer und Kantor) mein Schweigen über die in der Kindheit und Jugend erlebte sexualisierte Gewalt gebrochen. Meine Geschichte ist seit Anfang 1994 öffentlich bekannt; hier der Link zu einer Zusammenfassung: https://de.wikipedia.org/wiki/Norbert_Denef Seit 24 Jahren versuche ich die Verbrechen mit der Kirche und den Tätern zusammen aufzuarbeiten – bisher ohne Erfolg. Da die Verbrechen in ›››

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Wie laut sollen wir denn noch schreien?

Von |2017-07-29T17:04:33+02:0009.02.2017|

netzwerkB Pressemitteilung vom 09.02.2017 Im Bistum Limburg ist der Büroleiter von Bischof Georg Bätzing freigestellt worden, weil er auf seinem Dienst-PC ‚Kinderpornos‘ gespeichert haben soll. Es wird gegen ihn ermittelt. Auch für den Büroleiter und engen Vertrauten von Bischof Georg Bätzing gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung. Der aktuelle Fall beweist wieder einmal, dass Aufarbeitung von solchen schrecklichen Verbrechen intern nicht möglich ist. Dies aber versucht die katholische Kirche immer wieder - aktuell mit einer von der Kirche beauftragten angeblichen Aufarbeitungskomission. Wir von netzwerkB fordern, dass dieses Lügentheater beendet wird und die Politik damit aufhört, die Verbrechen in kirchlichen Institutionen zu schützen. Auch die Aufarbeitungskommission ›››

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„Es ist ein Lügentheater“

Von |2018-09-30T11:52:55+02:0006.02.2017|

(Foto: München Kirchentag 2010 - am Rednerpult Pater Klaus Mertes, v. m. Norbert Denef) netzwerkB Pressemitteilung vom 06.02.2017 Während einer Veranstaltung beim ökumenischen Kirchentag in München, am 14.05 2010  als Pater Klaus Mertes zum Thema „Missbrauch“ sprach, hat der Vorsitzende von netzwerkB, Norbert Denef, seine Stimme für die vielen im Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt erhoben und lautstark gefordert: „Beenden Sie diese Veranstaltung. Es ist ein Lügentheater. Treten Sie ab. Sie haben versagt.“ Seitdem sind bald sieben Jahre vergangen. Eine Aufarbeitung der Verbrechen in der katholischen Kirche wird nach wie vor in Deutschland verhindert - unterstützt durch Politik und einer Justiz, die lieber ›››

Das Schweigen der Hirten

Von |2017-07-12T08:06:27+02:0020.01.2017|

netzwerkB Pressemitteilung vom 20. Januar 2017 Papst Franziskus hat "Null-Toleranz"-Strategie gegenüber ‘sexuellem Missbrauch‘ versprochen. Dass die Wirklichkeit in der katholischen Kirche anders aussieht - behauptet der Enthüllungsjournalist Emiliano Fittipaldi in seinem Buch „Lussuria“ (Unzucht). Wir von netzwerkB haben die Erfahrung gemacht, dass die "Null-Toleranz“-Strategie von Papst Franziskus nichts weiter als ein Papiertiger ist. Bischof Ackermann, Missbrauchsbeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz, spricht sich zwar öffentlich dafür aus, dass die Verbrechen sexualisierter Gewalt in der katholischen Kirche in Deutschland aufgearbeitet werden sollen. Die Praxis sieht leider anders aus. Wenn es um wirkliche Aufarbeitung geht, schweigt Bischof Ackermann. Uns von netzwerkB geht es beispielhaft um die gemeinsame Aufarbeitung ›››

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Aufarbeitungskommission eine Farce?

Von |2017-07-06T16:01:57+02:0004.11.2016|

Sehr geehrte Mitglieder der Aufarbeitungskommission des UBSKM, netzwerkB möchte an Sie mit diesem offenen Brief appellieren, die Aufarbeitung eines vollständig dokumentierten Falles wahrzunehmen. Sie sind am 26. Januar 2016 zur Aufarbeitungskommission berufen worden. Eine solche Kommission erweckt Erwartungen und vor allem Hoffnungen bei Betroffenen von sexualisierter Gewalt. Ihre Kommission könnte eine gesellschaftliche Chance sein, die begangenen Verbrechen – soweit dies noch möglich ist – aufzuarbeiten, um dann die entsprechenden strukturellen Veränderungen vorzunehmen. Denn genau das sollte das Ziel sein: Den nächsten Generationen von Kindern solch ein, das Leben zerstörendes Leid so weit als möglich zu ersparen. Doch wie wir jetzt feststellen ›››

