Während Vergewaltigung und sexuelle Nötigung erst nach 20 Jahren verjähren, verjährt sexueller Missbrauch innerhalb von nur 10 Jahren (im Falle von minderjährigen Schutzbefohlenen innerhalb von nur 5 Jahren). Im Zivilrecht verjähren die Ansprüche Betroffener „sexuellen Missbrauchs“ sogar innerhalb von nur 3 Jahren. Zwar beginnt gemäß §208 (BGB) die Verjährungsfrist im Zivilrecht erst mit der Vollendung des 21. Lebensjahres bzw. der Beendigung der häuslichen Lebensgemeinschaft (im Strafrecht mit Vollendung des 18. Lebensjahrs), dennoch erweisen sich die Verjährungsfristen prinzipiell als unangemessen.

Termine, Aktionen

Von |2019-11-16T13:19:59+01:0008.09.2019|

Wir nehmen teil: 05.10.2019, München, Fachtagung: „ANZEIGEPFLICHT BEI SEXUELLEM MISSBRAUCH – AUCH IN DEUTSCHLAND]?“ (http://www.kofra.de/htm/_TEMP/Fachtagung%20Anzeigenpflicht%202019.pdf) Info-Veranstaltung: ORGANISIERTE RITUELLE GEWALTRealität oder Täuschung? Dienstag, 21. November 201919:00 - 21:00 Uhr im Kulturzentrum Herisau Casino, Poststrasse 9, 9102 Herisau CARA ist als Verein eine Interessenvereinigung zur Aufklärung und Vernetzung gegen rituellen Missbrauch und organisierte Gewalt. Das Thema rituelle Gewalt rückt langsam aber unaufhaltsam ins Licht der Öffentlichkeit. Ein starkes Zeichen aus Deutschland: Seit einigen Monaten gibt es ein bundesweites Hilfstelefon und einen Fond zur Endschädigung von Opfern sexueller und organisierter ritueller Gewalt. Diese Einrichtungen sind staatlich finanziert. In der Schweiz sind wir noch nicht ›››

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Sexueller Missbrauch soll in Spanien nicht mehr verjähren

Von |2018-11-29T18:03:52+01:0030.10.2018|

Zwischen fünf und 15 Jahren beträgt die Verjährungsfrist für Sexualdelikte bislang. Doch viele Opfer sprechen erst nach Ablauf der Frist über die Taten. Jetzt soll sie abgeschafft werden. Sexueller Missbrauch soll in Spanien künftig nicht mehr verjähren. Eine entsprechende Reform des Sexualstrafrechts gab Vizeregierungschefin Carmen Calvo nach einem Besuch im Vatikan bekannt, wie die Tageszeitung „El País“ am Dienstag berichtete. Die Politikerin habe die Änderung am Vortag in Rom mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin abgesprochen. Weiter lesen...

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Scheinheiliges Theater

Von |2019-02-26T22:58:43+01:0028.10.2018|

netzwerkB Pressemitteilung vom 28.10.2018 Infolge der Studie „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ haben sechs Strafrechtsprofessoren bei 27 Staatsanwaltschaften Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Der Vorsitzende von netzwerkB, Norbert Denef, nimmt dazu wie folgt Stellung: So lange es in Deutschland Verjährungsfristen und keine Anzeige- und Meldepflicht für Straftaten bei sexualisierter Gewalt geben wird, sind solche Anzeigen nichts weiter als ein scheinheiliges Theater. Wir von netzwerkB haben Argumente zur Aufhebung der Verjährungsfristen, sowie unsere Forderung für eine Anzeige- und Meldepflicht bei Straftaten sexualisierter Gewalt bereits 2012 gegenüber der Politik eingebracht. Erst nach entsprechender gesetzlicher Regelung müssen staatliche Organe ermitteln und können nicht mehr ›››

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Aufhebung der Verjährungsfristen zur Chefsache erklären

Von |2018-12-20T16:55:58+01:0020.10.2018|

netzwerkB Pressemitteilung vom 20.10.2018 Im Bundesstaat Pennsylvania hat die US-Bundesjustiz Ermittlungen zu Missbrauchsvorwürfen in der katholischen Kirche eingeleitet. Dies sind die ersten Ermittlungen in den USA auf Bundesebene. Der Vorsitzende von netzwerkB, Norbert Denef, nimmt dazu wie folgt Stellung: Wir fordern die Deutsche Bundesjustiz auf ebenfalls tätig zu werden und nicht wie bisher Verjährungsfristen vorzuschieben, um nichts unternehmen zu müssen. Bereits 2011 haben wir auf dem Bundesparteitag der SPD die Politik aufgefordert Verjährungsfristen bei sexualisierter Gewalt komplett aufzuheben: https://youtu.be/j3sUibSUnu0 Alle Delegierte haben zugestimmt - es blieb jedoch bei einem Lippenbekenntnis. Wir fordern die Bundesregierung auf das Thema Aufhebung der Verjährungsfristen zur Chefsache zu erklären und die Deutsche Bundesjustiz dabei zu unterstützen nicht mehr schweigend wegschauen zu müssen. ›››

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Schweigekartell

Von |2018-09-25T17:48:26+02:0030.01.2018|

netzwerkB Pressemitteilung vom 30.01.2018 Familienministerin spricht von "Schweigekartell" bei Öffentlich-Rechtlichen - netzwerkB nimmt dazu wie folgt Stellung: Wenn Familienministerin Katarina Barley im Fall Dieter Wedel rückhaltlose Aufklärung fordert, ist dies zunächst sehr zu begrüßen. Jedoch hat sie offensichtlich nicht erkannt, wo die Ursachen liegen, warum so viele Menschen darüber geschwiegen haben. Der ARD und ZDF vorzuwerfen, sie hätten auch geschwiegen, dient aus unserer Sicht nur dazu, vom Schweigekartell der SPD abzulenken. Barley versucht damit aus unserer Sicht SPD-Hände in Unschuld zu waschen. Solange ein mutmaßlich Beschuldigter nicht verurteilt wurde, gilt die Unschuldsvermutung. Kann nicht ermittelt werden, weil die Taten verjährt sind, ›››

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Einsamkeit

Von |2018-09-02T14:32:07+02:0019.01.2018|

netzwerkB Pressemitteilung vom 19.01.2018 Seit kurzem gibt es in Großbritannien einen Regierungsposten für Einsamkeit. Deutsche Politiker wollen nachziehen. "Die Einsamkeit in der Lebensphase über 60 erhöht die Sterblichkeit so sehr wie starkes Rauchen." Einsame Menschen würden früher sterben und "viel häufiger an Demenz“ erkranken, sagt der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. Wir von netzwerkB unterstützen das Anliegen von Lauterbach, dass es für das Thema Einsamkeit im Gesundheitsministerium einen Verantwortlichen geben sollte, der den Kampf gegen die Einsamkeit koordiniert. Denn Betroffene von sexualisierter Gewalt sind extrem von Einsamkeit betroffen. Nicht über das Erlebte sprechen zu können, führt zur Einsamkeit. Die bestehenden Verjährungsfristen bei sexualisierter ›››

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MeToo-Debatte

Von |2018-05-18T15:48:15+02:0010.01.2018|

netzwerkB Pressemitteilung vom 10.01.2018 Zur MeToo-Debatte nimmt netzwerkB wie folgt Stellung: Hashtag #metoo# ist eine Welle, die die sozialen Medien weltweit ergriffen hat. Viele einzelne (meist Frauen, wenige Männer) sprechen öffentlich aus, was sie aus Scham und Angst vor gesellschaftlichen Folgen für lange Zeit nicht auszusprechen wagten. Für den einzelnen ist es ein mutiger und authentischer Akt sich verlorene Kontrolle durch ein Brechen des Schweigens zurückzuholen – als Ganzes stellt sich die Bewegung eher als ein Akt der Hilflosigkeit dar. Die Gegenreaktion ist voll im Gange: Betroffene als Gruppe werden gegeneinander ausgespielt, da es solche gäbe, die wirklich etwas erlitten haben, und ›››