Missbrauchsbeauftragter missbraucht Schulen

Von |2017-05-12T09:14:57+02:0014.09.2016|

netzwerkB Pressemitteilung vom 14.09.2016 Der Missbrauchsbeauftragte des Bundes missbraucht die Schulen für billige PR Johannes-Wilhelm Rörig, ehemals als Richter tätig und seit 2011 der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, stellte am 13.08.2016 im ZDF-Morgenmagazin seine Aktion gegen sexuelle Gewalt vor. Rörig verlangte, Schulen sollten sich mit dem Problem des sexuellen Missbrauchs mehr auseinandersetzen. Zugleich forderte er, man solle Schulen "nicht unter Generalverdacht" stellen, aber auch sie seien "gefährliche Orte". [http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2834440/Roerig-Aktion-gegen-sexuelle-Gewalt#/beitrag/video/2834440/Roerig-Aktion-gegen-sexuelle-Gewalt] Herr Andrej Priboschek, ehemaliger Pressesprecher des Schulministerium von Nordhrein-Westfalen und aktuell Herausgeber von des Portals News4teachers.de, schreibt in seinem Beitrag vom 14. September 2016 dazu eine Replik [http://www.news4teachers.de/2016/09/lehrer-als-taeter-der-missbrauchsbeauftragte-des-bundes-missbraucht-die-schulen-fuer-billige-pr/]. Priboschek weist darauf hin, dass unter ›››

WIR BEWEGEN WAS

Von |2017-11-10T10:01:06+01:0008.08.2016|

"85 Prozent der Deutschen bewegen sich zu wenig" Hier können Sie uns unterstützen: Jetzt online spenden … Ihr netzwerkB Team  

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Die neuen Regelungen der §§ 177 ff. StGB

Von |2017-05-03T18:44:41+02:0012.07.2016|

netzwerkB Pressemitteilung vom 12.07.2016 Zu dem Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Änderung des Strafgesetzbuchs – Verbesserung des Schutzes der sexuellen Selbstbestimmung – nimmt netzwerkB wie folgt Stellung: Der Gesetzentwurf ist am 07.07.2016 in der Fassung des Änderungsantrages (s. Anhang) angenommen worden. Insgesamt betrachtet ist die Gesetzesänderung aus Sicht von netzwerkB ein gutes, notwendiges politisches Signal an die Gesellschaft, durch welches vielleicht - so bleibt zu hoffen - ein Umdenken dahingehend in Gang kommt, dass ein „Nein“, zukünftig nicht mehr, wie bisher, als „Ja“ umgedeutet werden kann, sondern ohne Interpretationsmöglichkeit auch "NEIN" heißt. Natürlich wäre es naiv zu glauben, dass sich in der Rechtssprechung für die Opfer nach der Gesetzesänderung ›››

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Sexualstrafrecht im Bundestag

Von |2017-03-03T21:26:42+01:0005.07.2016|

netzwerkB Pressemitteilung vom 5. Juli 2016 Mit dem Titel „Verbesserung des Schutzes der sexuellen Selbstbestimmung“ (18/8210) hat die Bundesregierung ihren Gesetzentwurf zur Reform des Sexualstrafrechts dem Bundestag überstellt. Am Donnerstag den 7. Juli 2016 wird der Bundestag wahrscheinlich für die Reform stimmen. Die Bundesregierung will die als „bisher unzureichend“ charakterisierte Rechtslage ändern und damit zugleich dem Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt vom 11. Mai 2011 gerecht werden. Demnach soll ein neugefasster Paragraf 179 des Strafgesetzbuches mit „Sexueller Missbrauch unter Ausnutzung besonderer Umstände“ überschrieben werden. Insgesamt ist der Rahmen der vorgesehenen Gesetzgebung für netzwerkB nicht zufriedenstellend. Es ›››

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Neues Forschungsprojekt ohne Zensur?

Von |2017-05-13T14:05:43+02:0027.06.2016|

netzwerkB Pressemitteilung vom 27.06.2016 Ein neues Forschungsprojekt der Deutschen Bischofskonferenz mit Prof. Dr. Dieter Dölling vom Kriminologischen Institut der Universität Heidelberg zum sexuellen Missbrauch durch Geistliche soll das aufgekündigte Projekt mit Herrn Pfeiffer ersetzen. Das kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen, geleitet von dem ehemaligen Landesjustizminister Prof. Dr. Christian Pfeiffer, war im Januar 2013 gescheitert. Prof. Pfeiffer warf der römisch-katholischen Kirche in Deutschland danach unter anderem Zensur vor. Als bundesweite Interessenvertretung nehmen wir dazu wie folgt Stellung: Die Beträge, die in den Fällen der Antragsstellung von der Deutschen Bischofskonferenz an die sich meldenden Betroffenen vermittelt werden, stellen keinen Ausgleich für das erlittene Leid und den erlittenen ›››

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Bedingungsloses Grundeinkommen gefordert