Deutschland schützt seine Kirchenvertreter

Von |2018-08-01T05:59:17+02:0020.09.2017|

netzwerkB Pressemitteilung vom 20.09.2017 Dem Lyoner Erzbischof Philippe Barbarin wird im April des kommenden Jahres wegen der Nichtanzeige von sexuellen Übergriffen gegen Minderjährige der Prozess gemacht. Sechs weitere Kirchenvertreter müssen sich neben Barbarin ebenfalls vor Gericht verantworten. Wir von netzwerkB begrüßen es sehr, dass die katholische Kirche in Frankreich offensichtlich nicht den gleichen Schutz genießt wie in Deutschland - nach deutschem Recht werden Kirchenvertreter nach wie vor geschützt und die Opfer zum Schweigen gebracht. Der Vorsitzende von netzwerkB, Norbert Denef, nimmt dazu wie folgt Stellung: Dem Bischof von Magdeburg könnte wegen der Nichtanzeige von sexuellen Übergriffen gegen Minderjährige und wegen unterlassener ›››

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Wir wollen Recht, kein Lügentheater

Von |2018-02-04T12:38:01+01:0020.07.2017|

netzwerkB Pressemitteilung vom 20.07.2017 im Streit zwischen Kardinal Müller und dem Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung geht es um die verschleppte Aufarbeitung des Domspatzen-Skandals. Der Missbrauchsbeauftragte Rörig sorgt sich angeblich für die Opfer. Er hoffe sehr, dass nach seinem Eindruck, insbesondere auf die Abwehr zielende Reaktion von Kardinal Müller, dies bei Betroffenen nicht zu erneuten Belastungen führt und Ihnen dadurch der Weg versperrt wird, für sich abschließen zu können. Kardinal Müller solle sich entschuldigen fordert Rörig. Müller weist den Vorwurf der Verschleppung zurück, weil er den Tatsachen diametral widersprechen würde. Der Vorsitzende von netzwerkB, Norbert Denef, nimmt dazu wie folgt Stellung: Dieser Streit ›››

Kardinal George Pell – Gerichtsanhörung

Von |2018-03-04T15:58:07+01:0030.06.2017|

netzwerkB Pressemitteilung vom 30.06.2017 Dem Finanzchef des Vatikan, Kardinal George Pell, werden mehrere sexuelle Vergehen vorgeworfen. Der 76-Jährige soll im Juli 2017 zu einer Gerichtsanhörung in Melbourne erscheinen. Der Vorsitzende von netzwerkB, Norbert Denef, nimmt dazu wie folgt Stellung: - Für Rückfragen: netzwerkB – Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V. Telefon: +49 (0)4503 892782 oder +49 (0)160 2131313 presse [at] netzwerkb.org www.netzwerkB.org

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Aufarbeitung ‘Kindesmissbrauch‘ eine Farce

Von |2018-10-23T22:35:44+02:0014.06.2017|

NDR Info Mittagsecho 14.06.2017 Zum Zwischenbericht der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs nimmt der Vorsitzende von netzwerkB, Norbert Denef, wie folgt Stellung: „Hören Sie auf mit diesem Lügentheater!“ war meine Forderung auf dem Kirchentag in München 2010. An diesem Lügentheater hat sich bis heute nichts geändert. Die Einrichtung eines Missbrauchsbeauftragten durch die Politik hat in den vergangenen 7 Jahren für die Opfer keine wesentlichen Verbesserungen gebracht. Er durfte hin und wieder in der Öffentlichkeit etwas jammern - mehr Kompetenzen hatte er nicht. Die angeblich zur Aufarbeitung der Verbrechen eingesetzte Kommission ist eine Farce - sie hört lediglich Opfer’geschichten‘ an - ›››

„Colonia Dignidad“ – Dr. Jan-Marco Luczak

Von |2018-04-03T14:29:56+02:0026.05.2017|

netzwerkB fordert nach wie vor die Aufhebung der Verjährungsfristen netzwerkB Pressemitteilung vom 26.05.2017 Im nachfolgendem Interview hat Dr. Jan-Marco Luczak MdB, Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz, dazu Stellung bezogen und uns zugesagt, dass er dieses Thema „sehr gerne“ mit in den Bundestagswahlkampf nehmen wird. Liebe Medienvertreter, wenn Sie darüber berichten, dass Dr. Jan-Marco Luczak das Thema Aufhebung der Verjährungsfristen mit in den Bundestagswahlkampf nehmen will, unterstützen Sie eine gerechte Sache, denn Verjährungsfristen bei sexualisierter Gewalt sind unmenschlich. Bitte veröffentlichen Sie nachfolgendes Interview, welches wir von netzwerkB-tv im Bundestag am 22.05.2017 geführt haben: Norbert Denef: Über sexualisierte Gewalt in Deutschland haben die ›››

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101-Jähriger wegen Kindesmissbrauchs zu 13 Jahren Haft verurteilt

Von |2017-02-10T08:09:58+01:0019.12.2016|

Verjährt? Von wegen: Weil er zwischen 1974 und 1983 drei Kinder missbraucht hat, muss ein 101-jähriger Brite jetzt ins Gefängnis. Das Ende seiner Haftstrafe dürfte er demnach kaum erleben. Reue zeigte der Täter nicht. Weiter lesen...

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Pädophile als Pflegeväter

Von |2017-02-09T10:39:25+01:0006.12.2016|

de.sputniknews.com am 6. Dezember 2016 Mitarbeiter der Berliner Senatsverwaltung setzten in den 70iger Jahre Pädophile als Pflegeväter für Straßenjungen ein. Sie schickten die Straßenjungen bewusst in den Missbrauch. Norbert Denef vom netzwerkB sagt: "Das Vertuschen von Missbrauchskandalen hat System und es fehlt der politische Wille wirklich etwas aufzuarbeiten." Auch die vor einem Jahr gegründete Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellem Kindesmissbrauch in Deutschland habe nicht viel ändern können, da ihr die Befugnisse fehlen.

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denefhoop macht glücklich!

Von |2017-11-10T09:57:31+01:0029.11.2016|

Liebe Mitglieder und Freunde von netzwerkB, immer wenn St. Nikolaus naht, fällt mir der Bundesparteitag der SPD am 6. Dezember 2011 ein. Da wurden Nikoläuse aus Schokolade verteilt und alle Delegierten haben sich nach meiner Rede für die Aufhebung von Verjährungsfristen bei sexualisierter Gewalt ausgesprochen. Im Jahr 2016 wurden die Verjährungsfristen im Zivilrecht von 3 auf 30 Jahre angehoben - ein Teilerfolg für uns. Dass die Verjährungsfristen komplett aufgehoben werden, dafür werden wir uns weiterhin einsetzen! Als ich in den vergangenen Monaten nach einer Möglichkeit suchte, wie man sich ganzheitlich körperlich bewegen kann, kam ich auf Hula Hoop. Bekanntlich gehören ja Körper, Geist und Seele ›››

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Hula-Hoop am Meer

Von |2017-11-10T10:00:24+01:0011.08.2016|

Hula-Hoop am Meer: Bewegung gegen Hass und Wut Jeden Morgen gegen 7 Uhr fährt Norbert Denef an den Scharbeutzer Strand, packt dort Hula-Hoop-Reifen aus und beginnt mit seinen Übungen. Mal misstrauisch, mal neugierig beäugt wird er dabei von Spaziergängern. Einige trauen sich, ihn anzusprechen. „Wer beweglich ist, kann auch etwas bewegen“, lässt er seine Gesprächspartner wissen. Scharbeutz. Denen erklärt der 67-Jährige dann, was es mit dieser besonderen Betätigung auf sich hat. Viele der Passanten schütteln ungläubig den Kopf, wenn er ihnen von einer jüngst veröffentlichten Studie berichtet, nach der sich 85 Prozent aller Deutschen kaum bewegen. Denef kann das überhaupt nicht ›››

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Regierungsentwurf zum Sexualstrafrecht

Von |2016-07-05T15:53:46+02:0027.04.2016|

netzwerkB Pressemitteilung vom 27.04.2016 Mit dem Titel „Verbesserung des Schutzes der sexuellen Selbstbestimmung“ (18/8210) hat die Bundesregierung ihren Gesetzentwurf zur Reform des Sexualstrafrechts dem Bundestag überstellt. Am Donnerstag den 28.04.2016 soll im Plenum darüber beraten werden. Die Bundesregierung will die als „bisher unzureichend“ charakterisierte Rechtslage ändern und damit zugleich dem Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt vom 11. Mai 2011 gerecht werden. Demnach soll ein neugefasster Paragraf 179 des Strafgesetzbuches mit „Sexueller Missbrauch unter Ausnutzung besonderer Umstände“ überschrieben werden. Insgesamt ist der Rahmen der vorgesehenen Gesetzgebung für netzwerkB nicht zufriedenstellend. Es fehlen: die Anzeigepflicht für Zeugen, ›››

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Hilflosigkeit von Kirche und Staat

Von |2016-12-31T12:47:51+01:0026.03.2016|

netzwerkB Pressemitteilung vom 26. März 2016 Im Bistum Würzburg erhebt eine heute 44-Jährige Frau nach SPIEGEL-Informationen schwere Vorwürfe gegen einen ehemaligen Missbrauchsbeauftragten des Bistums. Er soll sie 1988 zu sexuellen Handlungen gezwungen haben. Der heutige Missbrauchsbeauftragte des Bistums, der Kriminologe Klaus Laubenthal, hält die Vorwürfe für plausibel. Der Beschuldigte weist den Verdacht zurück. Kirchengerichte tagen unter Ausschluss der Öffentlichkeit und urteilen nach eigenen Normen. Bischof Hofmann stärkt seinem beschuldigten Glaubensbruder den Rücken mit den Worten "Ich vertraue Ihnen voll.“. Sexualisierte Gewalt ist ein Offizialdelikt. Staatliche Ermittlungsbehörden sind verpflichtet zu ermitteln, um gegebenenfalls Anklage zu erheben. Voraussetzung dafür ist, dass die angebliche Tat ›››

„Feinde sollte man besonders lieben“

Von |2016-10-14T08:22:28+02:0020.03.2016|

Redebeiträge von Pater Klaus Mertes und Norbert Denef in der Sendung „Informationen aus Religion und Gesellschaft - Zwischen Versöhnung und Vertuschung“ im Deutschland­funk am Montag den 14. März 2016. Protokoll als PDF herunterladen... AUDIO ⇒ https://youtu.be/22M_UktFvQ4 Christiane Florin: Der Film „Spotlight“ hat gerade einen “Oscar” bekommen. Er erzählt, wie der Missbrauchsskandal der Katho­lischen Kirche der USA öffentlich wurde. Das war vor allem den Recherchen der Zeitung „Boston Globe“ zu verdanken. Der Film ist ein Erfolg bei der Kritik und auch beim Publikum, und trotzdem sagen viele: „ich kann es nicht mehr hören, wenn sie mit dem Thema ‚Missbrauch‘ konfron­tiert werden. Das habe ich bei ›››

Verschärfung des Sexualstrafrechts

Von |2016-12-04T12:54:23+01:0018.03.2016|

netzwerkB Pressemitteilung vom 18. März 2016 Bundeskabinett beschließt Verschärfung des Sexualstrafrechts und bleibt dabei doch übermäßig mild. Ein paar kleine Schritte mögen das sein, die das Bundeskabinett da gegangen ist und was es eine „Verschärfung des Sexualstrafrechts“ nennt. Doch klingt es eher wie ein Werbeslogan, denn in der Realität wurde nur sehr wenig dessen, was mit sexuellen Gewalttaten zu tun hat, mit Aufmerksamkeit bedacht und ins Visier genommen. Frauen sollen es etwas leichter haben, ein paar Arten sexuell übergriffigen Verhaltens als Straftat anerkannt zu bekommen. Der § 177 StGB wurde leicht geändert, als mehr kann man das nicht bezeichnen. Der letztendliche ›››

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Deutschland schützt seine Täter

Von |2016-11-04T14:48:30+01:0004.03.2016|

netzwerkB Pressemitteilung vom 4. März 2016 Der 1988 verstorbene Hildesheimer Bischof Heinrich Maria Janssen soll angeblich von 1958 bis 1963 einen Jungen sexuell missbraucht haben. Ein Gutachter soll nun die Missbrauchsvorwürfe gegen den ehemaligen Bischof aufarbeiten. Bei einem Offizialdelikt, was der Straftatbestand des sexuellen Missbrauchs von Kindern darstellt, sind Polizei und Staatsanwaltschaft dazu verpflichtet, zu ermitteln. Im vorliegenden Fall jedoch dürfen die Strafverfolgungsbehörden nicht ermitteln – weil es in Deutschland Verjährungsfristen gibt – wodurch Täter bzw. mutmaßliche Täter, wie etwa im vorliegenden Fall, geschützt werden. Anstatt sich dafür einzusetzen, dass die Politik diese Verjährungsfristen aufhebt, so wie es netzwerkB vorgeschlagen hat, s. unter: Gesetzentwurf Verjährungsfristen aufhebenund zwar ›››

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Bischof Trelles Argumente eher fadenscheinig

Von |2016-01-03T07:03:59+01:0013.11.2015|

Bischof Heinrich Maria Janssen soll sich an einem Jungen vergangen haben von Sören Oelrichs Über Jahre hinweg soll sich der inzwischen verstorbene Bischof Heinrich Maria Janssen an einem Jungen vergangen haben. Weil diese Vorwürfe vor einer Woche bekannt geworden sind, herrscht große Aufregung im Bistum Hildesheim. Der amtierende Bischof Trelle fordert nun den Fall differenziert zu betrachten. Das Bistum halte die Vorwürfe zwar für plausibel, echte Beweise gebe es aber nicht. Auch hier müsse die Unschuldsvermutung gelten. Kritik an dieser Haltung kommt nun von den Opferverbänden. Von einer so wörtlich, wachsweichen Argumentation, spricht Mathias Katsch, von der Opferinitiative ‘Eckiger Tisch‘. Trelle ›››

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Bücher – Geschenkaktion

Von |2015-05-20T19:15:00+02:0003.05.2015|

21 Jahre meiner Öffentlichkeitsarbeit habe ich in 'Alles muss raus' als eBook dokumentarisch aufgearbeitet. Mein Buch von 2007 'Ich wurde sexuell missbraucht' habe ich überarbeitet und ebenfalls als eBook erstellt. Beide Bücher können Sie kostenfrei als PDF bei mir bestellen. Bei Interesse senden Sie bitte eine E-Mail mit dem Betreff: Bücher-Geschenkaktion an: norbert.denef@netzwerkb.org Ich werde Ihnen dann in nächster Zeit beide Bücher als PDF zukommen lassen. Herzliche Grüße Norbert Denef  

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„Es dauert lange, bis ein Opfer sprechen kann“

Von |2015-04-14T21:54:49+02:0026.01.2015|

Der gebürtige Delitzscher Norbert Denef wurde in seiner Kindheit von einem Vikar sexuell missbraucht. Von der katholischen Kirche erhielt er eine Entschädigung, doch die Vergangenheit lässt ihn nicht ruhen. Jetzt nannte er einen zweiten Täter. Und er fordert Landrat Czupalla auf, ihm bei der Aufarbeitung zu helfen. Rund 20 Jahre ist es her, dass sich der Ex-Delitzscher Norbert Denef erstmals offenbarte, über den erlittenen Missbrauch in der katholischen Gemeinde berichtete. 20 Jahre, in denen er erst vorsichtig, dann immer offensiver die Öffentichkeit suchte. Zwei Bücher hat er geschrieben – über die Erlebnisse in Delitzsch und über seine Erfahrungen mit Politik und ›››

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Der K(r)ampf um die Verjährungsfristen

Von |2015-05-25T14:18:17+02:0026.01.2015|

5 Jahre 'Aufarbeitung von sexuellem Kindesmissbrauch' - Betroffene von sexualisierter Gewalt sind von der Bundesregierung enttäuscht Seit Anfang 2010 wird an Runden Tischen geredet und viel Papier erzeugt. Geändert hat sich für die Betroffenen nicht wirklich etwas – im Gegenteil: Wir Betroffenen haben den Eindruck, dass die Entscheidungsträger nicht willens sind grundlegend über die lange Geschichte von Machtmissbrauch an schwächeren Menschen zu reflektieren und die Ursachen desselben zu erforschen, was notwendigerweise auch die Nachkriegszeit mit einschließen würde. Viel eher scheint unsere Regierung eine Politik zu verfolgen, in der das Leben eines Menschen - auch eines Kindes - materiellem Gewinnstreben und Machterhaltung ›››