Von |2017-07-13T19:49:53+02:0025.05.2016|

netzwerkB Pressemitteilung vom 25.05.2016 netzwerkB fordert bedingungsloses Grundeinkommen  In der Schweiz wird am 5. Juni 2016 per Volksentscheid über ein bedingungsloses Grundeinkommen abgestimmt. Wenn die Grundsatzentscheidung für ein bedingungsloses Grundeinkommen gefallen ist, werden die Themen bezüglich der Durchführung, wie z.B. Höhe des Grundeinkommens, Finanzierung, oder Zugangsberechtigung, genauer ausgearbeitet. netzwerkB unterstützt diesen Volksentscheid und fordert die Bundesregierung auf, aktiv ein bedingungsloses Grundeinkommen voranzutreiben. In Zeiten einer globalisierten Finanz- und Wirtschaftspolitik durch die immer mehr Menschen wirtschaftlich und damit gesellschaftlich marginalisiert werden, würde die Einführung eines bedingungsloses Grundeinkommen gesellschaftliche Teilhabe für alle garantieren und somit einen positiven Beitrag für den derzeit eher fragilen sozialen ›››

Regierungsentwurf zum Sexualstrafrecht

Von |2016-07-05T15:53:46+02:0027.04.2016|

netzwerkB Pressemitteilung vom 27.04.2016 Mit dem Titel „Verbesserung des Schutzes der sexuellen Selbstbestimmung“ (18/8210) hat die Bundesregierung ihren Gesetzentwurf zur Reform des Sexualstrafrechts dem Bundestag überstellt. Am Donnerstag den 28.04.2016 soll im Plenum darüber beraten werden. Die Bundesregierung will die als „bisher unzureichend“ charakterisierte Rechtslage ändern und damit zugleich dem Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt vom 11. Mai 2011 gerecht werden. Demnach soll ein neugefasster Paragraf 179 des Strafgesetzbuches mit „Sexueller Missbrauch unter Ausnutzung besonderer Umstände“ überschrieben werden. Insgesamt ist der Rahmen der vorgesehenen Gesetzgebung für netzwerkB nicht zufriedenstellend. Es fehlen: die Anzeigepflicht für Zeugen, ›››

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Bistum Mainz: Akt der Versöhnung

Von |2016-08-31T15:27:37+02:0021.04.2016|

Sehr geehrter Herr Kardinal Lehmann, unter Bezugnahme auf die Vorgänge um die „Kita Maria Königin“, die in den Medien ein breites Echo gefunden hat, bitten wir Sie um einen Akt der Versöhnung. Nach den öffentlich erhobenen Vorwürfen gegen die MitarbeiterInnen der besagten Einrichtung haben Sie diese sofort entlassen, weil angeblich eine Vielzahl von Eltern gegenüber dem Träger glaubhaft Missstände im Umgang mit den Kindern geschildert hatte. Wir sind der Meinung, dass eine vorläufige Suspendierung oder befristete Beurlaubung bis zur Klärung der Vorgänge gerechter gewesen wäre. Diese Position hatten wir bereits im Juni 2015 veröffentlicht unter: http://netzwerkb.org/2015/07/07/mainzer-kindertagesstatte-maria-konigin/ Bitte überlassen Sie die Klärung ›››

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Gefängnisse abschaffen

Von |2016-12-31T12:48:29+01:0030.03.2016|

netzwerkB Pressemitteilung vom 30. März 2016 Der Gefängnisdirektor Thomas Galli ist zu der Überzeugung gekommen, "dass das Gefängnis eine überholte gesellschaftliche Institution ist. In ihr manifestiert sich eine ungerechte, unvernünftige und oft unmenschliche Verteilung der Schuld.“ Wir von netzwerkB teilen die Ansicht von Galli und sind ebenfalls dafür Gefängnisse abzuschaffen. Es seien nur wenige, wirklich gefährliche Menschen, denen man im Sinne der Sicherung die Freiheit entziehen muss - auch diese Auffassung teilen wir mit Galli. Anstatt Täter mit Gefängnis zu bestrafen, fordert netzwerkB, dass der Gesetzgeber für gerechte Entschädigung der Opfer sorgt. In Deutschland ist eine Maschine noch immer viel mehr ›››

Hilflosigkeit von Kirche und Staat

Von |2016-12-31T12:47:51+01:0026.03.2016|

netzwerkB Pressemitteilung vom 26. März 2016 Im Bistum Würzburg erhebt eine heute 44-Jährige Frau nach SPIEGEL-Informationen schwere Vorwürfe gegen einen ehemaligen Missbrauchsbeauftragten des Bistums. Er soll sie 1988 zu sexuellen Handlungen gezwungen haben. Der heutige Missbrauchsbeauftragte des Bistums, der Kriminologe Klaus Laubenthal, hält die Vorwürfe für plausibel. Der Beschuldigte weist den Verdacht zurück. Kirchengerichte tagen unter Ausschluss der Öffentlichkeit und urteilen nach eigenen Normen. Bischof Hofmann stärkt seinem beschuldigten Glaubensbruder den Rücken mit den Worten "Ich vertraue Ihnen voll.“. Sexualisierte Gewalt ist ein Offizialdelikt. Staatliche Ermittlungsbehörden sind verpflichtet zu ermitteln, um gegebenenfalls Anklage zu erheben. Voraussetzung dafür ist, dass die angebliche Tat ›››

Verschärfung des Sexualstrafrechts

Von |2016-12-04T12:54:23+01:0018.03.2016|

netzwerkB Pressemitteilung vom 18. März 2016 Bundeskabinett beschließt Verschärfung des Sexualstrafrechts und bleibt dabei doch übermäßig mild. Ein paar kleine Schritte mögen das sein, die das Bundeskabinett da gegangen ist und was es eine „Verschärfung des Sexualstrafrechts“ nennt. Doch klingt es eher wie ein Werbeslogan, denn in der Realität wurde nur sehr wenig dessen, was mit sexuellen Gewalttaten zu tun hat, mit Aufmerksamkeit bedacht und ins Visier genommen. Frauen sollen es etwas leichter haben, ein paar Arten sexuell übergriffigen Verhaltens als Straftat anerkannt zu bekommen. Der § 177 StGB wurde leicht geändert, als mehr kann man das nicht bezeichnen. Der letztendliche ›››

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Deutschland schützt seine Täter

Von |2016-11-04T14:48:30+01:0004.03.2016|

netzwerkB Pressemitteilung vom 4. März 2016 Der 1988 verstorbene Hildesheimer Bischof Heinrich Maria Janssen soll angeblich von 1958 bis 1963 einen Jungen sexuell missbraucht haben. Ein Gutachter soll nun die Missbrauchsvorwürfe gegen den ehemaligen Bischof aufarbeiten. Bei einem Offizialdelikt, was der Straftatbestand des sexuellen Missbrauchs von Kindern darstellt, sind Polizei und Staatsanwaltschaft dazu verpflichtet, zu ermitteln. Im vorliegenden Fall jedoch dürfen die Strafverfolgungsbehörden nicht ermitteln – weil es in Deutschland Verjährungsfristen gibt – wodurch Täter bzw. mutmaßliche Täter, wie etwa im vorliegenden Fall, geschützt werden. Anstatt sich dafür einzusetzen, dass die Politik diese Verjährungsfristen aufhebt, so wie es netzwerkB vorgeschlagen hat, s. unter: Gesetzentwurf Verjährungsfristen aufhebenund zwar ›››

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Fachtagung sexueller Missbrauch in der Kirche

Von |2016-09-14T20:38:33+02:0029.02.2016|

netzwerkB Pressemitteilung vom 29.02.2016 Bischof Stephan Ackermann, Beauftragter der deutschen Bischofskonferenz für Fragen des sexuellen Missbrauchs im kirchlichen Bereich, hat für den 2. und 3. März 2016 zur Fortbildungstagung nach Köln eingeladen. Gedacht ist die Tagung für Generalvikare, Personalverantwortliche, Präventionsbeauftragte und Ansprechpersonen für Hinweise auf sexuellen Missbrauch. Unter dem Titel „‘Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen‘ (Offb 21,4) – Chancen und Risiken von Spiritualität. Pastorale Herausforderungen und Heilungsaspekte in der Missbrauchsthematik“, soll die Frage zum Umgang mit Schuld und Vergebung aber auch die Möglichkeit einer Heilung durch Glauben und Spiritualität, geklärt werden. In drei Workshops werden die unterschiedlichen Aspekte ›››

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Meldepflicht für sämtliche Missbrauchsfälle

Von |2016-09-10T16:23:56+02:0013.02.2016|

netzwerkB Pressemitteilung vom 13. Februar 2016 Die vatikanische Kongregation für die Bischöfe betonte bei einem Einführungskurs zur „Handhabung von sexuellem Kindesmissbrauch“, dass Anzeigen Sache des Opfers und Familien sei - die Australische Bischofskonferenz geht diesbezüglich auf Distanz. Es sei eine "moralische Verpflichtung“ für Bischöfe und Ordensobere zur Anzeige sexueller Missbrauchsfälle bei der Polizei, auch wenn eine rechtliche Verpflichtung nicht bestehen würde, erklärte der Vorsitzende des bischöflichen "Rates für Wahrheit, Gerechtigkeit und Heilung“ (ein von der Australischen Bischofskonferenz berufenes Gremium) "Auch wenn die Bischöfe nicht per Gesetz zur Anzeige von Missbrauchsfällen verpflichtet sind, haben sie die moralische Pflicht, im Interesse einer effizienten ›››

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Bistum Hildesheim: Neue Vorwürfe