Über lange Zeiten des Schweigens

Von |2015-12-10T19:54:09+01:0009.01.2015|

MDR FERNSEHEN | 09.01.2015 | 22:00 Uhr Unter uns - Geschichten aus dem Leben   Die Gäste der Sendung: Griseldis Wenner und Axel Bulthaupt treffen auch diese Woche Menschen mit spannenden und bewegenden Geschichten. Hier stellen wir Ihnen alle Gäste der Sendung kurz vor.   Norbert Denef (65) aus Scharbeutz bekam als erstes Missbrauchsopfer in Deutschland Geld von der Katholischen Kirche als Entschädigung. Als Kind und Jugendlicher war er als Ministrant jahrelang der sexuellen Gewalt eines Vikars ausgesetzt. Auf seine Initiative befragte die Katholische Kirche die Täter zu seinen Vorwürfen. Beide gaben die Anschuldigungen zu.   Zum ersten Mal in einer Talkshow spricht seine ›››

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SPD Fraktion verbreitet Unwahrheiten

Von |2015-02-03T13:24:27+01:0008.01.2015|

Die SPD Fraktion verbreitet Unwahrheiten über Verjährungsfristen bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung Die SPD Fraktion verbreitet die Nachricht: Verjährungsfristen bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung sollen zukünftig verlängert werden. Alle schweren Sexualdelikte sollen zukünftig nicht mehr vor der Vollendung des 50. Lebensjahres des Opfers verjähren. Damit wird sehr vielen Opfern geholfen. Alle drei Punkte sind sachlich und fachlich falsch, richtig dagegen ist: Heiko Maas hat als Bundesjustizminister einen Gesetzesentwurf eingebracht, nach welchem lediglich die Hemmungsregelung vom 21. auf das 30. Lebensjahr des Opfers angehoben werden soll - Verjährungsfristen werden nicht verlängert. Nur mit Todesfolge sollen zukünftig schwere Sexualdelikte nicht mehr ›››

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Ein Nikolaus aus Schokolade

Von |2014-12-17T13:34:24+01:0004.12.2014|

Beim Einlass bekam jeder Teilnehmer des Parteitages einen Nikolaus aus Schokolade geschenkt - es war der 6. Dezember, Sankt Nikolaustag. Leseprobe aus dem Buch "Alles muss raus" von Norbert Denef (als PDF herunterladen) SPD Bundesparteitag 2011 Am Sonntag, den 4. Dezember 2011, klingelte 14:00 Uhr mein Telefon und eine aufgeregte Stimme meldete sich am anderen Ende der Leitung. Ich konnte sie nur sehr schlecht verstehen, da im Hintergrund sehr laute Stimmen zu hören waren. „Ich bin die Ulli Nissen, Vorstandsvorsitzende der SPD-Frauen Hessen Süd und sitze hier beim Bundesparteitag der SPD in Berlin und warte auf die Anhörung meines Antrages zur ›››

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Handel mit Kinder-Nacktbildern steht unter Strafe

Von |2015-02-18T17:59:49+01:0015.11.2014|

Der Bundestag hat am Freitag eine Reform des Sexualstrafrechts verabschiedet. Opferverbände kritisieren, dass die Verjährungsfrist nicht komplett gestrichen wurde. Der Verkauf oder Handel mit Nacktbildern von Kindern und Jugendlichen wird künftig mit bis zu zwei Jahren Haft oder einer Geldstrafe geahndet. Dies sieht eine Änderung des Sexualstrafrechts vor, die der Bundestag am Freitag verabschiedete. Damit ist es untersagt, solche Bilder zu kommerziellen Zwecken herzustellen oder anderen anzubieten, etwa in Tauschbörsen. Für sogenannte Posing-Bilder, die Kinder in unnatürlicher, geschlechtsbetonter Körperhaltung zeigen, gebe es künftig klare Kriterien, sagte der SPD-Abgeordnete Johannes Fechner. O-ton Fechner ("Wichtig ist mir, dass wir das Strafmaß für den ›››

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Neues Sexualstrafrecht eine Farce

Von |2015-02-18T17:59:22+01:0014.11.2014|

ARD Brisant 14.11.2014 Bundesjustizminister Heiko Maas hält die Reform des neuen Sexualstrafrechts für gelungen: "Wir werden den sexuellen Missbrauch insgesamt noch intensiver bekämpfen in dem wir z.B die Verjährungsfristen für sexuellen Missbrauch deutlich anheben." Die Verjährungsfrist deutlich anzuheben, das hält der Minister heute für ausreichend. Vor vier Jahre klang das noch ganz anders. Da schrieb der damalige Oppositionsführer der Saarländischen SPD in einem Brief an Norbert Denef: „Kindesmissbrauch ist für mich, auch als Vater von zwei Kindern, eines der schlimmsten Vergehen überhaupt. Es darf einfach nicht sein, dass ein solches widerliches und grausames Verbrechen verjährt und die Täter ungeschoren davonkommen.“ Mehr ›››

Bundestagsabgeordneter Neu fordert Aufhebung der Verjährungsfristen

Von |2014-12-17T13:41:27+01:0011.11.2014|

Pressemitteilung von Dr. Alexander Neu, MdB zum Gesetzentwurf der Bundesregierung „Verjährung von sexuellem Missbrauch von Kindern“ Verjährungsfristen bei Kindesmissbrauch aufheben! „Bundesjustizminister Heiko Maas bleibt mit seinem Gesetzentwurf zu Verjährungsfristen von Kindesmissbrauch weit hinter seinen eigenen Forderungen zurück und stellt damit den Schutz der Täter über den Schutz der Opfer. Das ist absolut unverständlich und ein Hohn für alle Betroffenen“, erklärt Dr. Alexander S. Neu, Obmann der Linksfraktion im Verteidigungsausschuss und selbst Vater von zwei Kindern anlässlich des Gesetzentwurfes zu Verjährungsfristen von sexuellem Missbrauch an Kindern, über welchen der Deutsche Bundestag an diesem Donnerstag abstimmen wird. Neu weiter: „Kindesmissbrauch ist für mich ›››

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Opfer greifen Minister an

Von |2015-02-16T15:00:12+01:0010.11.2014|

Kampf gegen Verjährung Norbert Denef, Chef des Opfervereins netzwerkB, das etwa 25 000 Unterstützer zählt Aus Anlass der Reform des Sexualstrafrechts haben Opfer von Kindesmissbrauch Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) Wortbruch vorgeworfen. In einem Brief, der FOCUS vorliegt, schrieb Norbert Denef, der Chef des Opfervereins netzwerkB, an den Politiker: "Dieser Gesetzentwurf ist eine Farce“. Die Verjährungsfristen für sexuellen Missbrauch müssten „komplett aufgehoben werden, und zwar auch rückwirkend“. Die Gesetzesnovelle, die am Donnerstag den Bundestag passieren soll, sieht lediglich eine Anhebung der Verjährungsfristen vor. Noch 2010 hatte Maas zum Thema Kindesmissbrauch erklärt, es dürfe nicht sein, „dass ein solches widerliches und grausames Verbrechen ›››

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Missbrauchs-Opfer werfen Minister Maas Wortbruch vor

Von |2014-11-16T07:39:30+01:0010.11.2014|

FOCUS 46/2014 München. Aus Anlass der Reform des Sexualstrafrechts haben Opfer von Kindesmissbrauch Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) Wortbruch vorgeworfen. In einem Brief an Maas, der dem Nachrichtenmagazin FOCUS vorliegt, bezeichnete der Chef des Opfervereins NetzwerkB, Norbert Denef, die Gesetzesnovelle als „eine Farce“. Die Verjährungsfristen für sexuellen Missbrauch müssten „komplett aufgehoben werden, und zwar auch rückwirkend“. Der Gesetzentwurf, der am Donnerstag den Bundestag passieren soll, sieht lediglich eine Anhebung der Verjährungsfristen vor. Noch 2010 hatte Maas zum Thema Kindesmissbrauch erklärt, es dürfe nicht sein, „dass ein solches widerliches und grausames Verbrechen verjährt“. Denef war 2005 als erstes Missbrauchsopfer von der katholischen Kirche ›››