Von |2016-02-02T11:29:10+01:0027.01.2016|

netzwerkB Pressemitteilung vom 27.01.2016 Gegen das Bistum Hildesheim gibt es neue Vorwürfe: Angeblich soll die Mutter eines betroffenen Mädchens vor Jahren von Priester R. auch missbraucht worden sein. Die Staatsanwaltschaft sei eingeschaltet, um zu ermitteln. netzwerkB fordert schon seit 2010 eine Anzeige- und Meldepflicht bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung – Bischof Trelle könnte so gesetzlich zur Verantwortung gezogen werden, wenn der Vorwurf der Vertuschung ihm nachgewiesen würde. netzwerkB fordert ebenfalls schon seit 2010 die Aufhebung der Verjährungsfristen bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Im vorliegenden Fall von Pater Peter R., der 2010 auch im Zentrum des Missbrauchsskandals am Canisius-Kolleg mit mehr als 100 Opfern ›››

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Georg Ratzinger weist Vorwürfe zurück

Von |2016-08-22T23:42:31+02:0011.01.2016|

netzwerkB Pressemitteilung vom 11.01.2016 Priester und Lehrer sollen bei den Regensburger Domspatzen von 1953 bis 1992 mindestens 231 Kinder misshandelt haben - 50 Kinder seien davon auch Opfer sexueller Gewalt geworden. Der Bruder des emeritierten Papstes Benedikt XVI. soll von den Vorgängen gewusst haben. Davon geht der von Bistum und Chor mit der Klärung des Skandals beauftragte Rechtsanwalt Ulrich Weber aus. Ratzinger hat diese Vorwürfe zurückgewiesen, von den Missbrauchsfällen im Chor etwas gewusst zu haben. Norbert Denef, Vorsitzender des Netzwerks Betroffener von sexualisierter Gewalt (netzwerkB), teilt hierzu mit: Der Vorwurf, Ratzinger hätte von den Missbrauchsfällen im Chor etwas gewusst, wiegt schwer. Rechtsanwalt Ulrich Weber wird beweisen müssen, wenn er ›››

Versöhnung anbieten

Von |2016-01-03T06:59:59+01:0017.12.2015|

netzwerkB Pressemitteilung vom 17.12.2015 Bischof Trelle vom Bistum Hildesheim soll „Missbrauchs-Vorwurf“ vertuscht haben, laut SPIEGEL ONLINE 15.12.2015. Von komplettem „Versagen" und „Rücktritt" ist die Rede. In Deutschland gibt es bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung keine Melde- und Anzeigepflicht. Insofern hätte Bischof Trelle, wenn er angeblich einen „Missbrauchs-Vorwurf“ vertuscht haben soll, nicht gegen die gesetzliche Norm unseres Staates verstoßen. „Vertuschen" ist in Deutschland durch die aktuelle Gesetzeslage legal. netzwerkB fordert schon seit 2010 eine Anzeige- und Meldepflicht bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung - Bischof Trelle könnte so gesetzlich zur Verantwortung gezogen werden, wenn der Vorwurf der Vertuschung ihm nachgewiesen würde. netzwerkB fordert ebenfalls ›››

Perfide Strategie der Charité

Von |2016-08-22T23:42:11+02:0026.11.2015|

netzwerkB-Vorsitzender Norbert Denef über die perfide Strategie der Charité. Interviewanalyse zum Präventionsprojekt „Kein Täter werden“ (als PDF herunterladen)   Sie kennen das Präventionsprojekt „Kein Täter werden“. Wie sind Sie darauf aufmerksam geworden? Ich habe das Projekt von seinen Anfängen an – es begann ja 2005 als erste Dunkelfeldstudie - beobachtet. Ich habe mich mit Herrn Prof. Beier schon am 10.10.2006 in der ARD Fernsehsendung ‘Menschen bei Maischberger‘ und dann wieder am 2.10.2007 in der ZDF Fernsehsendung Johannes B. Kerner‘ gestritten. Wie war Ihr erster Eindruck von dem Projekt? Wie hat es auf Sie gewirkt? Herr Prof. Beier postuliert, dass ‚Pädophilie‘ (wir lehnen diesen Begriff ›››

Bischof Trelle – Akt der Versöhnung

Von |2016-01-03T07:03:30+01:0014.11.2015|

Offener Brief an Bischof Norbert Trelle (als PDF herunterladen) Akt der Versöhnung Sehr geehrter Herr Bischof Trelle, der inzwischen verstorbene Bischof Heinrich Maria Janssen soll sich über Jahre hinweg an einem Jungen vergangen haben, darüber berichtete kürzlich das Nachrichtenmagazin ‘Der Spiegel‘, seitdem herrscht große Aufregung im Bistum Hildesheim. Obwohl es keine echten Beweise gibt, halten Ihre Mitarbeiter im Bistum die Vorwürfe dennoch für plausibel. Aus den Medien konnte ich entnehmen, dass Sie als Bischof die Meinung vertreten, dass auch bei einem verstorbenen mutmaßlichen Täter die Unschuldsvermutung gelte. Dem Opfer glauben, und damit sein Leid anerkennen, ist ein mutiger Schritt, das haben ›››