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ORK fordert Verlängerung der Verjährungsfrist

Von |2014-11-16T07:38:02+01:0003.11.2014|

(ml) - Minderjährige, die Opfer eines sexuellen Verbrechens geworden sind, kapseln sich häufig von der Gesellschaft ab. Aus Scham vermeiden sie es oft, über ihr Leid zu sprechen, das ihnen widerfahren ist. Bei einigen spielt auch die Angst vor weiterer Gewalt mit. Die Barriere des Schweigens zu durchbrechen, fällt umso schwieriger, da die Täter nicht selten aus dem Freundes- Bekannten- oder Familienkreises der Opfer stammen.... ...Den Opfern müsste jedoch von vornherein klar sein, dass die Täter nicht immer bestraft werden, da es zuerst gelte, die Vorwürfe zu beweisen. Die Verjährungsfrist komplett abzuschaffen, hält Schlechter unter Umständen für das falsche Signal. Die ›››

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Betroffenenrat ein Rohrkrepierer

Von |2015-04-19T22:45:05+02:0003.11.2014|

Zum Aufruf zur Bewerbung im Betroffenenrat, vom ´Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs´, Johannes-Wilhelm Rörig, ein Kommentar von Lisbeth Dieser Betroffenenrat so wie er jetzt angedacht ist, ist für die politische Darstellung von Interessen von Betroffenen ein Rohrkrepierer und lediglich eine Fortführung der ausgrenzenden Politik des Runden Tisches – unter dem Deckmäntelchen der Beteiligung. Am Runden Tisch waren Täterorganisationen mit Sitz und Stimme vertreten – einige wenige Betroffene wurden „angehört“. Sie „durften“ ihre persönlichen Erfahrungen berichten. Man übte sich in ein wenig Betroffenheit, verabschiedete einen hoch-gelobten Maßnahmen-Katalog und richtete das Amt des UBSKM ein. Einige Empfänge, Unterschriftensammlungen gegen Missbrauch und teure Werbekampagnen später ›››

Staatsversagen bei sexuellen Gewaltopfern?

Von |2014-11-04T20:45:14+01:0020.10.2014|

Andreas Stark, ein Langzeit-Betroffener, hat beim „Liberalen Stammtisch“ der FDP einige Standpunkte gesetzt „Versagt der Staat bei den Opfern sexualisierter Gewalt?“ So lautete die Frage, mit der sich der Sucht- und Soziotherapeut Andreas Stark beim Liberalen Stammtisch im „Jägerstüble“ auseinandersetzte. Die eindeutige Antwort des als Kind selbst Missbrauchten lautet „Ja“. MONIKA SCHWARZ Freudenstadt. Zunächst sprach Andreas Stark dem Kreisverbandsvorsitzenden Timm Kern seinen Respekt dafür aus, dem Thema diesen Abend zu widmen – das traue sich normalerweise kaum jemand. Eigene Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt hat Stark nicht nur in der Opferrolle gemacht, sondern auch als Therapeut in der Arbeit mit Betroffenen. Dass ›››

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Nordkirche betreibt weiterhin Täterschutz

Von |2015-02-01T13:44:59+01:0018.10.2014|

netzwerkB wirft der Evangelischen-Lutherischen Kirche in Norddeutschland vor, weiterhin Täterschutz zu betreiben. In einem Schreiben vom 14. Oktober 2014 an die Kirchengemeinden sowie die Dienste und Werke der Evangelisch- Lutherischen Kirche haben der Landesbischof Gerhard Ulrich sowie die Bischöfin Kirsten Fers sich u.a. wie folgt geäußert: "Gemeinsam mit den Betroffenen soll in einem Fachteam im Einzelfall entschieden werden, ob im Falle einer sexuellen Grenzverletzung eine Strafanzeige an die Strafverfolgungsbehörde gestellt wird oder nicht.“ Wenn nun ausgerechnet eine Institution, in welcher Täter organisiert sind, gemeinsam mit den Betroffenen aufklären will, wäre das genauso als wenn die Mafia ihre Verbrechen intern aufarbeiten würde. netzwerkB fordert deshalb den ›››

Bundesregierung verschärft Gesetze gegen Kinderpornographie

Von |2014-10-21T06:54:55+02:0017.09.2014|

Der Besitz von Kinderpornographie soll künftig härter bestraft werden. Das Kabinett billigte einen entsprechenden Gesetzesentwurf. Die Bundesregierung hat am Mittwoch das Gesetz zur Verschärfung des Sexualstrafrechts auf den Weg gebracht: Das Kabinett billigte den Gesetzentwurf von Justizminister Heiko Maas (SPD), wie sein Ministerium in Berlin mitteilte. Mit der Neuregelung werden die Strafen für den Besitz von Kinder- und Jugendpornografie verschärft, außerdem werden die Verjährungsfristen für sexuellen Missbrauch verlängert. Zudem wird eine Regelung eingeführt, die die unbefugte Herstellung und Verbreitung von Nacktaufnahmen unter Strafe stellt - und zwar unabhängig vom Alter des Dargestellten. Damit soll die Verbreitung von Nacktaufnahmen unterbunden werden, die ›››

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Gemeinschaftswerk aus Bottrop und Berlin soll aufrütteln

Von |2014-10-21T06:51:20+02:0014.09.2014|

Bottrop. Drei Kooperationspartner starten am Samstag (13. September) eine Aktion gegen sexuellen Missbrauch und Verjährung auf dem Berliner Platz in der Bottroper Innenstadt. Dort und in Berlin gestalten Kinder ein Gemeinschaftswerk, das später am Bundestag ausgelegt werden soll. Schon eine Woche vor dem offiziellen Weltkindertag stehen Kinder, deren Schutz und deren Rechte im Mittelpunkt einer Aktion auf dem Berliner Platz: Drei Kooperationspartner laden am Samstag, 13. September, Jungen und Mädchen zur Gestaltung eines gemeinsamen Bildes rund um die Bottroper Skyline ein, das später die Reise in die Bundeshauptstadt antreten soll. Und mit den Eltern wollen sie ins Gespräch kommen über den ›››

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netzwerkB-Gesetzentwurf zur Aufhebung der Verjährungsfristen

Von |2014-11-25T19:10:39+01:0013.09.2014|

netzwerkB-Gesetzentwurf zur Aufhebung der zivilrechtlichen Verjährungsfristen, sowie zur Aufhebung der strafrechtlichen Verjährungsfristen bei Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung. netzwerkB im Gespräch mit Dr. Alexander Neu, MdB, am 8. September 2014, im Deutschen Bundestag. Dr. Alexander Neu unterstützt unseren neuen Gesetzentwurf: Während Vergewaltigung und sexuelle Nötigung erst nach 20 Jahren verjähren, verjährt sexueller Missbrauch innerhalb von nur 10 Jahren (im Falle von minderjährigen Schutzbefohlenen innerhalb von nur 5 Jahren). Zwar beginnt gemäß §208 BGB die Verjährungsfrist im Zivilrecht erst mit der Vollendung des 21. Lebensjahres bzw. der Beendigung der häuslichen Lebensgemeinschaft, im Strafrecht nunmehr gemäß § 78 b Abs. 1 Nr. 1 StGB ›››

Ein Kämpfer zieht Bilanz

Von |2015-02-14T21:10:06+01:0028.08.2014|

Norbert Denef zieht seit 20 Jahren gegen Missbrauch zu Felde. Norbert Denef wurde als Kind von einem Pfarrer missbraucht und leidet bis heute darunter. Der 65-Jährige kämpft gegen das Schweigen und für die Abschaffung der Verjährungsfrist. ZDF Mediathek: http://www.zdf.de/ZDFmediathek