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Aufarbeitung ohne gesetzliche Grundlage

Von |2016-08-20T17:25:59+02:0021.07.2015|

Offener Brief an den ‘Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs’, Johannes-Wilhelm Rörig (als PDF herunterladen) Sehr geehrter Herr Rörig, in Ihrer Pressemitteilung Nr. 12 vom 02.07.2015 geben Sie bekannt, dass ab 2016 eine ‘Unabhängige Aufarbeitungskommission’ Verbrechen von sexualisierter Gewalt an Kindern aufarbeiten soll. Deutschland setze damit international bei der Aufarbeitung neue Akzente. Ziele der Aufarbeitungskommission seien: Anerkennung des Unrechts, besseres Verständnis des Themenkomplexes und der Folgen in der Gesellschaft und letztendlich bessere Prävention. Der Begriff „Aufarbeitungskommission“ – wenn man historischen Beispielen, u.a. Südafrika folgen möchte- involviert unbedingt Täter und Opfer. ‚Aufarbeitung‘ weckt große Hoffnung bei Betroffenen, die tagtäglich unter der Last der ›››

Die Bauernopfer

Von |2016-04-21T15:24:21+02:0017.06.2015|

netzwerkB Pressemitteilung vom 17. Juni 2015 Das Bistum Mainz, mit Kardinal Karl Lehmann an der Spitze, „feuert“ lieber sieben Angestellte, anstatt selbst die Verantwortung für den Skandal in der Mainzer Kita ‘Maria Königin‘ zu übernehmen. 55 Kinder sollen monatelang mehrfach täglich massiv bedroht und erpresst worden sein und sexualisierte Gewalt erfahren haben. Laut Berichten soll es geradezu ein Bandenwesen von Kindern gegen andere Kinder gegeben haben. Die Frage ist zu stellen, was für eine Kultur in dieser Kita vorherrschte, dass ein solch massives Ausagieren von Gewalt möglich war. Die Entlassung von allen Mitarbeitern mag für manche befreiend wirken; der Anschein wird ›››

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Papst Franziskus und der Kinderschutz

Von |2016-04-27T06:48:21+02:0010.06.2015|

netzwerkB Pressemitteilung vom 10.06.2015 Papst Franziskus stimmte Vorschlägen zu, die die Päpstliche Kommission für Kinderschutz wie folgt benannte: Die Bischofskonferenzen, die Missions- und die Ostkirchen-Kongregationen sollen künftig für Fälle von Amtsmissbrauch durch Bischöfe (im Bereich sexueller Missbrauch durch Kirchenleute) zuständig sein und die entsprechenden Anzeigen entgegennehmen. Die Glaubenskongregation soll den Auftrag bekommen, in diesen Fällen einen Prozess gegen Bischöfe zu führen. In der Glaubenskongregation soll eine neue Justizabteilung eingerichtet werden. Diese Abteilung soll von einem vom Papst ernannten Sekretär geleitet werden. Der Heilige Vater soll nach fünf Jahren eine formelle Überprüfung durchführen lassen, wie effizient diese Neuerungen sind. Norbert Denef, Sprecher ›››

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Papst bekräftigt Gewalt gegen Kinder

Von |2016-05-25T20:20:57+02:0029.05.2015|

Papst Franziskus bekräftigt erneut seine umstrittene Haltung zur Züchtigung von Kindern. In einem Interview mit der argentinischen Zeitung La Voz del Pueblo sagte der Papst: „Ich sage immer: Man soll ein Kind nicht ins Gesicht schlagen, weil das Gesicht heilig ist. Aber zwei oder drei Klapse auf den Hintern schaden nicht“. Franziskus wurde von seiner Mutter geschlagen - auch darüber berichtet die Zeitung La Voz del Pueblo. Hier schließt sich der Teufelskreis: Nicht aufgearbeitete erlebte Gewalt in der Kindheit wird idealisiert und später an die nächste Generation weitergegeben. Hitler wurde als Kind auch geschlagen und hat dann später Millionen Menschen umgebracht. ›››

Ausgezeichnete Arbeit!

Von |2016-01-30T15:40:14+01:0023.05.2015|

netzwerkB Pressemitteilung vom 18.05.2015 Der Verein "Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt", kurz netzwerkB, vergibt heuer einen Preis mit stehender Ovation für "herausragende" Leistungen im Kinderschutz. Als erster Preisträger wird der Vorsitzende des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, mit dem Ehrenpreis ‘Der goldene Aschenstreuer’ ausgezeichnet. Nachdem 2013 einige Medien über mögliche pädokriminelle Netzwerke im Deutschen Kinderschutzbund berichteten und noch berichten, beauftragte Heinz Hilgers regelrecht getrieben vom Hang zur Wahrheit das Göttinger Institut für Demokratieforschung mit der historischen Aufarbeitung dieses unglaublichen und paradoxen Sachverhaltes im Deutschen Kinderschutzbund. Erstaunlich, dass auf dem Weg zur Wahrheitsfindung unter anderem ein Ordner des Arbeitskreises "humane Sexualität (mit Schwerpunkten wie ›››

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Merkel’s Quak-Orchester – Realsatire in Berlin

Von |2016-01-27T17:02:52+01:0020.05.2015|

Beispielhaftes Vorgehen des GRÜNEN Landesverbandes Berlin Jetzt sind die GRÜNEN mal wieder dran. Zur letzten Wahlzeit hat man sich ja noch etwas bedeckt gehalten, auch wenn der Skandal schon am Kochen war. Dann hat man – das ist ja derzeit eine richtige Wachstumsindustrie – ein Gutachten in Auftrag gegeben. Und nun macht man – en vogue 2015 (so als späte Reaktion zu dem Enthüllungs-Tsunami von 2010 - dazwischen war ja nix was wirklich konkret Betroffenen geholfen hätte) – auf  Aufarbeitung.  (sollte man vielleicht als Unwort für 2015 vorschlagen - wir haben es ja auch schon nach 1945 nicht geschafft, wieso jetzt) ›››

Kinderschutzsumpf

Von |2016-01-27T17:02:27+01:0020.05.2015|

Unsere Stellungnahme zu den Themen ‘Pädokriminelle Netzwerke im Deutschen Kinderschutzbund‘ und ‘Odenwaldschule kann weiter betrieben werden’ entnehmen Sie bitte folgender Karikatur: http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2015/05/kinderschutzsumpf.jpg Nutzungen der Karikatur unterliegen dem Urheberecht und Nutzungsrecht. Für Rückfragen: netzwerkB – Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V. Telefon: +49 (0)4503 892782 oder +49 (0)160 2131313 presse@netzwerkb.org www.netzwerkB.org - Weiterführende Informationen: Schließt die Pädophilen-Lobby! DKSB_Endbericht-1.pdf

Schließt die Pädophilen-Lobby!

Von |2015-06-16T17:19:41+02:0025.04.2015|

Nach dem medialen Hochkochen des Missbrauchsskandals an der Odenwaldschule hat das Interesse von Eltern und Schülern rapide abgenommen. Nun droht laut einem Bericht des SPIEGEL die Insolvenz. netzwerkB begrüßt es sehr wenn die Odenwaldschule Insolvenz anmeldet. Das verbleibende Vermögen könnte der Trägerverein dafür einsetzen, die Betroffenen von sexualisierter Gewalt angemessen zu entschädigen - es wäre ein würdevoller Akt der Versöhnung. Sex mit Kindern zu entkriminalisieren, dafür setzte sich in den 80er-Jahren auch der Kinderschutzbund ein. Sex mit Erwachsenen, so die Botschaft, mache Kinder stark fürs Leben. Erst nachdem im Oktober 2013 die dunklen Machenschaften dieser angeblichen Kinderschützer ans Tageslicht kamen und ›››

Charité Programm ‚Kein Täter werden‘ zeigt erhebliche wissenschaftliche Mängel

Von |2015-11-26T15:17:58+01:0013.04.2015|

Die deutsche Dunkelfeld Studie – das mittlerweile fast bundesweite Präventionsnetzwerk ‚Kein Täter werden‘ mit namhaften Sponsoren (u.a. Volkswagenstiftung) ist wissenschaftlich gesehen eher zweifelhaft. So argumentiert Andrej König – Experte in Methodenlehre und Forensischer Psychologie an der Fachhochschule Dortmund – dass die Studie von Prof. Beier schwere methodologische und konzeptionelle Fehler aufweist. [1] Die Ergebnisse nach nur 12 monatiger Laufzeit – ein Zeitraum, der für eine Prognose von Langzeiteffekten zu kurz ist – seien nicht wertig, da entgegen dem anerkannten wissenschaftlichen Standard der Präventionsforschung die Zahl der Abbrecher nicht miteinbezogen wurde. Mit 56,4% (180 Teilnehmer, die die Therapiemassnahme gleich zu Beginn ablehnten ›››

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Mythos Führungszeugnis

Von |2015-05-29T21:40:08+02:0017.03.2015|

Zum Mythos der Sinnhaftigkeit der Vorlagepflicht von Führungszeugnissen Wir fordern die Politik auf, den Mythos der Sinnhaftigkeit der Vorlagepflicht von Führungszeugnissen nicht weiter zu verbreiten: Führungszeugnisse sind keine geeignete Präventivmaßnahme. Die Verpflichtung zur Vorlage polizeilicher Führungszeugnisse bei der Bewerbung um eine Anstellung in einer Einrichtung, welche hauptsächlich Kinder und / oder Jugendliche betreut oder in welcher diese beschäftigt werden, führt faktisch nicht zur Verbesserung des Schutzes der Kinder und Jugendlichen vor Pädo-Kriminellen. Zunächst ist zwingend zu beachten, dass eine Verfahrenseinstellung gemäß § 153 oder 153a StPO, wie zuletzt im Fall Edathy bekannt geworden, aus einem solchen Führungszeugnis gerade nicht hervorgeht, sondern lediglich etwaige Verurteilungen. Dies ›››