Bundespräsident Gauck und das Dachbodenzimmer

Von |2014-10-12T21:27:15+02:0025.07.2014|

Norbert Denef liest aus seinem Buch "20 Jahre im Rampenlicht" das Kapitel "Bundespräsident Gauck und das Dachbodenzimmer" "Am 18. März 2012 wurde Joachim Gauck von der Bundesversammlung zum Bundespräsidenten gewählt. Kurz zuvor wurde in der ARD Talksendung ‘Anne Will‘ darüber diskutiert. Rein zufällig schaute ich mir diese Sendung an und als der langjährige Freund von Joachim Gauck redete, der mit in dieser Diskussionsrunde saß, wurde ich stutzig. Als sein Name eingeblendet wurde, Hans-Jürgen Wunderlich, Pastor in Wustrow, wurde mir plötzlich ganz schlecht. Zunächst konnte ich diesen Zustand nicht einordnen, doch dann waren sie da, die alten Erinnerungen im Pfarrhaus in Wustrow, ›››

20 Jahre im Rampenlicht

Von |2014-09-13T17:45:51+02:0015.07.2014|

Buchlesung '20 Jahre im Rampenlicht' von Norbert Denef am 7. Juli 2014 in Niendorf/Ostsee, seine Tochter Kristin Denef begleitet ihn dabei auf der Querflöte. Auszug aus dem Vorwort von Norbert Denef: Das Buch '20 Jahre im Rampenlicht' beschreibt meinen Weg in der Öffentlichkeit seit 1994. Hinter den Kulissen spielen sich oft Dinge ab, die der Zuschauer nicht mitbekommt. Ich beschreibe unter anderem wie ich zwei Jahre lang brauchte, bis DER SPIEGEL meine Geschichte veröffentlichte. Was ich vor und nach den Fernsehsendungen „Nachtcafé", „Unter uns", „Menschen bei Maischberger", „Johannes B. Kerner" oder „Hart aber fair" erlebte, könnte von allgemeinem Interesse sein. Sie ›››

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Norbert Denef steht „20 Jahre im Rampenlicht“

Von |2014-07-08T19:56:23+02:0003.07.2014|

Der Scharbeutzer liest morgen, am 4. Juli 2014, in Niendorf aus seinem zweiten Buch. Ein ZDF-Fernsehteam von „Hallo Deutschland“ wird dabei sein. Von Christina Düvell-Veen Scharbeutz/Niendorf – Norbert Denef sitzt Tag für Tag in seinem Arbeitszimmer. „Alles muss raus. Ich will Ordnung in meinem Kopf“, sagt er und schreibt an seinem zweiten Buch. Über 600 Seiten sind schon fertig. Denef weiß, dass er kürzen muss. Der 65-Jährige, der seit 2008 mit seiner Ehefrau Veronika in Scharbeutz lebt, ist in den vergangenen Jahrzehnten bundesweit bekannt geworden als ein Mann, der sich dafür einsetzt, Verjährungsfristen für sexuellen Missbrauch aufzuheben. Wann immer er vor ›››

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Missbrauchsbeauftragter Rörig schweigt zum Thema Verjährungsfristen

Von |2014-11-04T18:12:11+01:0024.06.2014|

Als bundesweite Opferinteressenvertretung in Deutschland fordert netzwerkB schon seit vielen Jahren die komplette Aufhebung der Verjährungsfristen von Sexualstraftaten an Minderjährigen. Eine aktuelle repräsentative Umfrage von infratest dimap hat ergeben: 86% der Deutschen sind der Meinung, strafrechtliche Verjährungsfristen für Sexualstraftaten an Minderjährigen sollten generell aufgehoben werden. Das Deutsche Volk will eindeutig die Aufhebung der Verjährungsfristen - der Deutsche Bundestag hat das bisher abgelehnt. Diesbezüglich führt das Fernsehteam von netzwerkB-tv Interviews durch. Der ‘Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs‘, Johannes-Wilhelm Rörig, ist nicht bereit, auf unsere Fragen zur Aufhebung der Verjährungsfristen von Sexualstraftaten an Minderjährigen zu antworten. Seit dem 12. Mai 2014 haben wir mehrmals ›››

Dr. Matthias Bartke, MdB, SPD, zum Thema Verjährungsfristen

Von |2014-09-14T20:35:55+02:0024.06.2014|

netzwerkB Interview am 23.06.2014 mit Dr. Matthias Bartke, MdB, SPD, zum Thema Aufhebung der Verjährungsfristen bei sexualisierter Gewalt. Als bundesweite Opferinteressenvertretung in Deutschland fordert netzwerkB schon seit vielen Jahren die komplette Aufhebung der Verjährungsfristen von Sexualstraftaten an Minderjährigen. Eine aktuelle repräsentative Umfrage von infratest dimap hat ergeben: 86% der Deutschen sind der Meinung, strafrechtliche Verjährungsfristen für Sexualstraftaten an Minderjährigen sollten generell aufgehoben werden. Das Deutsche Volk will eindeutig die Aufhebung der Verjährungsfristen - der Deutsche Bundestag hat das bisher abgelehnt. Diesbezüglich führt das Fernsehteam von netzwerkB-tv Interviews durch. Bisher haben uns freundlicherweise Interviews gegeben: 23.06.2014 - Dr. Matthias Bartke, MdB, SPD ›››

Papst Franziskus – alte Autos

Von |2014-07-08T18:45:33+02:0030.05.2014|

WDR 5: Beim Katholikentag in Regensburg ist das Thema sexueller Missbrauch eines unter vielen. Am heutigen Veranstaltungstag ist es ein Hauptthema. Es war zuletzt der Papst selbst, der den Missbrausskandal in der katholischen Kirche neuerlich in den Mittelpunkt gerückt hat als er bei seiner Rückreise von seinem Besuch im Nahen Osten sagte, es gebe Null Toleranz für Geistliche die Kinder missbrauchten, das sei ein hässliches Verbrechen was einem Verrat an Gott gleichkomme. Der Papst kündigte außerdem für Anfang Juni ein erstes Treffen mit Opfern an. Zu diesen Opfern gehört Norbert Denef, er ist Vorsitzender der Selbsthilfeorganisation netzwerkB. Ich habe ihn vor ›››

Zeit, das Licht auszumachen

Von |2014-05-28T18:34:46+02:0002.05.2014|

REFORMPÄDAGOGIK Die Odenwaldschule muss geschlossen werden - sie ist zum Symbol der institutionalisierten sexualisierten Gewalt geworden Ein Lehrer hat dokumentierte sexualisierte Gewalt, vom Volksmund gerne und falsch Kinderpornographie genannt, auf seinem Computer gespeichert. Die Polizei kommt, beschlagnahmt das Material, die Schule kündigt dem Lehrer, im Nachklapp werden dem Lehrer weitere Grenzüberschreitungen vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft prüft nun den Vorfall und den neuen Vorwurf. Das hätte an jeder anderen Schule in Deutschland auch passieren können. Ist es aber nicht. An jeder anderen Schule hätte die Schulleitung um sich selbst und der Institution wegen den Vorfall der übergeordneten Behörde gemeldet, hätte die Vorkommnisse diskutiert und sich selbstkritisch auseinandergesetzt. Nicht so an der Odenwaldschule. Stattdessen ›››

„Sexueller Missbrauch darf nicht verjähren“

Von |2014-06-06T05:57:39+02:0029.04.2014|

Norbert Denef setzt sich für die komplette Abschaffung der Verjährungsfristen bei Sexualstraftaten ein. Der Vorsitzende des "netzwerkB" ist selbst Missbrauchsopfer und kämpft auf politischer Ebene für die Rechte der Betroffenen. Herr Denef, Justizminister Heiko Maas hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, um Kinder besser vor Pornografie und Missbrauch zu schützen. Hat er die Interessen der potenziellen Opfer ausreichend berücksichtigt? Der Gesetzentwurf ist ein Verrat an den Interessen der Opfer. Sexueller Missbrauch darf nicht verjähren! Noch im Jahr 2010 hatte mir Heiko Maas - damals Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion im Saarland - geschrieben, "Kindesmissbrauch ist eines der schlimmsten Verbrechen überhaupt. Es darf nicht sein, dass ›››

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Außer Spesen nichts gewesen!

Von |2015-04-05T08:08:47+02:0029.04.2014|

Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, äußerte sich am 29. April 2014 in Berlin zu seiner Agenda bis 2018. Aus unserer Erfahrung heraus diente die Stelle des Bundesmissbrauchsbeauftragten nur dem Hinhalten der Betroffenenverbände, damit am Runden Tisch Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich die großen Täterorganisationen ihre Vorstellungen von einer täterfreundlichen Welt durchsetzen konnten. Wir halten die Ergebnisse des Runden Tisches für komplett unbrauchbar. Der "Fond sexueller Missbrauch" hat zum Ziel, diejenigen Organisationen, die Täter beschäftigten und dies immer noch tun, aus ihrer Verantwortung zu entlasten. Hierfür ist ein einmaliger Betrag vorgesehen, um ›››

netzwerkB Interview mit Detlef Seif, MdB

Von |2014-05-03T07:11:37+02:0028.04.2014|

Abschaffung von Verjährungsfristen bei sexueller Gewalt  Am 12. März 2014 hat netzwerkB Detlef Seif, MdB, Mitglied des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz (CDU/CSU), folgende Fragen gestellt (als PDF herunterladen): netzwerkB: In Deutschland verjähren Sexualstraftaten an Minderjährigen nach einer bestimmten Frist, und zwar bei schweren Sexualstraftaten nach 20 Jahren, bei einfachen Sexualstraftaten schon nach 10 Jahren. Danach ist keine Strafverfolgung mehr möglich. Über diese Verjährungsfristen wird derzeit öffentlich diskutiert. Was ist Ihre persönliche Meinung: Sollten für solche Straftaten weiterhin Verjährungsfristen gelten oder sollten solche Straftaten niemals verjähren? Antwort: netzwerkB: Heiko Maas fordert die Verjährungsfristen für sexuellen Missbrauch aufzuheben. Er ist der Meinung, ›››

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Papst Johannes Paul II.: Ist er mit Schuld am Leid von Missbrauchsopfern?

Von |2014-06-06T05:56:50+02:0026.04.2014|

Papst Johannes Paul II. soll mit schuld sein am Leid von Missbrauchsopfern. Der Vatikan dementiert. Nun soll der verstorbene Papst heilig gesprochen werden. Kritiker werden laut. Von Julius Müller-Meiningen Vor der Heiligsprechung Johannes Pauls II. am Sonntag in Rom wird international Kritik laut. So geht etwa ein deutsches Missbrauchsopfer mit dem früheren Papst hart ins Gericht: Norbert Denef. Denef macht seit Jahren auf Verfehlungen von Geistlichen aufmerksam, die sich an Kindern vergangen haben. Nun sagt er im Gespräch mit unserer Zeitung: „Johannes Paul II. war in seiner Amtszeit verantwortlich für das Verschweigen, Verleugnen und Vertuschen von sexualisierter Gewalt. Auch Karol Wojtylas Nachfolger ›››

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„Es ist wie Salz in tiefen Wunden“

Von |2014-06-06T05:56:16+02:0026.04.2014|

Norbert Denef (64) wurde als Kind und Jugendlicher von einem Priester missbraucht. Heute leitet er einen der größten Opferverbände in Deutschland, das Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt. Im Gespräch mit SZ-Mitarbeiter Julius Müller-Meiningen kritisiert er die Heiligsprechung von Papst Johannes Paul II.. Dieser habe jahrelang die Verbrechen in seiner Kirche vertuscht. Weiter lesen... Mehr auf netzwerkB: Täterschützer wird Heilig gesprochen

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„Heiligsprechung tut einfach weh“

Von |2014-06-03T16:47:18+02:0026.04.2014|

Norbert Denef suchte nach jahrelangem Missbrauch Hilfe bei Papst Johannes Paul II. Das Gespräch führte Julius Müller-Meiningen Bis ins Alter von 16 Jahren wurde Norbert Denef in seiner Heimatstadt Delitzsch regelmäßig von einem Priester sexuell missbraucht. Später wollte der heute 64 Jahre alte ehemalige Messdiener an die Öffentlichkeit gehen. Der Bischof von Magdeburg bot ihm im Jahr 2003 eine Entschädigung in Höhe von 25 000 Euro an, unter der Bedingung, dass Denef nichts von dem Vorfall preisgibt. Daraufhin wandte sich der Katholik mit der Bitte um Hilfe an Papst Johannes Paul II. Der antwortete in einem persönlichen Brief, er werde Denef in ›››

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„Wie Salz in tiefen Wunden“

Von |2014-04-28T21:23:27+02:0025.04.2014|

Norbert Denef wurde von einem Priester missbraucht und kritisiert die Heiligsprechung von Johannes Paul II. Herr Denef, mit welchem Gefühl blicken Sie auf die Heiligsprechung von Johannes Paul II. am Sonntag auf dem Petersplatz in Rom? Denef: Das tut einfach weh. Das ist wie Salz in tiefen Wunden, die immer noch offen sind. Mein Fall beweist, dass Johannes Paul II. hauptverantwortlich für das Vertuschen und Verschweigen vieler Verbrechen ist. Was ist Ihnen passiert? Meine persönliche Geschichte ist nicht wichtig, aber ein Fall, der stellvertretend für viele andere steht. Ich wurde bis zu meinem 16. Lebensjahr von einem Priester sexuell missbraucht, bis ›››

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Heiligsprechung von Johannes Paul II.

Von |2014-06-02T15:57:22+02:0025.04.2014|

Das Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt (netzwerkB) kritisiert die für Sonntag, 27.04.2014, in Rom geplante Heiligsprechung Karol Wojtylas. „Johannes Paul II. war in seiner Amtszeit verantwortlich für das Verschweigen, Verleugnen und Vertuschen von sexualisierter Gewalt“, sagt Denef. Auch mit Wojtylas Nachfolger, dem deutschen Joseph Ratzinger, der als Präfekt der Glaubenskongregation die rechte Hand Wojtylas war und als Papst immer wieder für seinen vorbildlichen Umgang mit dem Missbrauchsskandal gelobt wurde, geht Denef hart ins Gericht: „Um dem Ansehen der Kirche nicht zu schaden, wurden lieber die Verbrecher geschützt, anstatt den geschändeten Kinderseelen zu helfen.“ Johannes Paul II, sowie Benedikt XVI. seien die ›››

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Kontroverse um Heiligsprechung von Johannes Paul II.

Von |2014-05-29T21:46:45+02:0025.04.2014|

Bis ins Alter von 16 Jahren wurde Norbert Denef in seiner Heimatstadt Delitzsch regelmäßig von einem Priester sexuell missbraucht. Später wollte der heute 64 Jahre alte ehemalige Messdiener an die Öffentlichkeit gehen. Der Bischof von Magdeburg bot ihm im Jahr 2003 eine Entschädigung in Höhe von 25 000 Euro an, unter der Bedingung, dass Denef nichts von dem Vorfall preisgibt. Daraufhin wandte sich der Katholik mit der Bitte um Hilfe an Papst Johannes Paul II. Der antwortete in einem persönlichen Brief, er werde Denef in sein Gebet aufnehmen. Außerdem solle er Gott um Beistand für seine „innere Heilung und um die ›››

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Kritik an Heiligsprechung: „Verbrecher geschützt“

Von |2014-05-29T08:26:23+02:0025.04.2014|

Sexuellen Missbrauch vertuscht: Kritik an der Heiligsprechung von Johannes Paul II. DELITZSCH. Bis zum 16. Lebensjahr wurde Norbert Denef in seiner Heimatstadt Delitzsch von einem Priester sexuell missbraucht. Der Katholik wandte sich Hilfe suchend an Papst Johannes Paul II. Der antwortete in einem persönlichen Brief, er werde Denef in sein Gebet aufnehmen. 2010 gründete der gebürtige Sachse das Netzwerk der Opfer sexualisierter Gewalt netzwerkB und kritisiert die am Sonntag in Rom stattfindende Heiligsprechung Karol Wojtylas. "Johannes Paul II. war in seiner Amtszeit verantwortlich für das Verschweigen, Verleugnen und Vertuschen von sexualisierter Gewalt", sagt Denef. Auch mit Wojtylas Nachfolger, dem deutschen Joseph ›››

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„Ein Mann, der in einer moralischen Krise wegschaute“