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Projekt „Kein Täter werden“ – Wissenschaftler kritisch hinterfragen

Von |2015-04-14T16:37:31+02:0014.03.2015|

Über eine Pressemeldung vom 12.03.2015 haben wir folgendes zur Kenntnis genommen: Zitat: Die katholische Kirche in Deutschland hat offenbar mehr pädophil geneigte Männer in ihren Reihen als bislang angenommen. Zu dieser Einschätzung kommen namhafte Sexualforscher wie der Berliner Sexualpsychologe Dr. Christoph J. Ahlers und Prof. Klaus M. Beier von der Berliner Charité. Ahlers äußert sich am Montag, 16. März, um 23.30 Uhr im Ersten in der NDR Dokumentation "Das Schweigen der Männer - Die katholische Kirche und der Kindesmissbrauch“. Zitatende Quelle: http://www.cleankids.de/2015/03/12/mehr-paedophile-kleriker-in-katholischer-kirche-als-bisher-angenommen/52948 Schon seit vielen Jahren kritisiert netzwerkB das Projekt „Kein Täter werden“ als verharmlosenden Versuch, von den Ursachen und vom eigentlichen Problem abzulenken - der Entstehung ›››

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Geld von Edathy nicht annehmen

Von |2015-03-06T08:27:46+01:0003.03.2015|

Das Verfahren gegen den ehemaligen Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy wurde gegen eine Geldauflage von 5000 Euro eingestellt. Empfänger sollte der Kinderschutzbund Niedersachsen sein. Der aber will das Geld nicht annehmen. Die Entscheidung, das 'Kinderporno-Verfahren' für eine Zahlung von 5000 Euro einzustellen, sei ein "fatales Signal". netzwerkB begrüßt die Entscheidung des Kinderschutzbundes Niedersachsen und fordert alle Einrichtungen auf, die sich für mehr Kinderschutz einsetzen wollen, ebenfalls das Geld von Edathy nicht anzunehmen. - Für Rückfragen: netzwerkB – Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V. Telefon: +49 (0)4503 892782 oder +49 (0)163 1625091 presse@netzwerkb.org www.netzwerkB.org Mehr auf netzwerkB: Der Fall Edathy  

Wissenschaftler kritisch hinterfragen

Von |2015-03-14T17:06:18+01:0016.02.2015|

2005 wurde das Forschungsprojekt „Kein Täter werden“ unter der Leitung von Klaus Michael Beier in Berlin ins Leben gerufen. Mittlerweile wird das Projekt nach gemeinsamen „Qualitätsstandards“ auch in anderen Städten angeboten. Norbert Denef bezeichnete im Oktober 2006 in der Sendung Menschen bei Maischberger das Projekt grundsätzlich als notwendig, den Begriff „Pädophilie“ aber als verharmlosend. 2007 kritisierte er in der Fernsehsendung Johannes B. Kerner, dass die Charité im Zusammenhang mit Pädophilie sogar von „Liebe“ spreche. Wir von netzwerkB kritisierten im November 2014 zusammen mit Fachleuten, dass der unter anderem vom Präventionsnetzwerk "Kein Täter werden" vertretene Ansatz, dass sich pädophile ‚Neigungen‘ in der Pubertät manifestieren zu oberflächlich sei. Wir vertreten die ›››

Prügelpapst

Von |2015-05-26T07:45:50+02:0010.02.2015|

Der Vatikan plant einen Weltgebetstag für die Opfer von 'sexuellem Missbrauch'. Die "Verantwortung für eine geistliche Heilung" der Betroffenen wolle man damit deutlich machen. Norbert Denef, Sprecher des Netzwerks Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V., kurz netzwerkB, nimmt hierzu wie folgt Stellung: Erst kürzlich hörten wir von Papst Franziskus, dass ein Kinnhaken normal sei, wenn einer eine Religion beleidigt. Wenige Tage später verherrlichte er die körperliche Züchtigung von Kindern. Anstatt die Verbrechen des Vatikans aufzuklären soll nun gebetet werden. Das ist höhnisch. Mit diesem Weltgebetswahnsinn richtet man bei den Opfern erneuten Schaden an. Bis hin zum Selbstmord. Weiterführende Informationen: Prügelpapst: http://youtu.be/1s0-BjS6WkI  Weltgebetstag ›››

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