Von |2014-05-28T18:39:47+02:0025.04.2014|

An der Heiligsprechung Johannes Pauls II. wird Kritik laut: Hat er sexuellen Missbrauch Jugendlicher durch Kirchenangehörige verschwiegen? Rom – Bis ins Alter von 16 Jahren wurde Norbert Denef in seiner Heimatstadt Delitzsch regelmäßig von einem Priester sexuell missbraucht. Später wollte der heute 64 Jahre alte ehemalige Messdiener an die Öffentlichkeit gehen. Der Bischof von Magdeburg bot ihm im Jahr 2003 eine Entschädigung in Höhe von 25 000 Euro an, unter der Bedingung, dass Denef nichts von seiner Geschichte preisgebe. Daraufhin wandte sich der Katholik mit der Bitte um Hilfe an Papst Johannes Paul II. Der antwortete in einem persönlichen Brief, er werde ›››

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Für eine Strafverfolgung ist es oft zu spät

Von |2014-05-20T08:45:19+02:0024.04.2014|

Von Christoph Lüttgen BONN.  Im Strafrecht gilt der Grundsatz: Je schwerer ein Delikt mit Strafe bedroht ist, desto länger kann es geahndet werden. Für Straftaten aus dem Bereich des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen sieht das Strafgesetzbuch Verjährungsfristen zwischen fünf und 30 Jahren vor. In den meisten Fällen gelten die Taten jedoch nach zehn bis 20 Jahren als verjährt. Zwar hat der Gesetzgeber den Beginn der Verjährungsfristen im vergangenen Jahr vom 18. aufs 21. Lebensjahr des Opfers heraufgesetzt. Dennoch müssen Betroffene häufig feststellen, dass ihnen die Rechtsordnung keinen Weg mehr zur gerichtlichen Aufklärung und Anerkennung des ihnen zugefügten Unrechts bietet. Denn ›››

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Klärt die Kirche Missbrauchsfälle auf?

Von |2014-05-10T22:27:26+02:0015.04.2014|

Die katholischen Bischöfe in Deutschland haben eine umfangreiche Studie in Auftrag gegeben: Sie soll das Ausmaß sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in der Kirche klären. Geplant ist, Fallzahlen aus allen Bistümern zu erheben, den Einfluss der Kirche auf Täter und Opfer zu analysieren. Kann das gelingen? Ein Pro- und Contra – und Thema unserer aktuellen Umfrage. Machen Sie mit! Weiter lesen...

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Viel mehr als eine Lex Edathy

Von |2014-05-20T08:24:32+02:0015.04.2014|

Kinderpornografie, peinliche Bilder, sexueller Missbrauch: Justizminister Maas will nach dem Fall Sebastian Edathy alles regeln, doch sein Gesetzentwurf bleibt Stückwerk. EIN KOMMENTAR VON ANNELIE KAUFMANN In den Wirren der Edathy-Affäre im Februar hatte Justizminister Heiko Maas (SPD) schon angekündigt, dass er schnell und deutlich auf den Fall reagieren werde. Der ehemalige Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy hatte Nacktbilder von Kindern bestellt, die allerdings nach der bisherigen Rechtslage wohl nicht verboten sind. Doch der Gesetzentwurf, den Maas nun vorgelegt hat, ist weit mehr als eine Lex Edathy. Der Justizminister versucht einen gesetzgeberischen Rundumschlag. Auf 48 Seiten geht es auch um "bloßstellende" Bilder von Erwachsenen, sexuellen ›››

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Worauf warten Sie noch Herr Justizminister Heiko Maas?

Von |2014-06-06T05:58:38+02:0013.04.2014|

(Bottrop: v.l. Oberbürgermeister Bernd Tischler, Markus Elstner, Karl Görtz) netzwerkB Aktion Essen-Bottrop Ein Bericht von Karl Görtz Warten Sie darauf, dass auch noch die letzten Altbetroffenen, die Klage erheben könnten, wegsterben, bevor Sie den Beginn der Verjährungsfrist bei sexualisierter Gewalt ab einem Alter von 30 Jahren für die begrenzte Zeit von höchstens 20 Jahren laufen lassen. Das kann man auch drehen. Ab einem Alter von 21 Jahren soll die Verjährungsfrist für 30 Jahre laufen. Schau an, 1 Jahr mehr. Hier wird um jedes Jahr einer Verkürzung der Verjährung gefeilscht. Maximal 50 Jahre ab Geburt kann sich also die kaputte und sprachlose Seele ›››

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Kinderpornografie: Kritik an geplanter Gesetzesverschärfung

Von |2014-05-18T13:58:00+02:0013.04.2014|

Im Kampf gegen Kinderpornografie plant die Bundesregierung das Strafrecht ausweiten - Psychiater, Kriminologen und Strafrechtler halten das aber für falsch. 27 Wissenschaftler aus diesen Disziplinen erklärten in einer Stellungnahme am Wochenende, schärfere Gesetze seien nicht hilfreich. Hintergrund der Strafrechtsreform ist unter anderem die Edathy-Affäre. Schärfere Gesetze könnten dazu führen, dass Pädophile nicht mehr wagten, sich an Hilfeeinrichtungen zu wenden, sagte einer der Unterzeichner, der Hamburger Kriminologie-Professor Sebastian Scheerer. "Wenn Sie einfach Druck ausüben auf Menschen und ihnen keinen Ausweg geben, dann können unvorhergesehene Dinge passieren." Scheerer forderte eine gesellschaftliche Debatte und mehr Präventionsarbeit. Er warnte vor Schnellschüssen.... ...Maas plant außerdem, dass ›››

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Opfer vom Justizminister Maas verraten

Von |2014-10-02T18:33:24+02:0012.04.2014|

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) gab am Freitag einen Gesetzentwurf zur Verschärfung der Vorschriften gegen Kinderpornografie und sexuellen Missbrauch in die Ressortabstimmung. Der SPD-Politiker Heiko Maas hat sich im Jahr 2010 mit deutlichen Worten für die Interessen der Opfer von sexualisierter Gewalt eingesetzt. An Norbert Denef, den Sprecher der Opferinteressenvertretung netzwerkB schrieb er damals: ”Kindesmissbrauch ist für mich, auch als Vater von zwei Kindern, eines der schlimmsten Vergehen überhaupt. Es darf einfach nicht sein, dass ein solches widerliches und grausames Verbrechen verjährt und die Täter ungeschoren davonkommen.“ (Schreiben als PDF herunterladen) netzwerkB lehnt Kompromisslösung ab Entgegen seiner Forderung von 2010, will Justizminister Maas lediglich nur noch, dass ›››

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Papst Franziskus möge handeln

Von |2014-06-24T18:28:45+02:0012.04.2014|

(Foto: Straßenkünstler in Rom) Papst Franziskus hat die Opfer von Kindesmissbrauch durch Priester in der katholischen Kirche um Vergebung gebeten. „Ich fühle mich berufen, mich der Sache anzunehmen, des Bösen, das einige Priester getan haben (...), und um Vergebung zu bitten, für den Schaden, den sie angerichtet haben, für den sexuellen Missbrauch an Kindern“, sagte der Pontifex am Freitag bei einem Treffen mit Kinderschützern im Vatikan. Auf den ersten Blick wirkt Papst Franziskus fortschrittlich und realistisch. Das bisherige Ergebnis spricht jedoch eine andere Sprache. Norbert Denef, Sprecher des Netzwerks Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V., kurz netzwerkB, nimmt hierzu wie folgt Stellung: ›››

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Klärt die Kirche Missbrauchsfälle auf?

Von |2014-04-15T14:55:12+02:0008.04.2014|

Pro und Contra Die katholischen Bischöfe in Deutschland haben eine umfangreiche Studie in Auftrag gegeben: Sie soll das Ausmaß sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in der Kirche klären. Geplant ist, Fallzahlen aus allen Bistümern zu erheben und den Einfluss der Kirche auf Täter und Opfer zu analysieren. Kann das gelingen? Ja! Viele Menschen wollen Licht ins Dunkel bringen Die Kirche muss sich einer kritischen Durchleuchtung ihres Verhaltens stellen. Meint sie es ernst mit ihrer Ankündigung, aus den Missbrauchsfällen der vergangenen Jahrzehnte zu lernen? Viele Verantwortliche in der Kirche wollen das inzwischen, weil sie wissen: Nur so können verloren gegangenes Vertrauen und ›››

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